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Emotionen gehören dazu; nicht nur beim Fußball, auch bei der großen Politik im kleinen Dorf. Gerade schäumen sie bei einigen Luftkurortbewohnern heftiger hoch, weil sie die Romenthal-Allee bedroht sehen. Anlass zu ihrer Sorge waren Berichte in der Lokalpresse von der Bauausschusssitzung des Gemeinderates vom 7. Dezember, der einen Beschluss gefasst hatte, die Romenthal-Allee “zu sanieren”. Wie es so ist, wenn sich Leute von vollendeten Tatsachen übergangen und unzureichend informiert fühlen, die sich auch noch gefragt sehen wollten, ist nun wieder einmal Feuer unterm Dach.

Der Bund Naturschutz hatte heute früh zu einem Ortstermin in besagter Romenthal-Allee eingeladen und rund 30 Leute (viele mit Hund) waren erschienen. Darunter – neben zweimal Lokalpresse und einem MOOSBLOGGER – auch immerhin vier tapfere, leidenswillige und, -fähige Gemeinderäte: die zwei GRÜNEN, Petra Sander und Michael Hofmann, und die beiden CSU-Räte Jürgen Zirch und Dr. Wolfgang Salzmann.

Wenig Schmeichelhaftes bekamen sie vom Dießener Bund-Naturschutz-Chef Dr. Eberhard Sening zu hören. Der ist “stinksauer” (O-Ton), hat aus den Zeitungsberichten zur Bauausschusssitzung eine “180-Grad-Wendung” bei der festgeschriebenen Erhaltung der Romenthal-Allee herausgelesen und befürchtet eine “0-8-15-Bepflanzung”. Nun müsse etwas unternommen werden, so Sening. Der sieht schon eine “harte Sache” auf seine Organisation und die umworbenen Mitstreiter zukommen.

Den heftigen Pauschalattacken auf “die” Gemeinde und “die” Gemeinderäte stellte sich GRÜNEN-Fraktionsvorsitzender Michael Hofmann, sicher wissend, was dann kommen würde, in ganzer Größe entgegen. Seine Beteuerung, der Bauausschuss sei über eine erfolgte Absprache zwischen “Baumbeauftragtem” und BN-Chef informiert worden und deshalb von einem Einvernehmen ausgegangen, will scheinbar niemand im aufgebrachten Rund zur Kenntnis nehmen. Auch nicht, dass die GRÜNEN natürlich für den Erhalt der Romenthal-Allee eintreten würden und dass ein vermeintlicher Kettensägenkahlschlag nie beschlossen worden sei, sondern eine zwischen den Experten abgesprochene Sanierung.

Ich will hier nicht die Sanierung der Romenthal-Allee beklugscheißen. Dennoch: Auch wenn mir als erst vor knapp 11 Jahren “Zugereistem” so mancher der heute Anwesenden gar kein Urteilsrecht zugestehen würde, meine ich hier aber: diese Allee könnte schon etwas Kosmetik vertragen, und wo Bäume schlicht kaputt sind, müssen neue hin. “Des is so!”

Zwei Fragen stellen sich mir aber, die sicher auch manchen Romenthal-Allee-Bewahrer umtreiben dürften: 1. Die Baumschäden durch Bagger-Arbeiten etwa in Abwassergräben sind nicht so einfach hinnehmbar! Wer ist dafür verantwortlich? Mit welchen Konsequenzen?; 2. Es stellt sich wieder einmal die Frage, ob Debatten und Beschlüsse im Gemeinderat optimal vorbereitet werden: Sind die Gemeinderäte umfassend und richtig informiert und steht ihnen genug (Bedenk)zeit zur Verfügung, weitreichende Beschlüsse fassen zu können? Sind “Betroffene” ausreichend einbezogen und informiert worden?

Kommentare

1 Kommentar zu “Was der Aufreger Romenthal-Allee zeigt”

  1. stef on Dezember 14th, 2009 10:16

    Wieso endet der Film als es interessant wird?

 

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