Als das Landsberger Tagblatt am Samstag “‘Drei Rosen’ und ‘kultcafé’ sind zu” meldete, überließ es die Ursachenforschung für das neuerliche Aus dieser beiden Pachtgaststätten den Verpächtern. So wurde Jürgen Bahls vom “Blauen Haus”, dem Home of kultcafé, mit: “Die Gastronomieszene hat es nicht einfach”, zitiert. Er merkte treffend an, dass auch immer wieder Geschäfte zugemacht würden. Es sei wenig los in Diessen, ist von ihm außerdem zu lesen und dann das: Den größeren Zusammenhang betrachtend rege Bahls an, sich generell zu fragen, wie sich der Ort entwickeln soll. Diessen habe Potenzial, was nicht genutzt werde.  Am Ende dieses Zitat: “Ich habe inzwischen ganz starke Bedenken, dass sich Dießen zurückentwickelt.”

Das sind seit Jahren auch MOOSBLOGGER-Themen!

Ja, die Gastronomie- und die Einzelhandelsszene, hat es, wie woanders auch, nicht einfach. Wo fängt man bei der Ursachenbenennung an?:

  • Bei den zu zahlenden Pachten vielleicht?
  • Beim mit über 40 Lokalen im Gemeindegebiet satten Markt?
  • Bei Geiz-ist-geil-Kunden, von denen viele immer erst bei Hiobsbotschaften über schließende Lokale und Läden ihr Herz für unsere örtlichen Betriebe entdecken?
  • Bei den saisonal bedingt extrem schwankenden Auswärtsgästezahlen, einschließlich einer tödlich langen, nebensaisonalen Durststrecke?
  • Bei der gemeindlichen Wirtschaftsförderung, einschließlich Gewerbesteuer?

Auch, wenn diese Liste unvollständig ist zeigt sich: die Einflüsse sind vielfältig. An ihnen lässt sich sicher recht und schlecht herumdoktern. Im Sinne einer gründlichen Heilung, oder besser einer nachhaltigen Prophylaxe, ist eine gründliche, alle Aspekte einschließende Anamnese & Therapie angesagt. Als Basis für einen Heilungsplan brauchen wir einen Konsens, “wie sich der Ort entwickeln soll”. Da stimme ich Jürgen Bahls völlig zu.

Wenn wir Diessener wollen, dass unsere Gastronomie und unser Einzelhandel in seiner Vielfalt erhalten bleibt, müssen wir für ein “Wir-in-Diessen-Gefühl” sorgen und dafür, dass auswärtige Gäste zu uns kommen, sich bei uns wohlfühlen – das ganze Jahr über!

Wo also wollen wir hin mit unserem Luftkurörtchen??

Bei allem vorhandenen Nachholbedarf sehe ich aber keine allgemeine “Zurückentwicklung” der Marktgemeinde. Gerade erlebe und wertschätze ich den Mühlstraßenumbau und freue mich über einen endlich aufblühenden altehrwürdigen Bahnhof.

Wir leben glücklicherweise in einer putzmunteren, innovativen, meist ehrenamtlich anpackenden Gemeinschaft. Die wird doch wohl auch noch einen Konsens erarbeiten, wohin sich Diessen entwickeln soll! Das vom Gemeinderat beschlossene Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) wird dafür hoffentlich die lange vermisste Gehhilfe sein. Es sollte deshalb rasch auf die Beine gestellt werden.

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Kommentare

41 Kommentare zu “Zwei Wirte gehen – Wohin geht Diessen?”

  1. Eisenkolb Gerhard on März 10th, 2015 13:50

    Das mit 3 Rosen tut mir besonders weh.
    Vor allem wenn hier nichts nachkommt.
    Mein Großvater hatte mich dort immer zum Getränke holen geschickt. Damals holte man sein Bier und sein Kracherl noch beim Wirt.
    Dass Diessen als Luftkurort sich nicht um Ganzjahrestourismus bemüht ist gastronomisch natürlich von großem Nachteil. Schon alleine die Verweigerung der Ganzjahresschiffahrt sagt alles.
    Was aber soll der Umbau der Mühlstrasse und des Bahnhofes so wie erfolgt touristisch bringen?
    Nichts halbes und nichts ganzes ist der Umbau. Nur weniger Parkplätze aber trotzdem keine “Kurzone”! Eine Post im Bahnhof aber dafür keine touristischen Attraktionen.
    Diese Umbauten bringen eine Weiterentwicklung für das Dorf, aber nicht für den Tourismus.
    Touristisch hätte man das Geld hier eher in Kunsteislaufbahn und Ganzjahres(frei)bad stecken sollen!
    Und natürlich spielen die Pachten eine Rolle:
    Nachdem viele Eigentümer sich hier selber zu fein sind werden Lokale und Hotels verpachtet zu Preisen von denen die Verpächter sehr gut auch ohne zu arbeiten leben könnten. Nur die Pächter können das bei den Preisen nicht:
    Denn die Höhe der Pacht entspricht lustigerweise in etwa die Höhe der Rendite die man mit so einem Lokal erwirtschaften kann.

