Das war ein guter Start! Gestern abend haben erstmals 11 Freiberufler bzw. Selbständige aus dem Luftkurörtchen ihre Köpfe zusammengesteckt und eine Idee gesponnen: Sie wollen raus aus ihren zu lauschigen “Home-Offices”, sie wollen wieder unter Leute; am liebsten unter Leute ihres Schlages: Kreative, Denker, … Unternehmer. So diskutierten Computer-Spezialisten, Filmemacher und Fotografen, Coaches, Lektoren, PR-Fachleute einen gemeinsamen Traum: Sie wollen künftig als pure Individualisten gemeinschaftlich in Diessen arbeiten. Ein “Handwerkerhaus für Denker” nach dem Vorbild des Berliner Betahauses ist ihr Ziel.

“Geht nicht” gibt es für sie nicht, das fand ich gestern am besten. Natürlich sind eine Unmenge Fragen zu beantworten, aber die scheinen die klugen Köpfe eher anzustacheln als auszubremsen! Jetzt soll ein Konzept erstellt werden, mit dem weitere Mitmacher gewonnen werden sollen. Ich bin zuversichtlich, dass sich die “Gründer-Runde” sehr schnell deutlich vergrößern wird. Selbst die archaischen Orts- und Ufergrenzen sind den Initiatoren schnuppe. Wer Lust am DenkerHaus hat, auch aus den Nachbarorten, kann sich bei mir melden.

Der MOOSBLOGGER begleitet das Projekt. Ich habe dazu eine neue Kategorie “DenkerHaus Projekt” angelegt, in dem alle Beiträge zu diesem Thema zu finden sein werden.

“Recht herzlich” sind alle Bürger zu den Ortsversammlungen der Ortsteile bzw. zur “Bürgerversammlung für den gesamten Gemeindebereich” laut amtlicher “Bekanntmachung” eingeladen. Der Markt Dießen a.Ammersee hatte dazu folgende Termine “festgesetzt”:

  • Ortsversammlung für den Gemeindeteil Dettenschwang: Dienstag, 03. März 2009, 20.00 Uhr im Gasthof “Stangl” in Dettenschwang
  • Ortsversammlung für den Gemeindeteil Obermühlhausen: Mittwoch, 04. März 2009, 20.00 Uhr im Gasthof „Alter Wirt“ in Obermühlhausen
  • Ortsversammlung für den Gemeindeteil Dettenhofen: Donnerstag, 05. März 2009, 20.00 Uhr im Schützenheim in Dettenhofen
  • Ortsversammlung für den Gemeindeteil Rieden a. Ammersee: Dienstag, 10. März 2009, 20.00 Uhr im „Kramerhof“ in Riederau
  • Bürgerversammlung für den gesamten Gemeindebereich: Donnerstag, 12. März 2009, 20.00 Uhr im Gasthof „Am Kirchsteig“ in Dießen

In der einladenden Bekanntmachung heißt es weiter: “Anträge zur Bürgerversammlung und zu den Ortsversammlungen sind schriftlich, spätestens eine Woche vor der jeweiligen Versammlung, beim Markt Dießen einzureichen.” – Also, nicht verpassen!!

Welche “extravaganten” Ideen haben sich unsere Tourismusverbandsexperten für die nächsten Wochen einfallen lassen?

Unsere englische Partnerregion, der Lake District, rüstet sich wieder zum alljährlichen Ostereier-Suchen, dem “Great Peter Rabbit Easter Egg Hunt”,  in einem 2.600 Quadratmeilen umfassenden Gebiet. Dort werden im April (den Startschuss feuert Peter Rabbit am 8. April in Bowness höchstpersönlich ab) 100 speziell gestaltete Ostereier “versteckt”; in diesem Jahr sind die Eggs dem 100. Geburtstag der “Flopsy Bunnies” aus dem gleichnamigen Märchen von Beatrix Potter gewidmet. (Als Audio-Story hier im Web zu finden, anzuhören bzw. downzuloaden.)

