Gestern war wieder einmal Kino-Tag. Wir Diessner besitzen ja das große Privileg im Luftkurörtchen ein kleines, feines Kino zu haben.

Gezeigt wurde in unserer Kinowelt am Ammersee “Fascinating India 3D”. Und der Film hielt, was sein Titel versprach: faszinierende Bilder aus einem fremden, fernen, faszinierenden Land.

Auch wenn ich, zugegeben, mit der oft besungenen Spiritualität nicht allzu viel anfangen kann, haben mich diese grandiosen Bilder in ihren Bann gezogen. Man taucht ein in eine mythische, geheimnisvolle Welt, lässt sich beeindrucken von atemberaubenden Aufnahmen unglaublich schöner Tempel und Paläste in nie selbst gesehenen Landschaften. Die 3-D-Effekte sorgen für ein plastisches Erleben, rücken den Betrachter an die fernen Orte. Kaum aufzunehmen ist dabei noch die Flut von gesprochenen Informationen über eine Jahrtausende alte Zivilisation, reich an uralten Traditionen, Architektur, Kultur und Religionen.

Der Dokumentarfilm ist eine erschlagende Postkarte im positiven Sinn, die man unbedingt haben will. Er zeigt aber auch in einigen aufschlussreichen Passagen die Inder in ihrem Umgang mit ihren uralten Bräuchen. Grandioser Höhepunkt und Abschluss sind Aufnahmen von einem religiösen Fest, das alle 12 Jahre 35 Millionen Menschen an einen Ort am Ganges anzieht. Unvergesslich.

Moosblogger-Urteil: ○○○○● (4 von 5 Punkten), sehr empfehlens- und sehenswert. Die vielen, faktenreichen gesprochenen Informationen gehen in der Bilderflut unter, eingeblendete Landkarten hätten mir die Orientierung, wo sich die einzelnen Schauplätze befinden, erleichtert.

Wenn dieser Tage mal abends nicht das Runde ins Eckige muss, kann man ja mal wieder eine Runde Kinofilm gucken, bei uns um die Ecke in der Dießener Kinowelt.

Gestern Abend hat die neue Western-Klamotte „A Million Ways to die in the West“ dem enormen Leistungsdruck standgehalten: über 90 Minuten hohes Tempo, Schüsse aus allen Lagen, Überraschendes, fiese Fouls, ein paar Superstars, Action und Spaß bis zum Abpfiff. Einziger Wermutstropfen: Zwar werden großspurig 1 Million Arten im Wilden Westen zu sterben angekündigt, aber am Ende hatte ich nur 14 Leichen (die letzte gab es in der Nachspielzeit) im Spielbericht.

Schwer zu sagen, worum es in dem Streifen eigentlich geht: eine alle Western-Klischees bedienende, witzige, herrlich ferkelige, gut besetzte, schwarzhumorige Love-Story. Hier gibt es einfach alles: Sonnenauf- und Untergänge, Schurken, Indianer, Sheriff und Schafe, Verfolgungsritt durch die Prärie, Wildwesteisenbahn, Saloon mit Huren und Schlägerei, ein Menschenleben verschlingender Jahrmarkt, heiße Colts und Ladies und und und… (Soll ich verraten, ob es ein Happy End gibt? ;-) )

Ich habe mich prächtig unterhalten, viel gelacht über prickelnde Dialoge, schöne Bilder genossen von schönen Landschaften und Frauen.

Moosblogger-Urteil: ○○○○● (4 von 5 Punkten), empfehlens- und sehenswert (aber nicht mit Kindern, die Altersempfehlung FSK 12 halte ich für ziemlich gewagt).