Plonner_smallIn meine MOOSBLOGGER-Blogroll („Blogrolle“ = ist eine öffentliche Linksammlung zu anderen Weblogs) habe ich jetzt einen “nahen Verwandten” aufgenommen. #Schondorf ist ein Blog aus und über Schondorf, das Leopold Ploner, führt. Er lebt in Schondorf am Ammersee, “genießt das jeden Tag”, wie er schreibt, und interessiert sich dafür was in seiner Gemeinde vorgeht. Leo ist Publishing Director at IEB Media, Industrial Ethernet Book.

Weil ich neugierig war, warum er ausgerechnet jetzt mit einem Blog gestartet ist, in Zeiten, da Facebook & Co. und Twitter mit Schnellschüssen scheinbar das Web vereinnahmen, habe ich ihn einfach gefragt. Leo hat geantwortet und wir haben gleich noch ein paar andere Fragen besprochen; wer #Schondorf macht, was für ihn Erfolg mit dem Blog bedeutet usw.

Warum hast Du #Schondorf gestartet?
Eigentlich wegen dem Moosblogger (und das ist jetzt keine Schmeichelei sondern ganz ehrlich). Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, halbwegs regelmäßig über das zu schreiben, was sich bei uns im Ort so tut. Aber es waren eben immer diese Bedenken da: Zu aufwändig, zu viel Arbeit, keine Zeit dafür, das ist was für Nerds, die den ganzen Tag am Computer sitzen…
Bis ich mir vor ein paar Wochen gesagt habe: „Mensch, der Moosblogger schafft das doch auch. Der hat auch einen Beruf und ein Privatleben und findet trotzdem die Zeit dafür. Mach’s einfach mal.“ Und so bin ich jetzt Blogger Azubi geworden.

Sind Blogs in Zeiten von Facebook & Twitter eigentlich nicht todgeweiht?
Schon möglich, frag mich bitte in einem Jahr nochmal :-)
Mir waren die Möglichkeiten in den sozialen Netzwerken einfach zu begrenzt. Auf Facebook kann ich ein Foto posten „Bin im Biergarten“ und dann klicken vielleicht ein paar Leute auf ‚Like‘. Aber sobald man etwas längere Texte schreiben möchte, stößt man schnell an die Grenzen. Ich sehe es auch weniger als Konkurrenz und mehr als Ergänzung: Im Blog kann ich mal auch etwas umfangreicher schreiben, und über Facebook oder Google+ kann der Beitrag dann mehr Leser erreichen.

Wer macht das Blog #Schondorf und worüber wird dort geschrieben?
Das Blog schreibe ich im Moment alleine. Wenn es aber Leute gibt, die nur sporadisch etwas schreiben möchten, ohne dafür extra ein Blog einzurichten, könnte ich mir schon vorstellen die Plattform zur Verfügung zu stellen. Die Beiträge handeln von dem was in Schondorf passiert: Ausstellungen, Künstler, Politik, Dorfentwicklung, Festivals, Alltagsbeobachtungen, Musik, Natur und Umwelt… Eigentlich staune ich selber darüber, wie viel sich in unserer 4000 Seelen Gemeinde tut, wenn man es mal aufmerksam verfolgt.
Das Blog ist aber auch überregional ausgerichtet: Wenn’s relevant ist, schreibe ich auch über Greifenberg oder Utting, vielleicht sogar über Dießen und Herrsching.

Welche Kriterien legst Du an, wenn Du den “Erfolg” des Blogs messen willst?
Ich bin ein Zahlenfreak, deswegen gibt’s eine klare Vorgabe: Mindestens fünf Interaktionen pro Monat, also entweder Kommentare im Blog, oder dass ein Beitrag in irgendeiner Form geteilt oder weiterverbreitet wird (Ein simples Facebook ‘Like’ zählt nicht). Das ist jetzt kein wahnsinnig ambitioniertes Ziel, aber halbwegs lebensnah. Viel mehr würde ich auch nicht erwarten, wenn ich statt im Blog im Kaffeehaus von einer Idee erzähle. Deshalb diese fünf Interaktionen. Wenn’s mehr ist, freue ich mich, wenn’s dauerhaft weniger ist, überlege ich mir das Blog weiterzuführen. Ich will mit dem Blog ja kein Geld verdienen, deshalb können mir Visits und Impression egal sein.

Was hältst Du von einer Vernetzung der Blogs am Ammersee und hast Du dafür Ideen?
Ich finde, der Bloggerstammtisch im Dießener Denkerhaus (oder auch an wechselnden Orten) sollte wieder aufleben. Es tut einfach gut sich auszutauschen, und voneinander zu lernen. Was es für die Blogger-Vernetzung natürlich vor allem braucht, sind Blogger. Die Ammersee Blogosphäre ist ja nicht sehr üppig, jedenfalls habe ich bis jetzt nicht viel gefunden: Moosblogger, Frank Fastl, Renate Blaes, manchmal was von Marc Schlüpmann, das war’s dann ungefähr schon. Diesen Blogs folge ich, und wenn ich einen interessanten Beitrag sehe, tue ich das, was ich mir bei meinem eigenen Blog auch wünsche: Kommentieren, teilen, weiterleiten, vielleicht mich selbst zu einem Beitrag zum selben Thema inspirieren lassen.

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