Wie die “Westmorland Gazette” ankündigt, sollen die weitläufig versteckten Ostereier familienfreundlich zugänglich sein, die stolzen Finder finden im “gepellten” Ei Anleitungen, denen sie dann in einem speziell eingerichteten Bereich der Tourismusverbands-Website folgen sollen.  Zu jedem der 100 versteckten Eier gehört ein Preis; kostbarer Hauptgewinn wird ein Familien-Wochenaufenthalt im Vier-Sterne-Hotel direkt am Lake Windermere sein.

Die Tourismusprofis verfolgen mit ihrem alljährlichen Oster-Event klare Ziele: Die gesamte Region soll in den Osterferien vor allem Familien erschlossen werden.

Gefällt mir, diese Idee!

(P.S.: Wer mehr Neuigkeiten aus dem Lake District lesen will, und das in einer sehr schön gestalteten Papierzeitung, kann das im Diessener KultCafé tun. Hier steht die Zeitung Interessenten kostenlos zur Verfügung; die Abo-Gebühren bezahlt der Freundeskreis Ammersee-Windermere e.V.)

Heute habe ich das Betahaus am Moritzplatz hier in Berlin besucht. Ein Bericht:

An der Eingangstür, im Innenhof einer Druckerei aus den 20er Jahren, hängt ein kleines Schild mit ein paar Logos und Namen, darüber steht Betahaus. Der wunderliche Name ist bei der Suche nach einem Logo entstanden, da der Buchstabe Beta aussähe wie ein leeres Gebäude, erklärt Christoph Fahle, Mitbegründer der ersten Stunde. Eine leere Hülle, die nur darauf wartet gefüllt zu werden. Eine willkommene alternative Bedeutung des Beta war die der Betaversion, zum Beispiel in der Internetentwicklung. Christoph zeigt lachend auf seine bisherigen Untermieter und sagt, dass das die Alphas sind. Die Betas sollen in ein paar Monaten folgen, wenn die Umbauarbeiten erledigt sind.

Geplant ist unter anderem ein Café und ein weiterer Arbeitsraum im Erdgeschoss. Wegen der großen Nachfrage mussten die Pläne jetzt schon erweitert werden. 44 Leute stehen im Augenblick auf der Warteliste und jeden Tag kommen neue Interessenten. „Wir haben ein grundliegendes Bedürfnis unserer Zeit getroffen.“ meint Christoph Fahle. „Man will sich nicht immer gleich ein Büro mieten“ und meistens braucht man einfach nur eine nette Atmosphäre zum Arbeiten, Internet und einen Drucker. Alles das gibt es im Betahaus.Für 100 Euro gibt es einen Schreibtisch mit Strom und Internet, in der Ecke eine kleine Kaffeeküche und Chilloutarea. Die sechs Begründer und Leiter des Projekts legen viel Wert auf die Atmosphäre. Es soll sich alles richtig anfühlen und man muss gerne hierher kommen.

Regeln wurden im Betahaus bisher noch keine gebraucht. “Naja, wir haben jetzt einen Putzplan für die Küche erstellt. Und es herrscht das Einvernehmen rücksichtsvoll leise zu sein” Vor Allem sei aber die Einbeziehung der Nutzer wichtig. „Nicht den Chef spielen, eher als Moderator.“ rät Christoph.  Jeder kann sich in den Prozess einbringen. „Deshalb ist man ja schließlich Freiberufler, weil man keinen Chef will.“ Doch ein harter Kern kümmert sich um den Aufbau und auch die Finanzierung des Projekts. Dabei haben die sechs zusammengelegt, aber für die weitere Finanzierung ist der Gang zur Bank unausweichlich. Das meiste der Einrichtung ist Secondhand und Überflüssiges von zu Hause, ganz im Berliner Improvisationsstill, wie Christoph meint. Das Gebäude selbst gehört einem großen Immobilienunternehmen. Da hat man bei der Suche nach dem Gebäude bei der PR-Abteilung angerufen und die Batahausgünder konnten die entsprechenden Leute vom Projekt überzeugt, aber hier und da kommt es noch zu Ungereimtheiten zwischen Großunternehmen und den frisch ausstudierten Projektleitern.

