Ich habe ein paar Handy-Videos vom “Unterbräu”-Wirt, Martin Brink, der ja seit einigen Wochen auch am Ratstisch unseres Luftkurörtchens mitmischt, bekommen. Danke schön! Seine Filmchen habe ich mit eigenen Schwenks und Fotos kombiniert –  zu diesem bewegenden Zeitdokument für die Ewigkeit! Es erinnert an den geschliffenen Wasserfall am Untermüllerplatz, an jenen denkwürdigen 16. März anno 2015, als der geliebte wie abgelehnte Krachschuster von uns gegangen wurde.

Er bleibt uns doch, als Filmchen!

karpfenVorgestern habe ich hier davon berichtet, dass unser Luftkurörtchen einen “Mann mit dem goldenen Fisch” wohl als Wahrzeichen bekommen wird.

Mich hat dabei etwas stutzig gemacht: Nicht, dass da jemand einen gewaltigen goldenen Fisch schleppt. – Why not?! ;-) Aber, dass es ausgerechnet ein Karpfen ist, wirft bei mir, Fischereischeinberechtigtem, die Frage auf: Gibt es tatsächlich Karpfen in unserem Bauernsee, der weltweit doch für Saibling, Renke, Forelle und Zander (und neuerdings schwarzen Schaum) berühmt ist?

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Marktgemeinderat, Petra Sander, hat diese Frage auch des öfteren gehört, wie sie gerade gerschrieben hat, und versucht nun in ihrem Blog eine Antwort. Hier entlang!

KunstamBau siegerUnser Luftkurörtchen ist auf dem Sprung zu einem „neuen Wahrzeichen“. Im Kunst-am-Bau-Wettbewerb anlässlich der Neugestaltung der Mühlstraße hat jüngst eine 20-köpfige Jury aus 7 Vorschlägen zwei Sieger gekürt, die ersten beiden Preisträger wurden mit 2.500 bzw. 2.000 EUR bedacht. Ich war heute Vormittag im Rathaus um mir die Wettbewerbsarbeiten aus der Nähe anzuschauen.

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Erster aus Jury-Sicht ist eine 2,30 Meter große Bronzefigur, „Der Mann mit dem goldenen Fisch“. Der wird wohl schon ab kommendem Herbst – wenn der Gemeinderat sich final für diese Arbeit auf seiner nächsten Sitzung am 23. Februar entscheiden sollte – am Kreuzungspunkt von Fischerei und Mühlstraße auf einem 5,60 Meter hohen Eichenstamm prangen. Ich kann mir gut vorstellen, wie er schon von weitem aus verschiedenen Richtungen gut sichtbar, den Weg in den historischen Ortskern weist. Das dann neu und schön gestaltete Herz Diessens würde in der Tat einen würdigen Hingucker mehr haben.

Das Werk stammt vom Bildhauer Mathias Rodach aus Diessen. Die Figur hat, wie der Lokalpresse zu entnehmen war, nach Überzeugung der Jury das Zeug zu einem neuen Wahrzeichen der Ammersee-Gemeinde. Der Künstler selbst wurde im „Starnberger Merkur“ mit der Bemerkung zitiert, er sehe in seiner Arbeit ein „Urbild Dießener Geschichte“, das daran erinnere, dass die Gemeinde nicht zuletzt durch den Fang aus dem Ammersee zu Wohlstand und Ansehen gekommen sei. Diesen Gedanken könnte man auch in der Arbeit des zweiten Siegers, „Fischträger“ von Josef Lang (Denklingen), vermuten. (Bild oben, rechts)

7 Bildhauer haben auf Einladung der Marktgemeinde Diessen mit Entwürfen und Modellen am Wettbewerb teilgenommen. Das urbildliche Fischmotiv hatten auch Joachim Maria Hoppe (Thaining) (linkes unteres Bild) und Sibylle Schwarz (Dießen) (rechtes unteres Bild, rechts) aufgegriffen. Der Schondorfer Andreas Kloker hat einen Brunnen entworfen (rechtes unteres Bild, links).

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Die Idee von Richard Gruber aus Schrobenhausen ist mein persönlicher Favorit – neben der Siegerarbeit. Grubers vier Bronzeplastik-Gruppen (im unteren Bild, links) greifen Themen aus Geschichte und Gegenwart der Marktgemeinde auf, die er entlang der Mühlstraße platzieren würde. Tolle Sache! Schließlich wird noch Christian Tobins (Riederau) Beitrag gezeigt. Dieser sieht vor, ein Wellenbild des Ammersees in eine Steinskulptur zu reproduzieren (im unteren Bild, rechts).

