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Schon wieder so eine kurze Nacht! ;-) Gestern Abend haben die Alte-Herren-Fußballteams von Diessen und der englischen Partnerstadt Windermere erst ihre Schienbeine gekreuzt (3:1 für die Heimelf) und danach kräftig angestoßen. Beide Mannschaften lieferten sich ein rassisges Match, in dem die Diessener die körperlichen Vorteile ihrer Gäste mit der feineren technischen Klinge ausglichen und ihre drei sehenswerten Tore schön herausspielten. Die Engländer spielten fair, sehr temporreich und körperlich betont. Die zweite Halbzeit konnten sie mit ihrer starken Physis ausgeglichen gestalten und bis zum Schlusspfiff rackerten sie um den Anschluss und hofften auch noch auf den Ausgleich.

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Vor dem ersten “Prrrrostttt!” danach im Gasthaus am Sportplatz gab es ein bayerisch-cumbrisches Wett-Anzapfen, mit einem klaren Heimsieg, eingespielt von Bürgermeister Herbert Kirsch, und flutartigen technischen Schwierigkeiten bei den durstigen Gästen. Macht aber nichts, Gerstensaft war dennoch reichlich vorhanden. Eingeheizt hat bei der After-Match-Party der beiden Mannschaften das Musik-Duo Wacke. Ein großartiger Spaß, der heute Abend auf der Wiesn noch einmal getoppt werden soll.

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“The same procedure as every year!” – Dieser Tage haben wir in Dießen wieder Gäste aus unserer englischen Partnerstadt Windermere. Die langjährige Schulpartnerschaft zwischen COV und Lake School macht es möglich: Eine 30-köpfige Schülergruppe besucht uns. Heute Abend hatte der Städtepartnerschaftsverein, Freundeskreis Ammersee-Windermere e.V. FAW, zum traditionellen Strandbad-Besuch in Riederau mit erfrischendem Bad und zünftigem Abendessen eingeladen. FAW-Vorsitzender Dieter Hardt begrüßte die englischen Gäste, einige COV-LehrerInnen und FAW-Vorstandskolleginnen sowie die GRÜNEN-Gemeinderätin Petra Sander.

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Seit über 15 Jahren ist unser Luftkurörtchen mit dem Touristenort Windermere im nordwestenglischen Lake District verstädtepartnert. Damit diese Städtepartnerschaft blüht und gedeiht, engagieren sich bei uns Englandfans im Freundeskreis Ammersee-Windermere e.V. FAW. Gestern Abend war FAW-Jahreshauptversammlung; mit Berichten, Aussprachen, Neuwahlen … und immerhin 20 Gästen, darunter auch Dießens alter und neuer Bürgermeister, Herbert Kirsch, der – wie in so manchem anderen Dießener Verein – Beisitzer im FAW-Vorstand ist.

Ich hatte die Ehre, die letzten beiden Jahre den FAW zu leiten. Gestern berichtete ich, letztmalig, auf der Mitgliederversammlung über das vergangene FAW-Jahr. Die Städtepartnerschaft lebt; FAW-Vorstand und die Twinning Association in Windermere stehen in engem Kontakt, es bestehen verbreitet persönliche Beziehungen zwischen einzelnen und Familien in Dießen und Windermere. Oft haben sich enge Freundschaften entwickelt. Flaggschiff unserer Städtebeziehung ist die Schulpartnerschaft der Carl-Orff-Schule mit der Lake School. Jedes Jahr fährt eine Schulklasse aus Dießen nach Windermere und umgekehrt. Zurzeit sind unsere Schüler auf der Insel. Zu Pfingsten wird die Dießener Bläsergruppe in den Lake District reisen, zum Oktoberfest erwarten wir das AH-Fußballteam aus Windermere endlich wieder bei uns, danach werden wanderfreudige Dießener eine Woche rund um Lake Windermere unterwegs sein. Die alle zwei Jahre stattgefundene “Britische Woche” legt dieses Jahr zu meinem Bedauern eine Nachdenkpause ein; das Bürgerinteresse war bei den letzten Malen einfach viel zu überschaubar geblieben.

Unsere Städtepartnerschaft hat noch eine Menge Potenzial. Zum Beispiel die anderen Dießener Schulen dauerhaft einzubeziehen, ist noch ungelöst. Ebenso haben die meisten unserer Vereine noch große Chancen, Beziehungen zu Gleichgesinnten in Windermere aufzubauen. Und, Hand aufs Herz: Ist das Thema Städtepartnerschaft Dießen-Windermere für die Dießener BürgerInnen wirklich schon DAS Thema…?