  2. -Zap- on März 10th, 2015 14:35

    Wer am vergangenen Sonntag im Ort unterwegs war konnte sich selbst davon überzeugen wie es gebrummt hat. Man bekam zwischenzeitlich das Gefühl es wäre schon Töpfermarkt. :)

    Unterm Strich wirds immer so sein: es gibt welche die könnens einfach und es gibt welche die könnens einfach nicht, ein kleiner Prozentsatz muss ggf. mit Widrigkeiten zurecht kommen die man nicht planen kann (z.B Krankheit). Aber es gibt auch genügend positive Beispiele in Dießen. Gaststätten, Restaurants und Lokale die seit Jahren und Jahrzehnten gut gehen und beliebt sind.

    Klar hilft es allen wenn wir unsere Einheimischen Unternehmer (nicht nur in der Gastro) unterstützen und in einem heimischen Laden anstatt in einem Großmarkt einkaufen. Einen ortsansässigen Handwerker beauftragen, als ein einen Auswärtigen, etc.

    Aber die unternehmerische Fähigkeit des Einzelnen muss natürlich vorhanden sein.

    Da sind wir bei einigen Punkten von oben, zusammenfassend: “An was lags?”

    – falsches Publikum
    – falsches Angebot
    – falsche Preise
    – falsche Qualität
    – zu teuer eingekauft
    – zu billig einkauft
    – zu hohe Nebenkosten
    – falsche Personalplanung
    – falsche Lage
    – falsches Konzept
    – zu viel Konkurrenz
    – zu wenig Konkurrenz
    – zu schlechtes Wetter
    – zu gutes Wetter
    – usw. usw.

  3. Leopold Ploner on März 11th, 2015 10:30

    Ich stimme Dir in vielen Punkten zu, Hannes. Ich muss als Außenstehender aber auch sagen, dass ich nicht den Eindruck habe, Dießen würde generell veröden. Ich sehe eine vielfältige gastronomische Szene und auch einige lokale Initiativen um die wir euch beneiden (z.B. Wochenmarkt, Denkerhaus, Unikat, Gewerkhaus…)

  4. Eisenkolb Gerhard on März 11th, 2015 11:19

    Ich kann mich an einen Artikel erinnern, über das letzte Restaurant das im Maurerhansel betrieben wurde.
    Der Pächter beschrieb hier, dass das Restaurant und sein Konzept hier guten Anklang fand. Doch nach Abzug der nicht unerheblichen Pacht blieb kaum was übrig. Somit ist 3 Rosen bzw. Kultcafe kein Einzelfall.
    Um hier wie ZAP bei der Marktwirtschaft zu bleiben:
    Die Pachtzinsen sind nicht marktgerecht.
    Sie sind vielfach zu hoch. Soviel gibt der Markt eben nicht her.

  5. Marc Schlüpmann on März 11th, 2015 13:10

    Auch hier wieder die Frage, die sich wie ein roter Faden durch die die jüngere Geschichte Dießens zieht und die noch immer nicht beantwortet wurde: Wohin soll sich Dießen entwickeln? Was sind die Ziele? Wenn hier seitens des Rathauses in Zusammenarbeit mit den BürgerInnen einfach nichts unternommen wird, darf man sich nicht wundern.

  6. -Zap- on März 13th, 2015 12:49

    @ Gerhard: Ja, da musste ich schon schlucken als die Summe gehört habe.

    @ Marc: Welche Ideen hast Du dazu? Als Nr. 2 auf der Liste der Grünen hattest Du ja den Anspruch in den Gemeinderat einzuziehen. Wohl auch mit einem Plan. Hat ja jetzt leider nicht geklappt, aber deshalb kann man ja z.B. in seiner Fraktion weiter arbeiten. Oder?

    Vor ca. 4 Wochen war ich in Drei Rosen essen und das Steak war dermaßen köstlich. Eines der besten welches ich jeh verspeisen durfte. Also am Essen lags nicht.

  7. Eisenkolb Gerhard on März 13th, 2015 13:53

    @zap:
    Ja wenn diese Traditionsgastätte und Hotel (über viele Generationen hinweg) keinen Nachfolger finden sollte wäre doch sehr traurig. Ein grosser Verlust für Diessen.
    Das Kultcafe kann ich weniger beurteilen.
    Aber kommunalpolitisch betrachtet würde ein Ganzjahrestourismus(und nicht nur sonntags wie bereits der Fall, siehe Marienmünster) gerade Beherbergungsbetrieben mehr Sicherheit geben. Der Einzelhandel tut sich hier leichter. Gesamtpolitisch wären natürlich Gesetze für Saisonarbeiter wie in der Schweiz für saisionalen Tourismusbetrieb hilfreich. Dies ist aber eine andere Ebene.
    Was kommunal aber getan weren kann:
    Das L u f t kurangebot erhöhen.
    Ganzjahresbademöglichkeit in St. Alban schaffen z.b. mit dem jüngst “erworbenen” Gemeindegrund beim Campingplatz. Kunsteislauffläche im Winter beim MTV schaffen. Tennisplätze mit Hallendach im Winter ausstatten. Ganzjahresschiffahrt forcieren.
    Skilanglauf um die Schatzbergalm ermöglichen. Den Schackypark auch im Winter attraktiv machen etc.

  8. Michael Hofmann on März 13th, 2015 20:19

    @hanes hast du dir eigentlich schon mal das viel zietierte ISEK schon mal durchgelesen?
    für mich ist das eine Ansammlung von unverbindlichen Allgemeinplätzen, durchsetzt mit dem Gender Schwachsinn.Da ist kaum was brauchbares für Dießen dabei.
    Die Mieten bestimmen die Vermieter, oder wer sonst ,wollt ihr Planwirtschaft.

