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“The same procedure as every year!” – Dieser Tage haben wir in Dießen wieder Gäste aus unserer englischen Partnerstadt Windermere. Die langjährige Schulpartnerschaft zwischen COV und Lake School macht es möglich: Eine 30-köpfige Schülergruppe besucht uns. Heute Abend hatte der Städtepartnerschaftsverein, Freundeskreis Ammersee-Windermere e.V. FAW, zum traditionellen Strandbad-Besuch in Riederau mit erfrischendem Bad und zünftigem Abendessen eingeladen. FAW-Vorsitzender Dieter Hardt begrüßte die englischen Gäste, einige COV-LehrerInnen und FAW-Vorstandskolleginnen sowie die GRÜNEN-Gemeinderätin Petra Sander.

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Seit über 15 Jahren ist unser Luftkurörtchen mit dem Touristenort Windermere im nordwestenglischen Lake District verstädtepartnert. Damit diese Städtepartnerschaft blüht und gedeiht, engagieren sich bei uns Englandfans im Freundeskreis Ammersee-Windermere e.V. FAW. Gestern Abend war FAW-Jahreshauptversammlung; mit Berichten, Aussprachen, Neuwahlen … und immerhin 20 Gästen, darunter auch Dießens alter und neuer Bürgermeister, Herbert Kirsch, der – wie in so manchem anderen Dießener Verein – Beisitzer im FAW-Vorstand ist.

Ich hatte die Ehre, die letzten beiden Jahre den FAW zu leiten. Gestern berichtete ich, letztmalig, auf der Mitgliederversammlung über das vergangene FAW-Jahr. Die Städtepartnerschaft lebt; FAW-Vorstand und die Twinning Association in Windermere stehen in engem Kontakt, es bestehen verbreitet persönliche Beziehungen zwischen einzelnen und Familien in Dießen und Windermere. Oft haben sich enge Freundschaften entwickelt. Flaggschiff unserer Städtebeziehung ist die Schulpartnerschaft der Carl-Orff-Schule mit der Lake School. Jedes Jahr fährt eine Schulklasse aus Dießen nach Windermere und umgekehrt. Zurzeit sind unsere Schüler auf der Insel. Zu Pfingsten wird die Dießener Bläsergruppe in den Lake District reisen, zum Oktoberfest erwarten wir das AH-Fußballteam aus Windermere endlich wieder bei uns, danach werden wanderfreudige Dießener eine Woche rund um Lake Windermere unterwegs sein. Die alle zwei Jahre stattgefundene “Britische Woche” legt dieses Jahr zu meinem Bedauern eine Nachdenkpause ein; das Bürgerinteresse war bei den letzten Malen einfach viel zu überschaubar geblieben.

Unsere Städtepartnerschaft hat noch eine Menge Potenzial. Zum Beispiel die anderen Dießener Schulen dauerhaft einzubeziehen, ist noch ungelöst. Ebenso haben die meisten unserer Vereine noch große Chancen, Beziehungen zu Gleichgesinnten in Windermere aufzubauen. Und, Hand aufs Herz: Ist das Thema Städtepartnerschaft Dießen-Windermere für die Dießener BürgerInnen wirklich schon DAS Thema…?

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Viel Erfolg dem neuen FAW-Vorstand (v.l.n.r.): Dieter Hardt (stehend), Vorsitzender; Rainer Aumiller (sitzend), Kassenwart; Caroline Schwarz (st), Beisitzerin; Nadja Döring (s), Schriftführerin; Herbert Kirsch (st), Beisitzer; Christiane Haines (s), 2. Vorsitzende; Gertraud Geyer (st), Beisitzerin. (Bild: Uschi Nagl)

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Peter Trimming [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Erstmals ist jetzt englandweit ermittelt worden, wo die dicksten (und dünnsten) Menschen auf der Insel wohnen. Wie  “The Telegraph” berichtet seien 64 Prozent aller Erwachsenen Englands mit einem Body-Mass-Index von über 25 übergewichtig oder beleibt (obese).

Als der “fattest” Verwaltungsbezirk wurde Copeland in Cumbria mit 75,9% Übergewichtigen ausgemacht. Dieser Bezirk mit einem langen Küstenstreifen an der Irischen See grenzt unmittelbar westlich an den vielen Dießenern bekannten Cumbrischen Verwaltungsbezirk South Lakeland, wo unsere wunderschöne Partnerstadt Windermere liegt.

Auch wenn dieser blöde BMI abschrecken mag: Ich hätte mal wieder Appetit auf Fish & Chips…

(P.S.: Der Vollständigkeit halber sei ergänzt, dass die spackesten Engländer in London sein sollen.)

