Für einiges behördliches Zähneknirschen wird wohl jüngst der heimliche Schilfschneider von Diessen gesorgt haben, der mit seiner Nacht-und-Nebel-Aktion ungesehene Perspektiven eröffnet hatte. Politisch korrekt wäre von einer Freveltat zu sprechen: Böse, böse, böse!

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Doch nun ist einmal eine Bresche geschlagen und dem staunenden Volk eröffnet sich ein Blick auf den See, der bislang nur zu erheischen war, wenn man halsbrecherisch auf der Bankrückenlehne umherturnte; ein Blick, der mit einem 80.000-EUR-Seepodest im Gemeinderat angedacht worden ist, um mit diesem Bauwerk das Schilf unberührt zu lassen.

In Gesprächen zu diesem Thema hat sich Entrüstung über die ungeheuerliche Freveltat in Grenzen gehalten (Ihr seid ja schlimme Finger!). Viel öfter wird der Sinn hinterfragt, ein teures Seh-Podest zu bauen, anstatt – zumindest vor den Bänken – das Schilf zu kürzen.

Wie seht Ihr das, liebe MOOSBLOGGER-Leser? Bitte mit abstimmen!


Ein schönes, bewegendes Benefizkonzert für die Erdbebenopfer in Haiti ist gerade zu Ende gegangen. Im Diessener Marienmünster boten Solisten, Musikantengruppen und Chöre aus unserem Luftkurörtchen ein zweistündiges Konzert der Extraklasse. Den Initiatoren, Organisatoren herzliche Gratulation! Ein Dankeschön und Kompliment allen Mitwirkenden: Franz Günthner (Orgel), Kammerchor Dießen, Ensemble Schleierhaft, Münsterchor, Bläsergruppe Dießen, Johannes Bauer (Gitarre, Musikschule Dießen), Münsterspatzen und Young Voices / Solistin: Regina Demel, Martin Jung (Flöte, Musikschule Dießen).

Zum Abschluss sangen die beteiligten Chöre gemeinsam “Wenn Du die Nacht zur Erde senkst” von T. Tallis.

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Hervorragend waren auch die Texte zwischen den einzelnen Blöcken, geschrieben von Helmut Görlach, gesprochen von Sw. Carolina und Peter Weiß. Eindringlich schilderten sie die Geschichte eines von Spaniern, Franzosen, Amerikanern und einer haitianischen Oberschicht geschundenen Landes.

Wohl knapp 200 Gäste haben dieses wunderschöne Konzert erlebt. Nun wünsche ich den Initiatoren von “Dießen hilft Haiti”, dass mit dieser und anderen Aktionen viel Geld zusammen kommt, damit diesem armen Land in der Karibik geholfen werden kann.

Wer das Konzert verpasst hat, aber dennoch helfen will, kann Geld auf das Spendenkonto SPARKASSE LANDSBERG-DIESSEN, GEMEINDE DIESSEN, BLZ 70052060, KTO.NR. 110 106, Stichwort: DIESSEN HILFT HAITI überweisen.

Morgen, Samstagabend, wird Diessen im prächtigen Marienmünster mit einem großen Benefizkonzert hoffentlich sehr viel Geld für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Haiti sammeln. 18.00 Uhr beginnt das Programm “Diessen hilft Haiti”, für das 14 musikalische Darbietungen heimischer Künstler und Chöre angekündigt sind.

Bitte hingehen und großzügig spenden!!

Noch bis zum 12. April können sich Leute mit Interesse (Zeit und Nerven) den Entwurf des Flächennutzungsplanes ansehen und “Anregungen und Bedenken zu dem Vorentwurf schriftlich oder zur Niederschrift vorbringen”. Das Dokument ist auch online verfügbar.

Daraus die heutige Zahl des Tages: “Von den 2.729 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, die in Dießen wohnen, sind der weitaus größte Teil, nämlich 1.999 Personen Auspendler. 27% der Dießner hatten ihren Arbeitsplatz in der Gemeinde, von den auspendelnden Beschäftigten, pendeln ca. 21% nach München.”

Der Planentwurf zieht daraus leider keine eindeutigen Schlüsse in Form von Entwicklungszielen, wie etwa “Reduzieren der Auspendlerzahl um 25 Prozent”. Wäre es nicht sinnvoll, der Gemeinderat würde aus der “Zahl des Tages” mal mehrheitlich solche Schlussfolgerungen zu ziehen, mit denen sich zielstrebig Arbeitsplätze auf den dazu vorgesehenen Flächen im Luftkurörtchen schaffen lassen?

Es gab einmal eine Alzheimer-Partei, die Regensburger Bürger als satirische Antwort auf gebrochene, pardon “in Vergessenheit geratene”, Wahlversprechen gegründet hatten.

Es muss ja nicht gleich die Neu-Gründung einer 9. Gemeinderats-Gruppierung (”Alz-Liste”) sein, vielleicht ist es ganz heilsam, wenn wir uns immer mal wieder an Versprechungen und Programme aus den Kommunalwahlkampfzeiten anno 2008 erinnern. Da ist das fiese Internetz ein verdammt gutes Hilfszeug. Geben wir z.B. in der MOOSBLOGGER-Suche den Begriff “Elefantenrunde” ein, können wir noch einmal die ausführlichen Berichte zur Talk-Runde der Spitzenkandidaten vom 16. Februar zu den Gemeinderatswahlen 2008 nachlesen.

Die Statements der – später sogar gewählten – Kandidaten zum Thema Gewerbegebiet Romenthal und wirtschaftliche Entwicklung etwa tönten herzerfrischend: Im Romenthal sollte Gewerbe angesiedelt werden, das (”steuerpflichtige”) Arbeitsplätze und Lehrstellen schafft. Ja, es ist viel im “Blauen Haus”, wie auch in anderen Wahlkampfveranstaltungen, geredet und angekündigt worden. Wo stehen wir aber heute mit diesen hehren Vorsätzen? Wird Romenthal wirklich zum Hort der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Ortes entwickelt?? Welchen Kurs steuert in dieser Frage (”mehrheitlich”) der Gemeinderat und unser Bürgermeister???

Hattet Ihr gestern auch diese grüne Postwurfsendung im Briefkasten? Ja, den Zettel “Bundeswehrkleidung”. Das Kommen eines Verkaufsbusses mit “Original BW” Klamotten und Utensilien wird da angekündigt. Der soll am morgigen Mittwochnachmittag auch auf dem Parplatz am Dießener Bahnhof Station machen.

Aus dem Angebot sticht der Punkt “Unterwäsche und Socken” heraus; die gibts laut Flyer auch “gebraucht”.

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