  9. Marc Schlüpmann on März 14th, 2015 10:32

    @zap – Also ich bin nach wie vor als parteiloser bei den Grünen etwas aktiv und lasse mich dort sehen, wenn es meine Zeit zulässt – in der Fraktion kann ich nicht mitarbeiten, da ich ja nicht im GR bin. Aber auch bei dem Grünen OV gibt es ein diversifiziertes Bild zu diesem Thema.

  10. Hannes Sander on März 14th, 2015 11:13

    Auch das “Wengen 28″ stellt – laut eigener brandaktueller Facebook-Nachricht – den Restaurant-Betrieb ein: “Liebe Freunde, Gäste und Bekannte, unsere Wirtschaft ist ab sofort geschlossen. Wir bedanken uns für Ihre Treue! Gerne richten wir in Zukunft weiterhin Ihr Fest, Hochzeit oder Geburtstag für Sie aus. Das Hotel bleibt geöffnet und alle zugesagten Veranstaltungen finden statt!” – Sehr schade! Ein weiterer Mosaikstein….

  11. Eisenkolb Gerhard on März 14th, 2015 11:38

    Wow!
    Setzt jetzt das grosse Wirtshaussterben ein?
    ISEK, so aehnlich wie bei der Kunst am Bau. Alle schreien hurra und keiner weiss eigentlich genau was das konkret bedeutet!
    Was mir als erstes dazu einfällt: Städtebaulich! Diessen weigert sich seit 1000 Jahren wieder eine Stadt zu werden. Diessen will Markt sein! Wozu also ein städtebauliches Entwicklungskonzept?
    @hofmann: der Vermieter bestimmt die Miete, das Gegenteil hat nichts mit Planwirtschaft zu tun. Sondern mit Marktwirtschaft: Im Moment bestimmt das restriktive Angebot den Preis. Wird aber mehr angeboten als nachgefragt, bestimmen die Nachfrager den Preis.
    Aufgabe der Politik muss sein hier ein Gleichgewicht zu schaffen. Denn eine ungelenkte Wirtschaft führt immer automatisch zu Wirtschaftskrisen: Immobilienkrise, Bankenkrise, Ölkrise, Währungskrise etc. Die Liste ist unendlich.

  12. Michael Hofmann on März 14th, 2015 14:43

    welches Gleichgewicht soll die Politik wie schaffen bitte konkret für Dießen, ich lerne gerne

  13. Scholl on März 14th, 2015 17:02

    Wirtschaft “mit Plan” wäre schon nicht ganz so schlecht in manchen Bereichen. Das heisst ja nicht immer sofort Planwirtschaft. Es gibt ja auch soetwas wie Grautöne… nicht nur Schwarz und Weiß/Gut und Böse. So einfach ist diese Welt (leider) nicht. Unregulierter Markt funktioniert ja genauso wenig. Sieht man ja in Dießen – und überall! Man kann sich als Politiker oder GR nicht immer damit rausreden, dass man “nichts steuern kann/darf”, weil der Markt schon alles selbst regelt. Klar, das tut er natürlich, fragt sich nur, ob er es so tut, wie es für die Menschen, den Ort usw. gut ist oder ob man da nicht doch lieber mal eingreifen (= steuern, Verantwortung übernehmen) will. In Dießen ist mit der Immobiliensituation etwas aus dem Ruder gelaufen. In 20 Jahren wird Dießen nur noch aus Sanitärfachhandel (+ Blumenladen für die Klinikpatienten), Baufirmen und zu einem Großteil aus Bank-Filialen sowie billig gebauten und grausig aussehenden, aber teuer vermieteten EFHäusern bestehen. Wahrscheinlich noch ein paar Franchiseketten und das wars. Kann man ja mögen, v.a. wenn Dreiviertel des Gemeindrats in genau dieser Struktur ihr Auskommen hat… Ist aber langfristig nicht zukunftsfähig. Eine Gemeinde funktioniert so nicht auf Dauer. Da bricht dann irgendwann ein ganzes Fundament an “Normalverdienern” und Leuten weg, die hier LEBEN (und nicht nur teuer schlafen und sich für nix interessieren). – Seltsamerweise schaufeln sich eben jene schlauen Einheimischen, die ach so viel Wert darauf legen, dass man ihnen ihren angestammten Platz nicht streitig macht, ihr eigenes bzw. das Grab eines intakten Dorflebens. Und das wars dann mit der “Tradition” und er Gemütlichkeit. Dann übernehmen eben doch die fiesen kapitalstarken Zuagroisten. Mich wundert nur, dass man einerseits auf diese Leute schimpft, ihnen anderseits aber Tür und Tor öffnet für ihr Gehabe. Geld stinkt halt nicht, da ist sich offenbar dann doch jeder Dießener Hauseigentümer (Vermieter, Pächter) der nächste und vermietet lieber teuer als mal drei Minuten nachzudenken, wohin das alles führt. Davon abgesehen, handelt es sich hier auch ganz oft um vererbtes Geld, so dass ich die Haltung gegenüber Leuten, die sich jahrelang abmühen und dann scheitern (was sehr sehr anstregend und schwierig ist), schwierig finde. Wer ein Haus geerbet hat oder hingestellt bekommen hat, sollte sich lieber mal ganz still und durchaus demütig freuen, dass es ihm/ihr so gut geht und nicht auch noch über andere lästern, die dafür arbeiten müssen, Mieten oder Pacht zu erwirtschaften… Alle anderen lästern garantiert nicht, weil sie WISSEN wieviel Mühe es kostet, etwas aufzubauen… Wenn so schöne Wirtschaften am Ort eingehen, ist das schon ein ganz schlimmes Zeichen. Mit lapidaren Ansagen, dass die Wirte ja vielleicht “unfähig” seien, kommt man da nicht weiter. Aber vielleicht findet sich ja ein sowieso schon reicher Pächter, der hier auch noch richtig Profit macht und dafür nicht “zu doof” ist… Und der dann draußen ein Schild hin pappt: “Einlass nur mit goldener Kreditkarte”. Mal schaun, ob die Einheimischen das dann immernoch so lustig finden, wenn ihnen ihr Dorf dann nicht mehr gehört, sondern den Geistern, die sie selbst gerufen haben und leider nicht mehr loswerden.

