Jan
31
Wenn Ehrenamtliche Hauptamliches stemmen
abgelegt von Hannes Sander in Diessen | kommentieren
Diessens Tourismus-Info habe sich bewährt. Das war eine Botschaft der diesjährigen Generalversammlung des Verschönerungs- und Fremdenverkehrsvereins Dießen e.V.. Die Gästezahlen seien um 1,5% gestiegen, die Verweildauer gar auf überdurchschnittliche 5,6 Tage, konnte man im LT lesen.
Das Luftkurörtchen also auf dem bestem Wege?
Zur Erinnerung: Der damalige Marktgemeinderat hatte 2004 auf dem Spartrip die Schließung der Tourismus-Info beschlossen; aufgrüttelt von dieser Radikalkur hatte sich zunächst ein privater Unternehmer mit kleinem Geschäft und Café bereit erklärt, die Tourismus-Info weiterzuführen. Nach Knatsch und Crash stand Diessen aber rasch wieder ohne da, so dass sich private Vermieter und Gewerbetreibende endlich zusammensetzten und mit der Vereinslösung das Weiter-/Wieder-auf-Leben der Tourismus-Info sicherten. Maßgeblich hat dazu die damals ins Leben gerufene und heute noch laufende Kampagne des Diessener Gewerbeverbandes “Dießen – erleben und genießen” beigetragen, deren Erlöse der Tourismus-Info zugute kommen. Wer mal über die Anfänge nachlesen mag, kann das hier im Moosblogger tun.
Was einst als Überbrückung dankbar angenommen wurde, ist inzwischen selbstverständlich geworden: die Gelder aus der Kampagne genauso wie das gewaltige, ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen in der Tourismus-Info. Die leisten heute, was früher hauptamtlich getan wurde. Von der diesjährigen Hauptversammlung des Verschönerungs- und Fremdenverkehrsvereins wird berichtet, den Ehrenamtlichen werde eine einmalige Aufwandsentschädigung von 300 EUR pro Jahr gezahlt.
Womit ich wieder bei einem wichtigen wie brisanten Thema wäre: Was soll Ehrenamt leisten, was “Hauptamt”? Wo sind die Grenzen? Ob Tourismusbüro, Bewirtungen, Cateringservice bis hin zur Landschaftsgärtnerei usw. usf.: Aufgaben landen bei engagierten Bürgern, die als vollwertige Jobs behandelt und bezahlt gehören. – Wie sehen das die MOOSBLOGGER-Leser?
Jan
31
Wer ist zuständig für diese “Gehbahn”?
abgelegt von Hannes Sander in Diessen | kommentieren
Die “Räum- und Streupflicht im Winter” ist seit Wochen die Spitzennews unter “Aktuelles” bei www.diessen.de. Im arteigenen Behördenstil soll dort verlautbart werden: “Bürger, räumt vor und hinter Euren Hütten gefälligst die ‘Gehbahnen’!”
“… Im öffentlichen Interesse und um Rechtsunklarheiten zu beseitigen wird darauf hingewiesen, dass die nach der bestehenden Verordnung des Marktes Dießen a. Ammersee über die Sicherung des Verkehrs auf Gehbahnen zuständigen Sicherungspflichtigen (Vorder- und Hinterlieger), die an ihre Grundstücke angrenzenden Gehbahnen bei Schnee, Schneeglätte oder Glatteis unaufgefordert und auf eigene Kosten an Werktagen ab 7 Uhr und an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen ab 8 Uhr in sicherem Zustand zu halten haben. … Dazu sind insbesondere die Bürgersteige bzw. eine Gehbahn am Straßenrand in einer Mindestbreite von 1 m von Schnee und Eis freizumachen und bei Schneeglätte oder Glatteis mit geeigneten abstumpfenden Stoffen (z. B. Sand, Splitt), nicht jedoch mit ätzenden Stoffen (z. B. Streusalz) ausreichend zu bestreuen. …. Die Verordnung bezieht sich auf das gesamte Gemeindegebiet des Marktes Dießen a. Ammersee inklusive der Ortsteile Dettenschwang, Dettenhofen, Obermühlhausen und Rieden a. Ammersee. …”
Was ist mit jenen “Gehbanhen”, die ohne “Vorder- und Hinterliger” (was für eine Wortkreation!), abseits also wichtigen Anschluss herstellen, z.B. zu Eisenbahnhaltepunkten? Mein derzeitiges Lieblingsthema ist bekanntlich der scheinbar “vergessene” Eisenbahnhaltepunkt St. Alban. Den benutze ich gerne und häufig, auch wenn dort mit Dunkelheit – und – gefährlicher Glätte zu rechnen ist. Gestern hätte es mich auf dem eisglatten Weg fast wieder geschmissen. Wer ist zuständig für die “Sicherung des Verkehrs auf dieser Gehbahn”? Wem darf ich im Fall der Fälle meine Arztrechnung schicken?