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KunstamBau6Wie geht es weiter? Am 23. Februar (Sitzungsbeginn: 19.30 Uhr) will der Gemeinderat entscheiden, welche Arbeit tatsächlich verwirklicht werden soll. Es bleiben also noch für die interessierten Bürger ein paar Tage Zeit, sich im Rathaus ein Bild zu machen und dann vielleicht mit den Gemeinderäten ihres Vertrauens über persönliche Favoriten zu reden. Die Entwürfe und Modelle sind im Foyer des 1. Obergeschosses im Rathaus zu besichtigen. Allerdings nur während der amtlichen Öffnungszeiten; ein paar zusätzliche, bürgernahe Chancen – warum nicht an einem Samstag oder Sonntag? – fände ich dieser großartigen Sache angemessen. (Am Faschingsdienstag ist das Rathaus ganztags zu.)

Tafel6Gestern Abend war unser Luftkurörtchen mal wieder in allerbester Höchstform: Die Geschäftsleute an der Dießener Jahrhundertbaustelle Mühlstraße hatten unterstützt vom örtlichen Gewerbeverband zu einer “langen weißen Tafel” in der Baustelle eingeladen. Das herrliche Getümmel bis in die Nacht lese ich als klares Ja! der Diessener zu ihrer Mühlstraße mit ihren Geschäften und Lokalen. Umwerfend!

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“Hurra, der ganze Ort ist da!”, dürfte es den Initiatoren freudig durch den Kopf gegangen sein: Es war vor allem ein schönes Fest der Diessener. Lächelnde Gesichter, freundliche Gespräche, anerkennede Fachsimpeleien über das neue Diessener Bier “CraftBräu” aus der gerade gestarteten Microbrauerei in der Mühlstraße…

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Karin Kleber (linkes Bild), stv. Vorsitzende des Diessener Gewerbeverbandes und Mitinitiatorin der Langen Weißen Tafel, freut sich über den Ansturm der Dießener. Grandiose Premiere auch für das Heimatbier “CraftBräu”, Made in Diessen.

Das Getümmel war groß in der Mühlstraße, es erinnerte an die Marktsonntage des Gewerbeverbandes in “Diessens Wohnzimmer”. Petrus höchstselbst griff ebenfalls den Geschäftsleuten der geteutelten Mühlstraße unter die Arme und ließ Klärchen punkt 17 Uhr straheln. Bis in den späten Abend füllte sich zusehends die “Lange weiße Tafel”. Ich denke, das war ein warmer Sommerregen für unsere Gastwirte.

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Lange Weiße Tafel FischTafel TafelBier

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Danke den Initiatoren und dem Diessener Gewerbeverband für diesen schönen Abend! Fortsetzungen könnten folgen – die Baustelle bleibt uns ja noch ein Weilchen erhalten. Und wenn es dann geschafft sein wird, die Mühlstraße als unser vorzeigbares Wohnzimmer wieder offen ist, dann gibt es bestimmt noch eine “Lange Weiße Tafel” und dann noch eine und noch eine…!

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Dass der MTV Diessen beim gestrigen Mühlstraßen-Event auch noch einen neuen Großsponsor für seinen Marsch in Bundesliga gewonnen hat, konnte bislang noch nicht offiziell bestätigt werden. ;-)

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Eine “lange weiße Tafel” quer durch die Jahrhundertbaustelle unseres Luftkurörtchens! Das soll es am 14. August (Donnerstag) ab 17 Uhr geben. Ich drücke zuerst einmal alle Wetterdaumen, die ich habe, dass wir einen warmen, trockenen, feuchtfröhlichen Sommerabend erleben!

Geschäftsleute der Baustellen-gebeutelten Mühlstraße haben sich einen Kopf gemacht, haben sich zusammengerauft und haben eine wirklich schöne Idee entwickelt. Ich kann mir eine lange weiße Tafel mit vielen – weiß gekleideten – Menschen in der Mühlstraße sehr gut vorstellen. Die Gastwirte werden auftischen, die Geschäfte werden geöffnet haben, Musik wird spielen UND: Es gibt erstmals das NEUE, in der Dießener Mühlstraße gebraute Dießener Bier, den heimischen “CraftStoff”.

“Essen”, “Trinken”, “Feiern” heißt es auf dem Plakat – und sogar “Tanzen”… auf ungewöhnlichem Parkett… Ob wohl Wander- oder Gummistiefel den Lackschuhen und Highheels vorzuziehen sind? ;-)

Ich bitte Euch alle, liebe Moosblogger-Freunde, setzen wir uns gemeinsam an unsere “lange weiße Tafel”!

Dießens Downtown soll (über-)leben! Erleben und genießen wir in Dießen einen ganz besonderen, unvergesslichen August-Abend!

