mschmidt_westmgazette

Eine richtig schöne – englische – Zeitung kann man seit ein paar Tagen im Diessener Kult.Café durchstöbern. Kostenlos und jede Woche neu: “The Westmorland Gazette” aus unserer englischen Partnerregion. Ich mag das Blatt sehr; very british aufgemacht findet man darin News auch aus der Partnerstadt Windermere. Das Papiermedium lässt sogar mein Web-2.0-Herz höher schlagen, die Gazette hat übrigens auch einen vorbildlichen Web-Auftritt – mit mehr oder weniger unverstümmelten News….  Der neue Vorstand des Freundeskreises Ammersee-Windermere FAW hat also nun, nachdem das wirtschaftliche Ergebnis der 5. Britischen Woche ganz und gar nicht katastrophal ausgefallen ist, einen lang gehegten Wunsch seiner Mitglieder erfüllt und die Zeitung kostenlos einer breiten Öffentlichkeit in Diessen zugänglich gemacht. Gerne hat der Inhaber & Küchenchef des Diessener Kult.Café, Michael Schmidt, das Angebot des FAW angenommen, die Zeitung in seinem Café zu präsentieren. Well done, FAW!!!

Was ist eigentlich davon zu halten, wenn ein 24-Jähriger 6 (sechs) Mio. EUR p.a. für sein berufliches Tun erhält? Bei Spitzenmanagern der Wirtschaft sind derartige Diskussionen ja inzwischen opportun geworden. Wie sieht es da bei weiteren Berufsgruppen aus?

 Wengener Weide am 25.11.2008Wengener Weide am 25.11.2008

… er “fiel” nicht “im frühen Morgenrot”, sondern mittags um eins ist die “Wengener Weide” am gestrigen Dienstag gefällt worden. Montagabend noch hatte Grünen-Gemeinderat Michael Hofmann am Ratstisch für den Erhalt plädiert und dazu den Lied-Titel “Mein Freund der Baum” zitiert. Ziemlich neugierig geworden, um welches Liedgut es sich dabei handelt, bin ich natürlich im “bösen Internetz” fündig geworden:
Es gibt also Dinge, die gehen ganz ganz fix im Luftkurörtchen: Gestern abend noch im Gemeinderat diskutiert und abgestimmt, heute schon war die “Wengener Weide” gefällt, zerlegt und weggeschafft. Ich bin kein Baumexperte, die Fotos der gefällten Weide zeigen den Zustand des Baumes. Nun soll auch nicht an Stelle der kranken Weide ein ”graues Haus” gebaut werden, wie es im zitierten Lied gesungen wird. Ein neuer, großer Baum soll her. Schau’n wir also, wie schnell es mit der Pflanzung gehen wird.

Dass der Lake District zu Recht von Gourmets als “Taste District” bezeichnet wird, kann jedermann beim “Christmas Dinner” am 6. Dezember um 19.30 Uhr selbst im Wortsinne “probieren”. Kenner aus dem Freundeskreis Ammersee-Windermere e.V. haben gemeinsam mit dem „Kramerhof“-Wirt, Ludwig Jehle, aus englischen Kochbüchern ein authentisches Menü zusammengestellt, das allen England-Fans das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Read more

Nun wird sie also rasch fallen, die “Wengener Weide”. Der Gemeinderat hat es gestern abend bei drei Gegenstimmen so beschlossen. Ein Servus-Song, in dem auch die Männer mit den Sägen kommen…

Montagabend kommt 19.30 Uhr der Gemeinderat wieder zusammen. Etwas versteckt unter Punkt 83. “Bekanntgaben und Anfragen” sind auf der Tagesordnung zwei Themen gelistet, die mehr Bedeutung verdienen als ihr “Listenplatz” vermuten lässt. Da wird mit dem Unterpunkt b) die “Verkehrsuntersuchung Ammersee-West” besprochen, und mit dem Unterpunkt d) “Parkleitsystem – weiteres Vorgehen”.

Letzteres Thema ist sicher zügig realisierbar, anders dürfte es mit “83. b)” sein. Die Zahlen der Verkehrsuntersuchung sprechen eine deutliche Sprache: die Kapazität des Marktplatzes etwa sei schon seit 1990 erschöpft, das Verkehrsaufkommen sei aber weiter stetig gestiegen, Belastungszunahmen in der Herrenstraße seien kaum zu verzeichnen, denn der Marktplatz sei über viele Stunden am Tag aus- bzw. überlastet.

Die Suche nach Lösungen wird sicher nicht einfach und könnte auch kontrovers werden. Da ist z.B. die nicht neue Idee von der Ammersse-Westufer-Höhenstraße, die Schondorf, Utting und Riederau sowie auch Diessen umfahren und entlasten könnte. Was unser Gemeindegebiet betrifft, sind in der Verkehrsuntersuchung Entlastungsaussichten von 50% für Riederau errechnet, für Diessens Nord-Süd-Durchgang von 35%, in der Herrenstraße immerhin auch noch von 20%. Diese Werte würden aber in der Johannisstraße und in der Herrenstraße nur erreicht, wenn die Höhenstraße eine Südumfahrung von Diessen einschließen würde. Ob das überhaupt ein Diskussionsthema im Gemeinderat wird? Abzuwägen wäre dabei eine 35- bzw. 20-prozentige Entlastung gegen eine neue Straße im Süden der Marktgemeinde. Tabu sollten Diskussionen zur Verkehrsuntersuchung aber nicht sein; auch nicht darüber, wie bei uns Autoverkehr endlich spürbar vermieden werden kann…

ältere →