Wer wissen möchte, was so am vergangenen Freitag die “Jahreshauptversammlung” des Freundeskreises Ammersee-Windermere e.V. (FAW) besprochen und beschlossen hat, kann das in meinem Report auf der FAW-Website nachlesen, den ich als FAW-“Beisitzer” (was für ein Wort!) für Öffentlichkeitsarbeit geschrieben habe.

Der Verein hat nun 133 Mitglieder, die Jahresversammlung besuchten Freitagabend 22 Gäste; darunter Bürgermeister Herbert Kirsch und die beiden Gemeinderätinnen Antoinette Bagusat und Petra Sander (2 x “Dießener Bürger”; 1 x GRÜNE). Gerade das Interesse von “offizieller Seite”, von Damen und Herren der kommunalen Politik und Verwaltung, ist wichtig. Nicht aus Prestigegründen oder aus purer Nettigkeit, sondern weil die Städtepartnerschaft Dießens mit dem nordwestenglischen Windermere, 1998 offiziell besiegelt, keine hobbymäßige Vereinsmeier-Veranstaltung ist. Sie soll doch auch politischen Zielen dienen; selbst wenn “Völkerverständigung” manchem hoch trabend klingen mag.

Diese politisch gewollte Partnerschaft mit vielfältigen Impulsen zu pflegen und weiterzuentwickeln, dafür steht der Freundeskreis Ammersee-Windermere eV (FAW). Er muss wirbeln, diese besondere Beziehung unseres Luftkurörtchens mit dem englischen Windermere immer wieder zur Herzenssache der Dießener zu machen. Zu sehen, dass ein paar lokale Politiker dem Freundeskreis-Verein dabei zur Seite stehen, war ein ermutigendes Zeichen. Es dürfen allerdings künftig durchaus ein paar mehr sein; Gelegenheiten dafür wird der FAW auch in diesem Jahr wieder einige schaffen. – We’ll see!

Eine Kriminalstatistik in eigener Sache hat dieser Tage die Polizei unserer nordwestenglischen Partnerregion veröffentlicht. Laut “The Westmorland Gazette” wurde die lokale Polizei in Cumbria seit 2005 um 34 Gegenstände im Gesamtwert von £8,479.98 beklaut. Heiß begehrt waren Handschellen, Blaulichter und sogar Laser-Pistolen zur Geschwindigkeitsmessung. Solch eine speed gun etwa soll immerhin £2,500 kosten. Ein Polizeisprecher wird mit den Worten zitiert, das Diebesgut – insbesondere die Ausrüstung zur Geschwindigkeitsüberwachung – hätte keinen praktischen Nutzen für die Langfinger außerhalb der Polizei. – Na, wenn der Constabler da mal nicht auf einer falschen Fährte ist…

Guter Rat von Gymnasiasten

abgelegt von Hannes Sander in Diessen und die weite Welt | Kommentare deaktiviert

Mehr als 1 Jahr lang haben Herbert Krebs und ich als “externe Partner” des Freundeskreises Ammersee-Windermere e.V. (FAW) das Projekt-Seminar am Ammersee-Gymnasium “Promotion of twinning relations with Windermere through organizing a trip to the Lake District” betreut. Heute Abend haben die sechs Seminaristen aus der 12. Klassenstufe die Ergebnisse der Projektarbeit im Beisein des ASG-Rektors OStD Klaus Rechenberger dem FAW-Vorstand vorgestellt.

Die Schüler haben das richtig gut gemacht! Sie haben dem FAW-Vorstand 3 begründete Handlungsempfehlungen ausgesprochen, wie die Städtepartnerschaft zwischen Dießen und dem nordwestenglischen Windermere durch Einbeziehung von Gymnasiasten in beiden Städten nachhaltig weiter entwickelt werden kann. Sie haben die sehr konkreten Empfehlungen unter den Überschriften “Organisation eines Austausches” (“Austausch statt Studienfahrt” und Fokussierung auf Gastfamilienaufenthalte), “Mehr Informationen durch Jugendliche” (eine der tollen Ideen: eine Dießen-Windermere-Facebook-Community starten), “Wiederholen und Ausbau des Work Placements” (Betriebspraktika in beiden Städten organisieren) detailliert erläutert.

Seit mehr als einem Jahr haben wir “FAW-Paten” jeden Dienstag das Seminar geleitet. Heute konnten wir stolz und zufrieden ein heftiges Kapitel Ehrenamt erst einmal schließen. Geschafft!

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