  14. Michael Hofmann on März 15th, 2015 14:35

    @scholl das ist zum größten Teil richtig.

  15. Eisenkolb Gerhard on März 16th, 2015 11:07

    @hofmann: und welcher teil? Bzw.einfacher welcher nicht?

  16. Michael Hofmann on März 16th, 2015 18:46

    Ich habe mich noch nie rausgeredet. Als GR kann man sehr wohl steuern, man muss nur wollen. Eingreifen ist schwer, man muss ja eine Mehrheit finden. Ich weiß nicht wie Scholl auf Dreiviertel kommt. Das Gehetze zwischen Einheimischen und Zugezogenen ist unnötig. Idioten gibt es überall.

  17. Eisenkolb Gerhard on März 17th, 2015 09:03

    Ich denke die Mietproblematik (hohe Mieten) betrifft eher Einheimische (Mieter) und Einheimische (Vermieter). Also wenn, dann muessten Einheimische gegen Einheimische gehetzt werden.
    Wieviele Einwohner sind Mieter/Vermieter?
    @zap gibts hier Statistiken dazu auf der neuen Homepage? Hier ist meiner Meinung noch ein grosser Nachholbedarf: generell, wieviele gibts wovon? Grundschüler, Hauptschüler, Realschüler etc., Kindergartenkinder, Senioren, Deutsche Staatsbürger, Ausländer, Rentner, Singles, Paare, Familien. Aber auch wieviele leben hier schon seit 2,5,10,20,50 Jahren etc. Ich denke, das Einwohneramt hat diese Erkenntnisse. Man müsste Sie nur transparent offenbaren.

  18. Administrator on März 17th, 2015 09:27

    @Eisenkolb Gerhard: Dein Vorschlag, Statistisches öffentlich zugänglich zu machen, gefällt mir sehr! Das ist frisches Wasser auf meinen Datenjournalismus-Mühlen… ;-)

  19. Frau S aus D on März 17th, 2015 09:47

    “Trattoria Da Pietro” hat die Schützenstr. verlassen und ist nun in die Räume der ehemaligen “Teufelsküche” eingezogen.

    Also wieder -1

  20. Leopold Ploner on März 17th, 2015 09:59

    @Eisenkolb Gerhard:
    Einige dieser Daten findet man in der Datenbank des Zensus 2011: https://ergebnisse.zensus2011.de/

  21. -Zap- on März 17th, 2015 22:33

    Bürgerversammlung :)

    Die Daten lassen sich sicherlich öffentlich machen.

    Das gibt’s übrigens schon:

    http://www.diessen.de/rathaus-gemeinde/allgemeine-informationen/

  22. -Zap- on März 17th, 2015 22:35

    Sarajevo – Restaurant am Sportplatz macht wieder auf … +1 ;)

  23. -Zap- on März 17th, 2015 22:35

    La Gondola verdoppelt Veranda … +0,5 ;)

  24. -Zap- on März 17th, 2015 22:40

    Unterbräu ca. 60 Außenplätze mehr… +0,5 ;)

  25. -Zap- on März 17th, 2015 22:41

    Auch mal das Positive sehen! :)

  26. Eisenkolb Gerhard on März 18th, 2015 00:53

    Womöglich ist am Wirtshaussterben
    gerade der Muehlbach-Neubau verantwortlich?
    Alle hier genannten Wirtshäuser sind davon zu weit entfernt?
    Und eines der 4 zieht deshalb dahin um?
    Sterben also nicht die Wirtshäuser per se, sondern die Randlagen?
    Fürchten alle das neue Centro?
    Bzw. wollen alle ins neue Centro?
    Die neue Boomtown?
    Und der Rest verödet?

  27. Eisenkolb Gerhard on März 18th, 2015 09:16

    Na ja wenn den einem weitere Aussenplaetze genehmigt werden ist das positiv, wenn anderen gleichzeitig nicht ist das negativ.
    Die neu genannten Wirtshäuser, die die Genehmigung erhielten liegen alle im neuen Speckgürtel. Ich denke meineTheorie von der künftigen gastronomischen Verödung der Randlagen wird immer zutreffender. Wengen und Schützenstrasse dicht sprechen Bände!

  28. -Zap- on März 18th, 2015 09:53

    Wengen hat einen Biergarten und Drei Rosen auch.

  29. -Zap- on März 18th, 2015 09:54

    Es gibt nicht immer gleiches Recht für alle, weil bei jedem eine andere Sach-, Rechts-, oder Vertragslage vorliegt.

