Tausende Besucher strömten heute ins Ammersee-Aquarium in Dießen…

Nee, ist natürlich eine komplette Falschmeldung. Hier gibts kein Ammersee-Aquarium. Doch zum “Wengener Dorfmarkt” (Wengen gehört zum Marktgemeindereich) wurden heute heimische Fische in Aquarien gezeigt; zur Freude vieler, vieler Besucher und ganz im Sinne des einstigen Projektes “Haus der 5 Seen“..

Ganz im Sinne von “Open Data” habe ich mir einmal auf der offiziellen Website unseres Luftkurörtchens  www.diessen.de ein Sitzungsprotokoll des Gemeinderates heruntergeladen. Weil ich mit besonders vielen Daten spielen wollte, habe ich mir jene Sitzung ausgesucht, die sich am 1. August zwar mit nur einem einzigen Tagesordnungspunkt, aber satte fünf (5) Stunden lang herumzuschlagen hatte: “47. Neuaufstellung/Überarbeitung des Flächennutzungsplan(s) mit integriertem Landschaftsplan für das Gemeindegebiet des Marktes Dießen am Ammersee; Behandlung der im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden eingegangenen Stellungnahmen”. Das Protokoll ist als PDF-Dokument verfügbar und damit auch im Sinne von “Open Data” durchaus “maschinenlesbar”. (Ich vermute: Das werden wahrscheinlich auch nur Maschinen in Gänze lesen wollen; das Dokument hat 78 Seiten…)

Bei meinen Überlegungen, was denn in diesem Informationshaufen auszuwerten sein könnte, kam ich auf die Idee, mich einmal mit den Abstimmungen jener Marathon-Sitzung zu befassen. Die Zahlen waren rasch – sogar maschinell – erhoben.

Demnach haben unsere Gemeinderäte in jener Sommernacht sage und schreibe 239 Mal (jeder von ihnen) die Hände abstimmend heben müssen. Bei fünf (5) Sitzungsstunden muss da etwa alle 75 Sekunden eine Abstimmung stattgefunden haben.

Spannend ist auch die Betrachtung des Abstimmungsverhaltens. Schätzt doch mal, wie viel Prozent der 239 Abstimmungen einstimmig verlaufen sind: 25%, 50%?? 75%??? … Ich löse es auf: Es gab zwei (2) Abstimmungen, die nicht einstimmig für die Beschlussvorschläge ausgefallen sind: eine mit drei (3) und eine mit einer (1) Gegenstimme. 237-mal hieß es “zu Null”.

Diese “Open Data” Ergebnisse näher zu betrachten und zu interpretieren, wäre eine weitere Aufgabe. Das fällt dann übrigens in das neue Gebiet “Datenjournalismus“, der laut Wikipedia neben Aufbereitung, Analyse und Publikation öffentlich zugänglicher Informationen deren Verarbeitung in klassischen journalistischen Darstellungsformen beinhaltet.

Ich finde, das sind alles neue, spannende Felder, die da das Internet eröffnet – und selbst alte Medien wieder interessant machen könnten.

 

Heute früh hieß es am Ammersee-Gymnasium: “Obacht!” für meine “Notorischen”. Im fiesen Nebel hatte sich der Hüter des Gesetzes vor der Bus-Wendeschleife aufgebaut; so gut sichtbar, dass gerade noch Zeit blieb, das Steuer rechts herumzureißen und nicht in die verbotene Zone zu kacheln.

War es die Macht der schlechten Gewohnheit, Transusigkeit oder wahrhaftige Unfähigkeit? – Ein blauer Kleinwagen hatte die Kurve doch nicht mehr gekriegt und wurde vom Ordnungshüter ermahnt. Einen zweiten Ertappten hätte ich dann aber nicht so davon kommen lassen: Der schwarze Peugeot war bei dichtem Busverkehr – aus drei Bussen stiegen gerade die Schüler aus – in die Wendeschleife geschlittert. – Schwein gehabt!

Und am Montag: Wie gewohnt…?