Jan
28
Spielverderber!
abgelegt von Hannes Sander in Diessen und die weite Welt | 1 Kommentar
Der Jackpot lockt mit 28 Mio. EUR. Das sorgt gerade in diesen Stunden für garantierte fette Einnahmen – bei den Glücksspielbetreibern. “Nur wer mitspielt kann gewinnen” tönt mir noch heute die Werbung der – staatlichen – Lotto-Gesellschaften in den Ohren. Und viele Menschen gewöhnten sich das Mitspielen an. Sehr viele via Internet.
Doch seitdem Glücksspiele im Web in Deutschland verboten worden sind herrscht Unsicherheit, ob man denn noch Services wie tipp24.com nutzen “darf”. (Dabei leben wir im Internet-Zeitalter…) Ich habe kein Verständnis für derartige Verbote.
Darunter leiden nicht nur die privaten Lotto-Anbieter-Firmen, sondern auch die Kunden. Wer etwa in unserem Luftkurörtchen seine illusorische Gewinnchance auf die fetten Jackpötte wahren will, muss sich eigentlich an die Ladenöffnungszeiten der Lotto-Annahme-Stellen von Staates Gnaden halten. Das sind in unserem “Flächenstaat Diessen” nicht nur wieder leidige Wege, sondern auch zeitliche Limitierungen und Vorschriften: z.B. samstags ist ab 12 Uhr Schicht, am Mittwoch schließen bei uns die meisten Geschäfte am Nachmittag. (”Also: Tippen nicht vergessen!” – die Steinzeit lässt grüßen.)
Da flattert mir heute via fieses Internetz eine aktuelle Meldung der BITKOM, Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. mit der Überschrift: “Private Lottoanbieter dürfen nicht benachteiligt werden” in den elektrischen Briefkasten. – Sehr informativ und lesenswert ist diese Meldung! Darin heißt es unter anderem: “Für die Kunden hat das Verbot von Online-Glücksspielen keine Bedeutung, da es nur für Anbieter gilt. Der BITKOM fordert von den Bundesländern, die rechtlich zuständig sind, endlich auf diesen deutschen Sonderweg zu verzichten: ‘Wir sollten uns nicht an ein überkommenes Staatsmonopol klammern’…” – Also: Nach gekipptem, pardon: “nachgebessertem”, Rauchverbot haben wir hier ein weiteres Betätigungsfeld für korrigierfähige Politiker.
Jan
27
Wie machen die das bloß, diese Briten? – Lake District “Bestes UK Urlaubsziel 2008″
abgelegt von Hannes Sander in Blick nach Windermere (UK) | kommentieren
Der Lake District ist das beste Urlaubsziel Großbritanniens!! – Unsere Kollegen von der Chamber of Trade in Windermere freuen sich über eine besondere Auszeichnung. Die Region unserer nordwestenglischen Partnerstadt Windermere, ist bei den “British Travel Awards 2008″ als “Best UK Destination” ausgezeichnet worden. Ein Preis im größten touristischen Wettbewerb Großbritanniens, gewonnen im “Benchmark of Excellence” – da kann man nur gratulieren!