  30. -Zap- on März 18th, 2015 09:55

    Apropos Lage. :)

    Das wichtigste Kriterium einer Immobilie?
    1. Lage
    2. Lage
    3. Lage

    :)

  31. Scholl on März 18th, 2015 14:52

    @zap: Es wirkt jetzt auf mich schon ein wenig wie eine “Abwehrreaktion”… Jedes Argument, das den Finger in eine Wunde legt, wird konsequent mit einem (manchmal schon fast zynischen, oder latent beleidigten) Gegenargument belegt. Etwas Häme ist manchmal auch dabei. Weder wird hier gegenseitig zugehört, noch will man genauer hinschauen. Stattdessen wird ganz seltsam reflexartig abgewehrt. Eine Debatte, aus der manchmal sogar ganz interessante, konstruktive Ideen hervorgehen könn(t)en, lebt nicht von Totschlagargumentation; sorry, aber da vergeht einem durchaus die Lust, sich (öffentlich) Gedanken zu machen, wenn man dann immer so “vorgeführt” wird. Sind Sie sich dessen bewusst? Das mal am Rande über die Diskussionskultur. Da hilft auch kein Smiley. Ich habe irgendwie das komische gefühl, dass für Sie alles in Ordnung ist in Dießen. Das ist aber letztlich völlig uninteressant, was Sie persönlich finden. Denn als GR sollten Sie sich durchaus anhören, was die BÜRGER finden und damit arbeiten. Als Bürger interessiert es mich echt wenig, wie Sie persönlich die Lage einschätzen und wie lustig Sie alles finden. Es geht nämlich nicht um Sie persönlich, sondern um Sie in Ihrer Funtkion als GR. Das ist Unterschied, den ich gerne mal festhalten möchte.

    Und inhaltlich ist es auch eher wenig erhellend, wenn es nicht/nie um Lösungen geht, sondern lediglich um die Feststtelung von “Schuldfaktoren”.

    Ich plädiere für eine Art “Think Tank”, in dem einige Leute aus ganz veschiedenen Gruppen, Zielgruppen, Altersgruppen, Berufsgruppen sich mal ohne Scheuklappen Gedanken machen dürfen und Ideen entwickeln. Ich meine damit nicht die Pflichtübung der Bürgerversammlung. Die hat meiner Meinung nach andere Funktionen (so eine Art “Psychohygiene der Demokratie”). Anfangen könnte man mal mit Themen wie touristische Infrastruktur, Kulturmarketing oder “Imagepflege”. Andere Gemeinden installieren solche Instrumente und kommen damit mittelfristig an interessante Fördertöpfe heran. Da gibt so unendlich viel Potential und Leute, die sich damit auskennen vor Ort, wieso nutzt die Gemeinde das nicht? Nur Mut, Neues ausrobieren ist gar nicht so schlimm! Macht sogar Spaß! Die neue Website ist doch ein guter Anfang, aber dabei darfs eben nicht bleiben. Das reicht nicht für die nächsten 20 Jahre. Und dass der Schuss mit den teuren Immobilien nach hinten losgehen wird, ist ja eh allen klar, oder?! Da muss man ja nur mal über den Tellerand schauen, an Orte, die uns da 10, 15 Jahre “voraus” sind, weil sie diesen Weg früher gehen musste (weil sie nicht so reich sind). Es dauert nicht mehr lange, da sind dann nicht nur 5 Makler am Ort, sondern 10, und Konkurrenz belebt ja das Geschäft, fragt sich nur in welche Richtung. Und es dauert auch nicht mehr lange, da werden noch viel mehr Gebäude leer stehen und vergammeln, weil das das einzig sinnvolle Verfahren ist, aus einer Immobilie/Grundstück maximal viel Profit zu ziehen. (Übrigens mischt u.a die Sparkasse bei den Preisen selbst kräftig mit.)

    Ich hatte auch mal gehofft, dass meine 3 Söhne hier ihre Zelte aufschlagen (sind ja auch hier geboren). Aber die sagen sich halt jetzt: “Nö, zu teuer, ich arbeite doch nicht um diese irren Preise zu blechen an einem Ort, die sind ja irre hier. Das tu ich mir nicht an.” Und weg sind sie. Drei potentielle Steurzahler, Anfang 20, denen der Ort eigentlich etwas bedeutet, und die für den Ort eventuell eine Bedeutung gehabt hätten, weniger. (Zynismus oder Ironie oder lustige Smileys ist keine angemessene Reaktion eines GR auf diese Entwicklung!).

    Diese Kritik meinerseits hört übrigens SOFORT auf, wenn ich Ansätze eines konstruktiven, respektvollen und offenen Umgangs erkennen kann. Bis dahin wehre ich mich noch ein wenig gegen den “Ton” und schlage mich auf die Seite derjenigen, die sich um sachliche und lösungorientierte Ideen bemühen.

  32. -Zap- on März 18th, 2015 16:14

    Das ist das Problem beim Schreiben.

    Ich mache mich weder über jemandem lustig, noch bin ich zynisch.

    “Zuhören” … Sie haben es selber geschrieben, kann ich in einem persönlichen Gespräch.

    Wann haben Sie das letzte Mal ein persönliches Gespräch mit einem Gemeinderat geführt. Bei 24 wird’s doch eine oder einen geben mit dem Sie ein Gespräch führen können.

    Was haben die Leute vor Facebook und Co. gemacht?

    Sie haben miteinander geredet.