Gestern Abend hat nun nach langer Pause die Jahreshauptversammlung des Dießener Gewerbeverbandes stattgefunden. Und es wurde ein kompletter Vorstand mit interessantem strategischen Ausblick gewählt. Das war sehr gut. Der Zulauf an diesem italienisch-warmen Freitag-Sommerabend jedoch war beängstigend gering.

BDS 2014 Vorstand

V.l.n.r.: Michael Risch, Georg Hoiß, Uwe Jennerwein, Michael Hofmann, Karin Kleber.

Gewählt worden ist im Beisein von Uwe Jennerwein, Geschäftsführer des Bezirksverbandes Oberbayern West im Bund der Selbständigen – Gewerbeverband Bayern e.V., für zwei Jahre dieser neue Vorstand: Michael Hofmann, Kartographische Werkstätten, Gemeinderat der Bayernpartei, wiedergewählt als Vorsitzender, Karin Kleber, Bistro Essens-Art und Mitinitiatorin der Initiative Mühlstraße als 2. Vorsitzende, Georg Hoiß vom gleichnamigen Schuhhaus als Kassierer wiedergewählt, Michael Risch, der herzlich willkommene Rückkehrer von der boarisch guaden Mühlstraßen-Gastwirtschaft Michi² als Schriftführer. Die gelungene, nun auch personelle Verbindung von Gewerbeverband und Initiative Mühlstraße ist das Highight der gestrigen Versammlung. Sie zeigt, dass hier verstärkt an einem Strang gezogen wird, die Jahrhundertbaustelle Mühlstraße für die betroffene Geschäftswelt erträglicher zu gestalten.

Gefallen hat mir gestern auch der einleitende Gastvortrag der schon vom Ammersee Denkerhaus Schnupperma(h)l bekannten Marketingberaterin Patricia Hilbig. Die schwierige Situation der Geschäftsleute in der Mühlstraße kann auch als Chance gesehen werden: Wenn dort und jetzt etwas Neues in der Zusammenarbeit der Einzelhändler und Wirte entsteht, werde sich das vielfach auszahlen, wenn erst die Mühlstraße zu einem Schmuckstück umgestaltet sei. Dass sich im Sinne einer Gemeinschaft tatsächlich etwas bewegt, hatte auch Karin Kleber von der Initiative Mühlstraße berichtet: “So, wie man jetzt die Leute in der Mühlstraße trifft, näher kennenlernt, miteinander redet, das habe ich die ganzen Jahre zuvor noch nicht erlebt.” Von einem “langsamen Wachstum einer Mühlstraßen-Gemeinschaft” war die Rede, das auch vom Gewerbeverband gefördert wird.

Wie groß die Unterstützung durch die lokale Politik ist, war gestern Abend nicht auszumachen. Neben Gewerbeverbands-Chef Michael Hofmann, Bayernpartei-Gemeinderat, war noch eine weitere Gemeinderätin Gast der Jahreshauptversammlung: Petra Sander, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN. Es ist noch kaum 2 Monate her, da hatten alle Parteien, Gruppierungen und Kandidaten noch das Wohl und Wehe der lokalen Wirtschaft vor sich hergetragen und war auch eine Stärkung des Gewerbeverbandes proklamiert worden.

Gewohnten Klartext hatte übrigens der wiedergewählte Gewerbeverbandsvorsitzende, Michael Hofmann, in seinem Bericht gesprochen. Er fühle sich in der gegenwärtigen Situation mit der Mühlstraße persönlich “besonders verantwortlich”. Denn er sei einer der Ersten im Gemeinderat gewesen, der eine Umgestaltung der Mühlstraße zu einer verkehrsberuhigten Zone gefordert hatte. “Jetzt haben wir den Salat”, meinte Hofmann augenzwinkernd ernst. Er wolle auch weiterhin daran mitwirken, dass “der Gewerbeverband als eine Solidargemeinschaft” den Betroffenen Hilfestellung leistet. Zufrieden zeigte sich Gemeinderat Hofmann auch mit der Auftragsvergabe bei dem Mammutprojekt. Dass ein überwiegender Anteil der Aufträge an Dießener Firmen vergeben wurde, darauf habe er als ehemaliger Gewerbereferent der Gemeinde “jahrelang hingearbeitet”.

Schon in wenigen Tagen werden die Gewerbetreibenden in der Dießener Mühlstraße eine neue Probe ihrer Gemeinschaftsarbeit abgeben: Am 14. August findet auf der Baustelle erstmals die “Lange Dießener Weiße Tafel” statt. Darauf freue ich mich schon sehr und werde natürlich dabei sein. Den Organisatoren wünsche ich von Herzen einen großartigen Erfolg!

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