Unkomplizierter läuft es da mit der Öffentlichkeitsarbeit. „Wir haben nie eine Pressemitteilung rausgegeben und das werden wir, denke ich, auch nie.“ erzählt Christoph. Die Verbreitung des Betahauses sei vor allem über den Blog und die Onlineforen Facebook und Twitter gelaufen. Das Interesse der Medien an dem Projekt ist groß. „Mit unserer Existenzgründung ermöglichen wir anderen auch die Existenzgründung“ dieses Konzept verbreitet sich schon jetzt und interessanter Weise, weiter um den Moritzplatz. Aber auch nationale und internationale Zusammenarbeit wird angestrebt, evtl ein Haus in Barcelona oder Lissabon. So könnte man nicht nur Erfahrungen austauschen sondern auch Arbeitsplätze: Auf Geschäftsreise in‘s nächste Betahaus, während der eigene Platz zu Hause auch untervermietet wird. Eine Zusammenarbeit mit Diessen ist für die Berliner auch interessant, denn immerhin gilt bei uns: Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen.

Postfächer Bei der Arbeit Untermieter 3.OGRegelwerk

Zurück von einer erfolgreichen Geschäftsreise (per Bahn) in die Ostsee-Metropole Rostock, wo man mit dem heißgeliebten FC Hansa im Eilts-Tempo Kurs auf Liga 3 genommen hat, freue ich mich hier im Luftkurörtchen mit der Idee eines Gemeinschaftsbüros für Freiberufler/Selbständige nun weitermachen zu können. Ich hatte es geahnt und gehofft, bin aber dennoch von der Resonanz überrascht: Es haben sich inzwischen viel mehr Interessenten bei mir und im MOOSBLOGGER gemeldet als ich erwartet hatte, auch im Ammersee-Forum bei XING gab es erstes positives Feedback. Es geht also weiter!

Bevor zu einer “Vollversammlung” der Interessenten gerufen wird, müssen zunächst noch ein paar grundsätzliche Fragen ausgesponnen und Mitstreiter gefunden, im Web und in der “Realwelt” weiter recherchiert werden.

Also: Das Thema ist heiß. Demnächst mehr dazu. Natürlich im MOOSBLOGGER, der etwas anderen “Pflichtlektüre”… ;-)

Ringkampf in langen weißen “Unterhosen” auf der grünen Wiese, das ist eine von mehreren extraordinären Sportdisziplinen, die bei den traditionsreichen “Grasmere Sports and Show“, unweit unserer nordwestenglischen Partnerstadt geboten wird. Dieses Filmchen macht wirklich Lust auf einen Besuch:

Am 30. August 2009 ist es wieder, wohl zum 157. Mal (!), soweit. Neben dem Cumberland Wrestling gibt es die spekatkulären Berg-Wettrennen von Mensch und Hund, Hundeshows, Radrennen, Brass Bands und und und… Der Freundeskreis Ammersee-Windermere e.V. will mit seinen Mitgliedern und Interessenten eine Reise zu diesem Spekatkel auf der bevorstehenden Mitgliederversammlung beraten. Am kommenden Donnerstag (19. Februar) treffen sich die Englandfans der Ammersee-Region um 20.00 Uhr im “Wirtshaus am Kirchsteig“. Gäste sind dort immer willkommen!

(Aktualisiert am 19.02.2009: Das Youtube-Video ist leider deaktiviert worden. Einen schönen Film zum traditionellen Grasmere-Sports-Event findet man aber hier – klicken!)

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