 

Einen richtig blöden Wochenstart haben gerade ein paar Autofahrer in Dießens Lachener Straße erwischt. Zwischen der Einmündung Lachen-Birkenallee und Zufahrt Ammersee-Gymnasium hat es gegen 7.15 Uhr gekracht. Ziemlicher Sachschaden an einem der beiden beteiligten PKWs und ein umgenieteter junger Baum auf der Verkehrsinsel, auch ein paar lästige Staus im Schultourismus, waren die sichtbare Bilanz. Abgesichert und aufgeräumt hat bei regnerisch kaltem Wetter die FFW Riederau. Ihnen ein besonderes Dankeschön!

Anfang Januar 2010 hat sich der MOOSBLOGGER als Sympathisant der PIRATEN geoutet. Heute freue ich mich diebisch. Die PIRATEN haben es bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus in das erste Landesparlament geschafft. Darauf einen kräftigen Schluck – Rum!!!

Die PIRATEN kriegen mit ihrem Berliner Wahlerfolg eine volle Ladung großer Aufgaben. Ob diese sie zum Kentern bringen, werden wir erleben. Engagement, Kreativität und wohltuende Frische haben sie schon öfters aufblitzen lassen. Ihr unglaublicher Erfolg, das Rote Rathaus tatsächlich zu entern, wird auch anderen Landesverbänden Auftrieb geben; in Bayern stehen 2013 Landtagswahlen an.

Für Grundrechte und informationelle Selbstbestimmung, Transparenz, Informationsfreiheit, freien Zugang zur Bildung, Open Access usw. bis hin zur Teilhabe am digitalen Leben wollen die PIRATEN einstehen. Das ist ihr Kurs, der Anderen fremd ist oder den mancher ehemalige Hoffnungsträger aus den Augen verloren hat. Das sind Punkte, die vor allem jene Parteien, die Wähler an die PIRATEN verloren, als Preis für ihre Etablierung im Establishment über Bord gehen lassen haben. Ob auch sie, nach diesem Schuss vor den Bug, jetzt klar machen zum Ändern?

“Für vorbildliche Leistungen im Dienste eines aktiven Schutzes von Umwelt und Gesundheit” ist heute vormittag in einer Feierstunde im SOS-Kinderdorf der Förderkreis Schacky-Park Dießen am Ammersee e.V. mit einer Urkunde des Bayerischen Staatsministers für Umwelt und Gesundheit, Dr. Markus Söder, ausgezeichnet worden. Das klingt zugegebenermaßen etwas “amtlich sperrig” und riecht nach Hofberichterstattung, aber es freut mich dennoch gewaltig.

Denn, was die Schacky-Park-Enthusiasten in den letzten Jahren geleistet haben, ist in der Tat einmalig, wie es Dr. Thomas Goppel, Staatsminister a.D., in seiner Ansprache heute nannte. Die Wiederauferstehung dieses Parks ist einem unglaublichen Idealismus und Engagement zu verdanken. Sie ist ein Gemeinschaftswerk von inzwischen 400 Vereinsmitgliedern, unterstützt von Markt-Gemeinde, LEADER Aktionsgruppe (LAG) Ammersee, Handwerk, Vereinen, Wissenschaftlern, Sponsoren etc.

Den Bogen von Schacky-Park zu “Umwelt und Gesundheit” verstand in seiner Ansprache der Fördervereinschef Prof. Dr. Vincenz Brinkmann auch zu schlagen. Er erzählte von einer Studie aus Frankreich, wonach Menschen, die sich in der Natur aktiv bewegen, älter werden als andere.

Das sei unbestritten. Nachdenkenswert waren daneben Interpretationen der Festredner Dr. Goppel und Peter Kaun sen., die zwischen “Umwelt” und “Natur” fein zu unterscheiden versuchten. “Umwelt” seien nach ihrer Auffassung auch Landschaftsparks, wie der von Schacky einst in der Natur gestaltet wurde. Die Natur müsse den Menschen zugänglich sein, spielten sie auf die Never-Ending-Story eines Radweg-Baus von Dießen nach Pähl durch ein Landschaftsschutzgebiet am Südzipfel des Ammersees an.

 

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