Jun
28
Allgäu Airport – ein neue Variante
abgelegt von Hannes Sander in Diessen und die weite Welt | 1 Kommentar
Heute ist er also gestartet: der neue Regionalflughafen “Allgäu Airport“, der ehemalige Militärflugplatz Memminger Berg. Manche hoffen auf eine wirtschaftliche Belebung der Region durch ihn, manche lehnen ihn einfach nur als überflüssig ab. Ich gestehe: Mich macht er neugierig. Von Diessen zum Allgäu Airport brauche ich auf der A96 (wenn die doch endlich fertig ausgebaut wäre!) mit dem Auto bis zur Ausfahrt Memmingen Ost wahrscheinlich auch nicht viel länger als nach MUC. Dort bietet TUIfly preiswerte Flüge vor allem in zurzeit fünf Urlaubszentren Europas an. Zwar wird der neue Flughafen auch schon als Ausgangspunkt für Geschäftsreisen angepriesen, doch mit Berlin-Tegel und Hamburg hält sich das innerdeutsche Angebot noch in Grenzen. Immerhin sind die veröffentlichten Parkgebühren schon jetzt einen Vergleich mit München wert: 5 EUR für 24 Stunden - mehr braucht man ja nicht für einen Flug zu einem Geschäftstermin – kann sich sehen lassen. Kurzurlauber zahlen für bis zu 8 Tagen auch nur 15 EUR. - Ein Test ist also schon bald angesagt. Dann gibt es mehr zum neuen Allgäu Airport.
Jun
27
Noch ein Versuch mit den Pflastersteinen
abgelegt von Hannes Sander in Wahlen 2008 in Diessen | 1 Kommentar
Ein Wimpernschlagfinale hat sich unser Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Montag geliefert: 10:9 für die stolzen Gewinner! Wer hätte gedacht, dass es hier so hoch hergehen könnte – zu einem ”steintrockenen” Thema? – Es ging, wie heute die Heimatzeitung “Landsberger Tagblatt” berichtet, um das heiße Pflaster vor der Josefskapelle in Diessens Hauptverkehrsader, der Prinz-Ludwig-Straße. Seit gut fünf Jahren wird an 25 ehrgeizigen Metern Hauptstraße herumgedoktert, weil’s scheh sein sollte, aber die Steinklötze partout nicht in Wunschreih- und -glied liegen bleiben. Nun wurde also der dritte Sanierungsritt beraten und dabei ging es entweder um einen weiteren Versuch der Pflastersteinverlegung – aber diesmal auf einem Betonuntergrund und mit Fischschuppenmuster - für geschätzte 25.000 EUR oder die Asphaltierung des problematischen Stücks zu 10.000 EUR. Mit zehn Stimmen von CSU, Grünen und UBV wurde den Pflastersteinen erneut das Vertrauen ausgesprochen. – Da fällt mir die diesjährige Bürgerversammlung vom 22. März ein, als das Thema Pflastersteine vor der Josefskapelle im Beisein der meisten Gemeinderäte eine Rolle gespielt hatte. Dabei war nicht nur die Lärmbelästigung für die Anwohner durch den Belag kritisiert worden. Es wurden auch die Schwierigkeiten von älteren Leuten mit rollenden Gehhilfen sowie von Eltern mit kleinrädrigen Kinderwagen bei der Straßenüberquerung geschildert.
Jun
26
“AmmerLechTaler” startet am 30. Juni
abgelegt von Hannes Sander in So eine Wirtschaft in Diessen | 1 Kommentar
Am 30. Juni wird auf dem Uttinger Wochenmarkt von 9 bis 12 Uhr die Regionalwährung “AmmerLechTaler” – ein neues regionales Tauschmittel nach dem Vorbild des erfolgreichen “Chiemgauers” – vorgestellt und gestartet. Am Abend findet dann ab 18 Uhr aus diesem Anlass in Finning in der Galerie Goggolorie ein “Fest der Regionen” statt. Der “AmmerLechTaler e.V., Verein zur Förderung von regionalem, nachhaltigem Wirtschaften” lädt dazu ein.
Dieser Verein stellt Interessenten Infomaterial zur Verfügung. Er sucht zurzeit vor allem Gewerbetreibende als künftige Annahmestellen für den AmmerLechTaler sowie Spender für die Anfangskosten etwa zum Druck der so genannten Wertgutscheine. Ansprechpartner sind: Ursula Oberndörfer, Utting, Tel. 08806 9465, mailto:U.Oberndoerfer@gmx.de; Peter M. Scholz, Finning, Tel. 08806 2537, mailto:webmaster@goggolori.com.
