Interessante Neuigkeiten aus MeckPomm: Wie die “Ostsee-Zeitung” dieser Tage schrieb, müssten sich die Stadt- und Gemeindevertreter aus Bad Doberan und Umgebung darauf einstellen, dass bei ihren Sitzungen künftig Kameras und Mikrofone dabei sind. Laut neuer Kommunalverfassung könnten öffentliche Sitzungen nun mitgeschnitten werden. “Auch ein Stadtvorsteher oder eine Bürgerschaftspräsidentin kann Rundfunkjournalisten nicht mehr das Mikro verbieten”, heißt es bei der OZ weiter, die sich dabei auf einen Sprecher des Schweriner Innenministeriums beruft.

“In den neun Gemeinden des Amtes Bad Doberan Land werde das keinen Einfluss auf Entscheidungen der Gemeindevertreter haben, ist sich Michael Theis sicher. Der leitende Verwaltungsbeamte begrüßt transparente Kommunalpolitik”, schreibt die OZ weiter. “Allerdings werde das Klima vielleicht etwas anders, wenn eine Kamera dabei sei.”

Ich zitiere diese OZ-Meldung hier, weil ich erst im November im MOOSBLOGGER das Thema unter der Überschrift “Brauchen wir eine ‘Show’ im Gemeinderat?“, verbunden  mit einer Umfrage, behandelt hatte. Auf meine Frage, ob wir Live-Übertragungen aus öffentlichen Gemeinderatssitzungen “brauchen”, hatten sich immerhin nur knapp 32 Prozent dagegen ausgesprochen; 26% wollten das aber “unbedingt” und 37% fanden das “nett”.

Ich weiß, unsere Gemeindeordnungen bzw. Satzungen sind noch nicht so weit wie im sturmumtosten Norden. Es wird aber kommen, wetten…? Bei meinen nächsten Besuchen an der Ostsee (ganz in die Nähe von Bad Doberan zieht es mich immer) werde ich auch einmal genauer vor Ort verfolgen, wie die “Gemeindevertreter aus Bad Doberan und Umgebung” bei ihren Sitzungen mit “Kameras und Mikrofonen” so zurecht kommen.

Kommentare

1 Kommentar zu “Live-Berichte aus dem Rathaus: Dees wird so!”

  1. hascherl on Januar 7th, 2012 19:48

    Live-Berichterstattung kann die Qualität dieses Gremiums und seiner Beschlüsse nur steigern.

    Ein qualifizierter Bürgermeister oder Gemeinderat wird dies daher auch nicht fürchten – beste Transparenz für den Wähler und somit gesicherte Wiederwahl für qualifizierte und gute Leute !

    Hinzu kommt dass die ortspräsente Druckmedien-Presse meistens nur gefällig und unkritisch berichtet.

    Aus diesem Grund benötigen wir umso mehr alternative Informationskanäle die finanziell unabhängig sind .

 

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