    Kein Blog oder eMail ersetzt ein persönliches Gespräch. Dann erkennt man auch, ob der Gegenüber zynisch, launisch oder auch sonstwas ist.

    Ich könnte es mir auch einfach machen und auf nichts hier antworten. Ist das besser?

  33. -Zap- on März 18th, 2015 16:26

    Übrigens…

    Sie haben sich Ihr “Urteil” über mich anhand des Internets gebildet. Das können Sie gerne tun und Ihr “Ergebnis” auch gerne kundtun.

    Ob das auch wirklich so ist, können Ihnen sicher Leute die mich seit vielen Jahren kennen besser beantworten.

  34. Administrator on März 18th, 2015 16:30

    @zap @scholl: Danke, dass Ihr eine weitere interessante Frage aufwerft und diskutiert: “Diskussionskultur”!
    Ob man “früher”, “vor Facebook und Blogs”, alles offen, gerade heraus, im persönlichen Gespräch ausgesprochen hat…??
    Jetzt gibt es so schöne Mitmach-Medien, die einen Dialog auf neue Art und Weise erlauben. Was die Leserbrief-Spalten der Holzpresse nicht leisten können, bietet das böse Internetz in für manchen bedrohlich wirkenden Dimensionen.
    Auch, wenn die Internetfreaks feixen: Das ist für viele Leute tatsächlich noch “Neuland”. Auch in Diessen lernen wir noch, mit den neuen Möglichkeiten umzugehen. Das tut manchem noch so sehr weh, dass er sich hier sogar ausklinkt, aber wir sind auf dem Weg!
    Dass das hier im MOOSBLOGGER zuletzt sehr gut geht – auch wenn es Missverständnisse und Rückschläge gibt – beweist doch gerade dieser lange Kommentarschwanz. – Und Ihr tragt beide dazu bei! Danke & bitte weitermachen, weiter streiten, “hart aber fair”…!

  35. -Zap- on März 18th, 2015 18:08

    Und hier bin ich wieder voll bei BeKie. Im persönlichen Gespräch kenne ich meinen Gegenüber.

    Ob in einem persönlichen Gespräch alles gesagt wird sei mal dahin gestellt, aber es treten sicherlich weniger Missverständnisse auf.

    Nichtsdestotrotz ist das Internet aber natürlich eine tolle Plattform, aber eben auch mit seinen Schwächen.

  36. -Zap- on März 18th, 2015 21:43

    Vorab. Ich schreib meistens am Handy oder Tablet, das ist mitunter mühsam und ellenlange Texte sind da manchmal, nein eigentlich meistens nicht drin.

    Aber mal schauen wie lange das jetzt wird.

    Gemeinderat. Was wie bei Feuerzangenbowle. :) (der war Absicht und ein bißchen zynisch) Was ist ein Gemeinderat?

    Das “was” wird wohl den Meisten klar sein, dennoch interpretiert ihn wohl jeder anders.

    Um nicht unendlich weit auszuholen beschränkte ich mich auf die “Die Gemeinde in eine sichere Zukunft führen.” Schöne Worte “Zukunft” und “Sicherheit”. Aber auch hier gibt’s es schon immens viele Möglichkeiten der Interpretation. Nicht für jeden bedeutet “Sicherheit” das gleiche und für jeden ist es ein Stück weit was anderes. Um es vorweg zu nehmen. Der Satz “Die Gemeinde…” beinhaltet sicher nicht das ganze Spektrum, also bitte nicht daran aufhängen.

    Was sollte ein/der Gemeinderat können? Iden selber entwickeln? Ja sicher, aber man wird ja nicht als Fachmann sondern als Mensch gewählt. Also sicherlich nicht das Rad neu erfinden, sehr wohl aber die
    Ideen/Bedenken/Sorgen/Pläne etc. der Bürger/innen ernst nehmen, aufnehmen und diskutieren. Denn es wird immer so sein, die Idee des einen muss nicht zwingend dem nächsten gefallen.

    Also wird man es sicherlich nicht jedem recht machen können. Selbst die fähigste Gemeinderätin, selbst der fähigste Gemeinderat wird es nicht schaffen 100% der Bevölkerung zufrieden zu stellen.

    Ist aber nicht schlimm, dafür gibt’s ja mehrere Gemeinderäte. Je nach Größe der Kommune. Bei uns 24. Man stelle sich vor ein Gemeinderat “müsste” 10.000 Bürger “bedienen” … wow.

    Die Gewählten sollten im Bestfall 100% der Bevölkerungsinteressen abdecken.

    Nicht jeder alles, sondernden Summe. Bei 8.500 Wahlberechtigten sind das grob gerechnet 350 Bürger pro Gemeinderat, also quasi pro Tag ein Bürger mit einem Wunsch an jeden Gemeinderat. Für ein Ehrenamt eine Menge Holz.

    Und jetzt läufts blöd und es treffen ein
    Bürger und ein Gemeinderat aufeinander, die keinen gemeinsamen Nenner finden. Schlimm?

    Nö. Normal. Menschlich.

    Wenn ich wähle, dann sollte ich mich im Normalfall mit den Möglichkeiten beschäftigen. Wem traue ich zu meine Interessen am besten zu vertreten? Wen kenne ich? Wer würde mir empfohlen. Über wen habe ich gelesen? Etc.

    Interessiert mich Kommunalpolitik? Leider nicht so viele. Interessiert mich mein Ort? Da denke ich mir werden sich sicher mehrere finden.