Wie funktioniert der AmmerLech-Taler?
In Diskussionen zum AmmerLechTaler, die im hiesigen Gewerbeverband seit einigen Jahren immer wieder geführt worden sind, hatten sich die Diessener Geschäftsleute bisher bei diesem Thema eher skeptisch zurückgehalten. - Vielleicht bekommt diese interessante Initiative mit ihrem tatsächlichen Start nun den verdienten neuen Schwung!
Jun
22
Weiterer AGENDA-Arbeitskreis hört auf
abgelegt von Hannes Sander in Wahlen 2008 in Diessen | 1 Kommentar
Der Diessener AGENDA-Arbeitskreis “Natur und Landschaft” hört auf, Sprecher Peter Schams hat seinen Rücktritt angekündigt. Der unter der Federführung dieses Arbeitskreises wiederbelebte, erst vor wenigen Tagen mit großer, positiver, öffentlicher Resonanz eröffnete Waldlehrpfad erweist sich damit als “Abschiedsgeschenk”. Ein Stück Bürgerbeteiligung in Diessen geht damit verloren, obschon sich einige Agendianer wohl demnächst in anderen Gremien einbringen werden. Von einstmals vier Agenda-Arbeitskreisen in Diessen verlässt damit der letzte die Bühne. Im Januar hatte der Agenda-Arbeitskreis “Energie, Bauen, Wohnen” seine Arbeit “bis auf weiteres” eingestellt, im November 2005 war der damalige Agenda-Sprecher Peter Ostermeier mit der Kritik zurückgetreten, in der Gemeindepolitik werde zu viel taktiert und zu wenig mit offenen Karten gespielt.
Jun
21
Nehmen wir mal an, ….
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… eine Gemeinde hat in einem ihrer Objekte einen Auftrag zu vergeben; angenommen etwas für die Handwerker Gewohntes, Unproblematisches so um die 35.000 EUR Volumen. Und nehmen wir mal an, mehrere heimische Handwerker reichten dafür ihre Angebote ein.
Angenommen, in dem Objekt bestünde auf Verwaltungsebene aber eine persönliche Verbindung zu einem mächtigen Hersteller von außerhalb. Dem käme, sagen wir einmal, in seiner Situation das Vorhaben ganz recht und er würde mit seinem Angebot selbst seine eigenen Händler am Platze deutlich unterbieten. Nehmen wir an, die Gemeinde vergäbe daraufhin, natürlich notgedrungen und korrekt, ihren Auftrag an den billigen Auswärtigen.
Nehmen wir mal an, die so unterlegenen, heimischen Betriebe würden später wieder einmal auf Lehrstellen, Praktika und Arbeitsplätze am Ort angesprochen oder um Spenden für Sport und Kultur gebeten. – Und angenommen, sie existierten dann noch; wie würde deren Vergabe ausfallen? Übernähmen das künftig vielleicht auch Direkt-Anbieter? …
Jun
20
Was ist deutsch?
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Wie sind eigentlich wir Deutschen? – Mit Aufführungen am Montag und Dienstag setzte der Grundkurs Dramatisch Gestalten des Weilheimer Gymnasiums auch in diesem Jahr die kreative Auseinandersetzung mit Nationalismus und Intoleranz fort. Im vergangenen Jahr hatte Brechts “Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui” auf dem Programm gestanden, heuer kam eine eigene Collage “Was ist deutsch?” zur Aufführung. Eingeleitet mit dem Song “Mutti, was ist Vater-Land?” erlebten die Zuschauer im sehr gut gefüllten neuen Theatersaal des Gymnasiums ein schwindelerregendes Wechselbad der Gefühle; von der ollen Kamelle über beste deutsche Klassik bis zum bedrohlich krakelten “Fangesang” spannten die Künstler ihren Bogen immer wieder bis an die Schmerzgrenze. Leicht machten sie es ihrem Publikum nicht, selbst die hämmernde Beteuerung “Ich bin keiner von denen…” entließ niemanden wirklich in eine Gutmenschenwelt. Dargeboten wurde das Stück bewährt professionell, auch 2007 sah man großartige Talente auf der Schülerbühne, die sich mit erkennbarem Spaß und Ernst, Eifer und Fleiß (eine Reihe von ihnen parallel zu ihren Abiturprüfungen) sehr glaubwürdig mit einem topaktuellen Thema auseinandergesetzt haben.