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Viel Erfolg dem neuen FAW-Vorstand (v.l.n.r.): Dieter Hardt (stehend), Vorsitzender; Rainer Aumiller (sitzend), Kassenwart; Caroline Schwarz (st), Beisitzerin; Nadja Döring (s), Schriftführerin; Herbert Kirsch (st), Beisitzer; Christiane Haines (s), 2. Vorsitzende; Gertraud Geyer (st), Beisitzerin. (Bild: Uschi Nagl)

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Peter Trimming [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Erstmals ist jetzt englandweit ermittelt worden, wo die dicksten (und dünnsten) Menschen auf der Insel wohnen. Wie  “The Telegraph” berichtet seien 64 Prozent aller Erwachsenen Englands mit einem Body-Mass-Index von über 25 übergewichtig oder beleibt (obese).

Als der “fattest” Verwaltungsbezirk wurde Copeland in Cumbria mit 75,9% Übergewichtigen ausgemacht. Dieser Bezirk mit einem langen Küstenstreifen an der Irischen See grenzt unmittelbar westlich an den vielen Dießenern bekannten Cumbrischen Verwaltungsbezirk South Lakeland, wo unsere wunderschöne Partnerstadt Windermere liegt.

Auch wenn dieser blöde BMI abschrecken mag: Ich hätte mal wieder Appetit auf Fish & Chips…

(P.S.: Der Vollständigkeit halber sei ergänzt, dass die spackesten Engländer in London sein sollen.)

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Seit Donnerstag besucht eine kleine Gruppe aus unserer englischen Partnerstadt Windermere unser Luftkurörtchen. Die 9 Ladies and Gentlemen sind  anlässlich des Dießener Töpfermarktes angereist. Unter ihnen auch die Vorsitzende der Windermere Twinning Association, Jenny Borer, mit ihrem Mann Norman.

An diesem Sonntagmorgen hat der Marktleiter Wolfgang Lösche (Bild ganz rechts) unsere Gäste in den Seeanlagen begrüßt. Seine live übersetzte special Tour – mit ein paar Einlagen waschechten britischen Wetters – war nicht nur für unsere englischen Gäste ein äußerst interessantes Erlebnis. Auch ich Keramik-Laie habe ein paar Einblicke bekommen in ganz verschiedene Töpfer-Techniken; wie hier am Stand von Jeremy Nichols aus England.

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Well done, Mr. Lösche, thank you very much!

…eine Idee, in Dießen einen touristischen Anziehungspunkt zu schaffen, der Gäste auch außerhalb der Sommerhochsaison ins Luftkurörtchen bringen sollte. Diese sah ein Ammersee-Aquarium als “Haus der 5 Seen” vor und wurde einst niedergemacht

Wie ich jetzt darauf komme? Dieser Tage habe ich wieder einmal eine – nicht von mir angeregte ;-) – Diskussion miterlebt, in der es darum ging, “ob Dießen ein Tourismusort ist”. Ich habe “damals” gelernt, dass er es nicht ist, habe ich in diese Diskussion eingeworfen und mich dann zurückgelehnt…

Das würde hier aber nicht im MOOSBLOGGER stehen, wenn nicht dieser Tage auch von einem tollen Projekt zu erfahren gewesen wäre, das gerade in unserer nordwestenglischen Partnerstadt Winderemere Gestalt annimmt. Am vergangenen Montag wurde dort der Öffentlichkeit der Planungsentwurf für das “Windermere Steamboat Museum” zur Diskussion vorgestellt. Dieses wird als wichtigstes kulturelles Projekt der Region Cumbria (vergleichbar mit “5-Seen-Land”) bezeichnet, mit dem auch die national bedeutsame  Sammlung historischer Boote gesichert werden soll.

Wie die – öffentlich zugänglichen – Bilder zeigen, wird bei dem großen Projekt auf ein Cluster kleiner, einfacher Gebäude gesetzt. Das erinnert mich an die Bootshütten, die bei uns am Dießener Ufer stehen. In diesen schlichten Gebäuden sollen die Boote ausgestellt und dennoch die Sicht auf See und herrliche Landschaft erhalten werden. Ein großes – großartiges – Museum wird in Form kleiner Einheiten möglich, die sich perfekt in die Uferlandschaft schmiegen. – Es geht, wenn man will – und kann…

Ich freue mich schon sehr, das neue Steamboat Museum eines schönen Tages – in Windermere – zu besuchen.

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WSM View from Lake(Bilder: www.lakelandartstrust.org.uk / WSM Wetdock – ® Carmody Groarke)

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