Was macht den Lake District touristisch so erfolgreich? – Vom Diessener Gewerbeverband haben wir uns wiederholt in der Partnerregion umgeschaut und einige Erfolgsfaktoren entdeckt: Da gibt es vor allem EINEN Tourismusverband, der die Kräfte – auch die finanziellen – bündelt und damit kraftvoll die Region vertritt. Die Vernetzung von Hotels, B&Bs, Restaurants, Shops, Museen, Schifffahrt, Eisenbahn usw. ist weit fortgeschritten. Das ist vorbildlich! Es gibt z.B. sehr viel Werbung, vor allem individuelle, die gemeinschaftlich ausgelegt und auch angelegt wird, natürlich auch in den Nachbarorten. Tourismus ist dort als der wichtigste Wirtschaftszweig in der Region anerkannt und gewollt. Mit touristischen Attraktionen – Indoor wie Outdoor, Gutwetter wie Schlechtwetter – bersteht ein breites Angebotsspektrum für die unterschiedlichsten Interessen, …
Jan
26
Meine Jungs haben den ersten Sieg eingefahren!
abgelegt von Hannes Sander in Diessen | kommentieren
Kaum ist man mal nicht da, schon …. geht es – noch – besser
Ich freue mich aber riesig! Gerade habe ich den Spielbericht meiner Fußballer von der G-Jugend gelesen. Die Lütten waren am Samstag bei einem weiteren Hallenturnier (ich musste “meeten”) und haben nun im dritten Turnier-Anlauf ihr allererstes Tor geschossen und auch das erste Spiel gewonnen. Da gratuliere ich dem Team und meinem Coach-Kollegen Philipp Ropers! – Diese und weitere Informationen zum Diessener Jugendfußball findet man übrigens auf der MTV-Jugend-Website http://www.jugend-mtv.de, die 5 Monate nach ihrem Start schon mehr als 10.000 Besucher hatte.
Jan
26
“Sorge um das tägliche Brot”
abgelegt von Hannes Sander in Diessen | 3 Kommentare
Der lokalen Presse ist dieser Tage zu entnehmen, die lokalen Bäcker in unserem Luftkurörtchen sorgen sich um ihr täglich Brot. Anlass zu ihrer Sorge sei die Eröffnung einer Hofpfisterei-Filiale und der angekündigte Start eines weiteren – regionalen – Filialisten im Ortsteil St. Georgen.
Ja, es bleibt nichts wie es ist in unserer Welt, nicht in der großen und auch nicht in der kleinen. Während die einen dem großen “Change” huldigen, machen sich andere so ihre Gedanken um ihre Zukunft. Und das ist gut so.
Mit neuen Wettbewerbern haben sich nicht nur die Bäcker auseinander zu setzen. Supermarktketten im Ort wie in der näheren und ferneren Nachbarschaft, aber auch immer wieder neue Shopping-Center auf der grünen Wiese und Online-Shops treten in Konkurrenz zu unseren Einzelhändlern. Belassen diese alles so, wie sie es schon immer getan haben, dürften die meisten keine großen Überlebenschancen haben.
Die Entscheidung über deren Überleben treffen ihre Kunden: die haben den Euro einmal in der Hand und entscheiden, wo sie diesen ausgeben und daraus ihren besten Nutzen ziehen. Dabei ist der Nutzen sicher vielfältig: ein gutes Produkt, guter Service, gute Preise gehören genauso dazu wie Arbeits- und Ausbildungsplätze im Ort, Sponsoren für das Vereinsleben, Vielfalt und Lebendigkeit im Ort. Diese verschiedenen Nutzenvorteile müssen die heimischen Geschäftsleute ihren Kunden immer wieder bieten und auch mit neuen Ideen und Mitteln deutlich machen.
Ich bin davon überzeugt: Das können sie nur gemeinsam stemmen. Vielleicht sind ja diese aktuellen Sorgen Anlass, unsere Geschäftswelt aufzuwecken. Das Engagement aller Gewerbetreibenden, an deren Spitze sich jetzt vielleicht die Bäcker stellen, ist gefragt. Eine geeignete Plattform gibt es ja im Ort: den Gewerbeverband. Dieser hat in seiner Geschichte mehrfach gezeigt, was im Luftkurörtchen möglich ist. Aber auch hier braucht es viel mehr Mitmacher, als jene Gruppe Unentwegter, die gegenwärtig tapfer die Fahne hoch hält. Ja, es geht um das tägliche Brot – nicht nur der Bäcker.





