Ein Schmuckkästchen wird flügge

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Am kommenden Montag bleibt die Post(-Agentur) im Luftkurörtchen dicht. Das hat aber einen GUTEN Grund: Es wird umgezogen in neue Räume. In den letzten Monaten sind die in der einstigen offenen, schmuddeligen Wartehalle eingerichtet worden.

Wer dieser Tage am Bahnhof vorbeikommt, kann emsiges Handwerkeln beobachten. Da ist nicht nur die neue Eingangstür zu bewundern, es wird innen auch fleißig eingerichtet. Die große Glasfront zu den Bahngleisen erstrahlt, gestern habe ich den Fensterputzer gekonnt seine langen Bahnen ziehen gesehen. Vermutlich muss er noch ein paar Mal ran, denn viele Neugierige drücken sich die Nasen an den Fenstern platt und wollen wissen, wie es denn da drinnen aussieht. Leute, da wird ein Schmuckkästchen flügge!

Am 3. März können wir die neuen heiligen Hallen des umgebauten Diessener Bahnhhofs selbst anschauen. Ich bin gespannt – und freue mich schon darauf.

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postboje

Pünktlich zum Start der neuen Wassersport- und Seenschifffahrtssaison hat auf dem Ammersee ein richtungsweisendes Experiment begonnen. Zur Nachverdichtung des in den letzten Jahren ausgedünnten Postämter-Netzes in der Region werden jetzt, vorrangig an den mondänen Marinas sowie in von Menschen dichter besiedelten Buchten des Bauernsees, Postbojen gelegt.

Die “Swimming Service Points” sollen sich im marinen Langzeittest als praktikabler und kostensparender Ersatz für geschlossene und weitere zu schließende Schalter-Ämter in den See-Gemeinden beweisen. Kräftig investiert wurde in kundenfreundliche Extras des experimentellen Aufbaus: Dazu gehört eine rundierte Platte unterhalb der postüblichen Briefkästen. Diese dient als, allerdings flächig limitierte, Ablage für einzuliefernde Päckchen bis Formatgröße S sowie als Schreib- und Stempelunterlage. (Achtung: Verluste zurückgelassener Päckchen nach evtl. windiger Aufschaukelung der Postbojen sind nicht auszuschließen!)

Die genauen Leerungszeiten werden noch mit dem Fahrplan des RMS Diessen abgestimmt. Der Seitenraddampfer soll künftig nach dem Vorbild norwegischer Postschiffe verkehrend auf seiner kleinen Rundfahrt die Swimming Service Points ansteuern. Die Verantwortlichen erhoffen sich mit zusätzlichen spektakulären An- und Ablegemanövern steigende Passagierzahlen; mehr Umsatz soll zudem ein Sonderstempel bringen, der zur Selbststempelung (gegen Münzeinwurf) steuerbords an den Postbojen kettig befestigt wird.