    Kurzum. Nicht jeder Bürger kann mit jedem Gemeinderat. Und anders rum. Nicht schlimm, denn nicht jeder hat die gleichen Ansichten. Auch nicht schlimm.

    Nicht jeder hat die gleichen Interessen, Vorlieben und Schwerpunkte.

    Sie haben z.B. Ideen im Bereich Kunst oder Kultur oder Toruismus? Für diese Bereiche gibt es Referenten. Einfach die Ideen dort einreichen. Gemeinderat passt nicht. Blöd. Eigenen Antrag stellen? Gleichgesinnte suchen? Als Gruppe einen Antrag stellen? Als Gruppe einen geeigneten Gemeinderat suchen?

    Sorry Hannes, aber für einen privat betriebenen Blog oder eine Facebookseite kann es abschließend nicht funktionieren. Das kann aber sicher der Anfang für eine tolle
    Idee sein.

    Am 05.05. haben die Gemeinderäte nicht ihre persönliche Meinung an der Türe abgegeben. Etliche Gemeinderäte sind aufgrund ihrer persönlichen Meinung, ihrer persönlichen Einstellung oder ihrer früheren “Taten” gewählt worden. Da weiß der Wähler dich gleich “ja passt” oder “nein, passt nicht.”

    Es wird und muss auch nicht zwischen allen “passen”. Auch hat nicht jeder Gemeinderat persönlich Interesse an allem. Das ist menschlich.

    Ehrenamtliche Gemeinderäte sind auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen.

    Und um die Zukunft gestalten zu können muss man auch die Vergangenheit kennen. Deshalb sind Erklärungen warum was nicht geht keine permanente Abwehr, sondern Aufklärung.

    Und der Datenschutz erlaubt es halt auch nicht all sein Wissen an die Öffentlichkeit zu geben. Im Interesse und zum Schutz anderer Bürger.

    Und Gemeindrat und Verwaltung stoßen auch an Ihre rechtlichen Grenzen. Beispiel BUA: Wenn 80% der Bevölkerung ein Haus “greislig” finden, aber das Baurecht auf Seiten des Bauherrn ist, dann kann man vielleicht seine persönliche Meinung äußern, aber dennoch nach geltendem Recht abstimmen. Oder kann die Gemeinde privaten Vermietern doch nicht vorschreiben welche Miete sie verlangen sollen. Da gibt’s noch 100 Beispiele. Und hier bitte nicht zwischen Erklärung und Ablehnung oder Diskussionsverweigerung verwechseln.

    Ich bitte auch um Verständnis für die Gemeinderäte. Über das was gut läuft verliert die große Mehrheit kein Wort, gemeckert wird immer recht schnell, meist folgen dann auch keine schlüssigen Verschläge für eine Lösung. Alles ehrenamtlich. Klar, wenn man sich zur Wahl stellt und gewählt wird, dann muss man da durch, dann sollte man sein Amt nach bestem Wissen und Gewissen sein Amt ausüben. Aber dennoch läuft das alles im ehrenamtlichen Rahmen mit allen Stärken und Schwächen die der Mensch so mit sich bringt. Mit allen Facetten, die den einen zusagen und den anderen nicht. Nicht schlimm, es gibt ja nur einen Gemeinderat, sondern 24.

    Jeder Ort bekommt den Gemeinderat den er verdient.

    Mit dem Gemeinderat ist es wie mit dem echten Leben. Da gibt’s Leute die findet man gut und es gibt Leute mit denen kann man nix anfangen (also aus Sicht des Bürgers). Normal. Da gibt’s Leute die setzen sich für meine Interessen ein und es gibt Leute die argumentieren gegen meine Interessen.

    Mach ich mir jetzt als Bürger die Arbeit und beschäftige ich mich jemandem der nicht Uf meiner Wellenlänge liegt, oder suche ich mir einen geeigneteren Gemeinderat?

    Und… Wie bringe ich mich als Bürger in die ganze Sache ein.

    Es gibt so viele tolle Ideen da draußen. Der “Ideeninhaber” muss nur den richtigen Abnehmer finden.

    Wie beim Fußball. Wenn ich den perfekten Pass spielen kann, brauche ich zum Torerfolg auch immer einen der meinen Zuckerpass auch verwerten kann. Auf das Zusammenspiel kommt es an. Und meiner Meinung nach spielen alle Bürger unseres schönen Ortes in der selben Mannschaft.

    Ein Gemeinderat muss es nicht jedem recht machen. Kann er auch nicht. Er muss mit sich im Reinen sein. Aber wie immer, auch hier gibt es viel Raum für Interpretationen…

    Keine Ahnung, ob das besonders strukturiert war, oder ob rüber gekommen ist was ich damit meine, da ich ja während des Schreibens auf meinem Tablet (ich sehe nur die letzten 5 Zeilen) keine Rückmeldung bekomme. Erst wenn’s raus ist und dann wird wieder anders interpretiert, anders geantwortet und es läuft in eine so nicht beabsichtigte Richtung. Das ist die Schwierigkeit beim “Onlinediskutieren”.

    Das “Sender-Empfänger” Problem. Also bei diesem Post mein Problem. :)

    Nix für unguad (für dich BeKie), aber ich bin sicher nicht “Jedermanns oder Jederfraus Gemeinderat”, aber mit mir kann man sicherlich reden. Aber bin ich auch sicherlich nicht für jedes Thema der perfekte Ansprechpartner. Sollte aber für beide Seiten nicht dramatisch sein. Ist wie im richtigen Leben. Es passt halt nicht immer. Ist aber nicht schlimm. Da müssen dann beide durch.

