Ich habe wieder etwas dazugelernt: die englische Vokabel “Resilience”; auf dem Infoabend der “Transition”-Initiativgruppe Dießen am Dienstagabend. “Resilience” heißt “Widerstandsfähigkeit” und bedeutet bei den Leuten von “Transition” (was man übrigens auch übersetzen muss; am ehesten vielleicht mit “Übergang” im Sinne von “Wechsel”), den eigenen Lebensraum zu rüsten für die zu erwartenden Folgen von Klimawandel und Rohstoffknappheit. Der Lösungsansatz heißt vor allem “Relokalisierung” mit diversen Initiativen, die zugleich die Lebensqualität der Menschen erhöhen.

Und dieser Vorschlag fand am Dienstagabend im hoffnungslos überfüllten “Schützengarten” über 60 interessierte Zuhörer aus der Ammersee-Region. Sie erfuhren, wer und was hinter “Transition” in Dießen steckt. Interessante Fakten boten dazu die anfangs gezeigten Filme “Peak Oil” und “In Transition 1.0” (verlinktes Video mit dt. Untertiteln). Während der erste Streifen eindringlich appellierte, den Erdölverbrauch drastisch zu reduzieren, sollte der zweite Film mit weltweiten “Transition”-Fallbeispielen ermutigen: Jeder könne etwas für die unerlässliche Steigerung der “Widerstandsfähigkeit” tun. Ein praktisches Beispiel lieferte anschließend Elisabeth Schmuck, eine junge Frau aus Hohenbrunn. Mit einer ansteckenden Freude berichtete sie z.B., wie in ihrem Ort Ackerfläche gepachtet, zu einem großen “Gemüsebeet” umgewandelt und in kleinen Parzellen aufgeteilt an viele interessierte Bürger weiterverpachtet wurde (es gab sogar mehr Interessenten als Teilflächen).

In der anschließenden Diskussion berichtete eine Dießener Transition-Aktivistin, das Pachten landwirtschaftlicher Flächen gestalte sich bei uns schwierig. Die angefragten Landwirte hätten bisher immer beklagt, selbst zu wenig Flächen zu haben. Da meldete sich der allseitsbekannte “Bauer Noll” aus dem Publikum und erklärte spontan, er werde für diesen Zweck Flächen zur Verfügung stellen. Noll erntete nicht nur großen Applaus, er dürfte damit für einen ersten Teilerfolg von “Transition” in Dießen gesorgt haben.

Kommentare

 

Zum Kommentieren müssen Sie angemeldet sein.