    Ich hoffe ich konnte auch ein bißchen Verständnis für die Gemeinderatsseite herauskitzeln. Da sitzen keine 24 Leute in einer dunklen Bude und lehnen aus Boshaftigkeit alles ab, geben keine Infos nach außen und bestrafen alle die gegen das System sind.

    Nein, da sitzen 24 ehrenamtliche Gemeinderäte, die nach bestem Wissen und Gewissen versuchen für unseren Ort das Beste rauszuholen.

    Wissen. Gewissen. Das Beste.
    Auch hier hat sicherlich jeder seine eigene Meinung und Auffassung.

    Schöne bunte Welt. :)

  37. Scholl on März 20th, 2015 11:52

    Das persönliche Gespräch hat leider im dörflichen Umfeld oft immernoch etwas “stammtischmäßiges”. Mir sind die Themen dafür aber zu wichtig als dass ich sie bei einem Bier im Unterbräu besprechen möchte – ich möchte auch nicht zu GRs nachhause fahren und dort eine Kaffee trinken. Sorry, das ist wirklich Geschmackssache, oder? Jedem der Politikstil, der ihm gut tut, oder? Vielleicht richtet der GR ja mal eine regelmäßige offene Sprechstunde ein- erstmal testweise…Im Rathaus. oder gibts das schon? Nicht nur die GR-Sitzungen. Da funktioniert sowas nicht. das ist der verkehrte Ort für Vorschläge, Ideen, Sorgen und Nöte…. Viel zu “offiziell”. Da werden die Dinge beschlossen, die man vorher woanders besprechen und erarbeiten muss.

    “Meinen” GR habe ich übrigens auch und tausche mich auch hin und wieder aus oder bringe Anliegen vor. Da ich aber zu so einer Art “persona non grata” gemacht wurde (= in wirklich sehr undifferenzierte Sippenhaft genmommen wurde), sind meine (und die anderer, recht interessanter Leute aus Dießen) mit einem gewissen Stigma versehen und deren Potential für quasi wertlos erklärt worden. da wird irgendwie lustvoll ein Feindbild gepflegt bis heute. Hier funktiniert es eben doch noch sehr traditionell: Es gibt Schwarz oder Weiß. Drinnen oder Draußen. Zwischentöne sind nicht so “angesagt”. Man umg´bt sichleider mit “passenden Leuten” als mit “kritischen Geistern”. DAbei entsehen gerade aus Reibung viel viel Wärme ;-)
    Auch Dießen befindet sich nunmal nicht auf einem Planeten der Einfachheit. Die Welt ist komplex und “bunt” (zap). Das ist eine wichtige Beobachtung. Sie sollte zu entsprechendem politischem Handeln führen, damit der Ort für eine Zukunft in einer sehr komplexen und vielschichtigen Welt mit tausenderlei Meinungen und einer großen Unterschiedlichkeit (was für ein Potential!) der BürgerInnen gerüstet ist. Oder man entscheidet sich, eine Schlafstadt für reiche Globlisierungsprofiteure zu werden Aber dann sollte man dazu auch BITTE offen stehen und nichts anderes reden. Vielleicht ist das ja als Lebens- und Politik-Konzept für den ein oder anderen GR reizvoll. Mir ist es halt zuwider. Ich glaube, Dießen ist da gerade an einem wichtigen Scheideweg und müsste jetzt mal “Plan” /”Flagge” zeigen. In Schondorf wird die Debatte ja jetzt auch geführt. Nur hier herrscht irgendwie Angst vor der eigenen Bürgerschaft. Die Bürgerversammlung wird auch nur so als “Pflichtübung” durchgezogen. Oder? Seltsam, echt.

    Davon abgesehen gibt es (hoffentlich) kein entweder oder in der Kommunikationsform, sondern ein sowohl als auch.

    Gut finde ich es, wenn sich jemand sichtbar (ein GR vor allem) bemüht, Antworten auf Fragen zu geben. Danke dafür.

  38. Scholl on März 20th, 2015 11:52

    PS: Das wars von meiner Seite für eine Weile hier. Viel Spaß noch!

  39. Marc Schlüpmann on März 21st, 2015 11:39

    Meine Güte – da wird tatsächlich im Jahr 2015 noch darüber diskutiert, welche Vor- und Nachteile Plattformen im Internet haben… Nicht ernsthaft, oder?

    Und offensichtlich hat der Bürgermeisterwahlkampf schon wieder begonnen…

  40. -Zap- on März 21st, 2015 14:21

    Und wer kämpft jetzt gegen wen und um genau was? *kopfschüttel*

    Und Diskussionen über Vor- und Nachteile des Internets und seiner verschiedenen Plattformen sind meiner Meinung nach noch nicht überholt. Oder gibts da schon eine einheitliche Leitlinie wie man das zu finden hat?

  41. Administrator on März 23rd, 2015 17:31

    @Alle: 40 Kommentare hatte wohl noch kein Moosblogger-Beitrag zuvor. Danke allen, die hier ihre Meinungen ausgetauscht haben. Ich schlage vor, wir schließen nun die Debatte – und wir treffen uns bei neuen Beiträgen wieder.