Mai
30
Schielen nach Utting
abgelegt von Hannes Sander in Diessen | kommentieren
Das Thema „Leitbild“, welches einvernehmlich formuliert, wohin sich unser Luftkurörtchen entwickeln soll, hat bei uns in Dießen nur alle sechs Jahre in versprengten Wahlkampfansagen Konjunktur. Dazwischen frisst nach meinem Eindruck überbordender Verwaltungskram größtenteils die meiste kostbare Zeit und kreativen Potenziale örtlicher Politiker.
Dass es auch anders geht am Westufer des Ammersees, hat dieser Tage der Uttinger Gemeinderat gezeigt, der – auf Antrag der CSU-Fraktion – von einer interfraktionellen Arbeitsgruppe Leitsätze zur Entwicklung des Ortes vorbereiteten ließ. Auf der Website der Gemeinde Utting sucht man das auf der letzten Ratssitzung vom 19. Mai einstimmig beschlossene „Zukunftsbild Utting 2020“ zwar vergeblich; aber bei der GAL wird man doch fündig.
Man liest in dem „Zukunftsbild“, als „Vision“ ist vereinbart worden: „Utting – eine Gemeinschaft, in der sich alle wohlfühlen können!“ Danach sind eine ganze Reihe so genannter „Leitsätze“ für den Nachbarort aufgelistet. Die lauten u.a.: „Steigerung der Attraktivität des Ortskerns, z.B. durch Stärkung der Aufenthaltsfunktion“, „Gewährleistung eines nur organischen Bevölkerungswachstums“, „Eine Gemeinschaft, die daran arbeitet, energieautark zu werden“, „Eine Gemeinschaft, in der man arbeitet und gastfreundlich ist“, „Schaffung von zusätzlichen Gewerbeflächen“, „Ausbau des ‘Sanften Tourismus’“, „Stärkung der Steuerkraft“, „Reduzierung des Durchgangsverkehrs“, …
Lese ich die Uttinger Leitsätze, bin ich erstens geneigt, diese in großen Teilen mir auch für Dießen zu wünschen, und frage ich mich zweitens, warum man sich bei uns mit diesem Thema “Leitbild” eigentlich so verrenkt. Kann das wirklich so schwer sein, auch bei uns gemeinschaftlich Leitsätze zu formulieren; knackig wie einvernehmlich jene Themen beim Namen zu nennen, die uns unter den Nägeln brennen; und darauf basierend einmal zu formulieren, welche Entwicklungen die politisch Verantwortlichen eigentlich verfolgen?
Mai
23
Shrek Sparrow oder so…
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Wenn im Luftkurörtchen nix los ist, kann man ja mal wieder Kino kieken.
Mai
20
Schwimmen fällt heute aus…
abgelegt von Hannes Sander in Diessen, Übrigens.... | kommentieren
… “wegen Qualli”, hieß es gerade überraschend in der Carl-Orff-Volksschule. – Quallen in der Schwimmhalle sind ja auch fies.
Mai
19
Marienplatz herausgeputzt für’s Brunnenfest
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Am 27. Mai ist es – endlich! – wieder so weit: Dann steigt das legendäre Brunnenfest mit Blasmusik und lecker Speis und Trank. Noch rechtzeitig zu diesem Ereignis von luftkurörtlichem Spitzenrang wird die Location, der Brunnen am Marienplatz in der Dießener Fischerei, herausgeputzt. Ein kleines Schmuckstück mehr bei uns!
Mai
18
Futter bei die Stammtische!
abgelegt von Hannes Sander in Moosblogger aus Diessen | kommentieren
Als wir am letzten Donnerstag beim Gewerbeverbands-Stammtisch über den Dießener Töpfermarkt quasselten, meinte plötzlich jemand in der Runde, er würde gerne mal wissen, welches Budget die Gemeinde für diesen Event von “internationalem Rang” eigentlich geplant habe.
Das ließe sich sicher im Haushaltsplan 2011 nachschlagen, meinte ich.
Und wo gibt es den?, lautete die Gegenfrage.
Im Rathaus sicher, und bei den Gemeinderäten…, war meine immer leisere Antwort.
So kamen wir auf ein eigentlich ganz töpfermarktabseitiges Thema (so geht es halt bei Stammtischen…!): Frei zugängliche Daten öffentlicher Verwaltungen, “Open Data” genannt. “Open Data” war übrigens eines der zentralen Themen der großen Internetkonferenz re:publica XI kürzlich in Berlin (MOOSBLOGGER war dabei und berichtete). Ich erzähle das ausgerechnet heute, weil an diesem 18. Mai die Berliner Verwaltung ihren ersten Open-Data-Day veranstaltet, mit dem “Chancen ausgelotet” werden sollen, wie Daten für die Allgemeinheit freigegeben, Behörden transparenter gemacht werden können.
In unserer Stammtisch-Runde also meinte ich wieder etwas forscher, so ein luftkurörtlicher “Haushaltsplan 2011″ sei doch ein Dokument für die Öffentlichkeit. Das sei sicher mit einem Computer erstellt worden, weshalb es auch kein Hexenwerk sein dürfte, diesen Papierhaufen mit rund 470 Blatt digitalisiert ins Web, z.B. auf www.diessen.de zu stellen. Suchfunktionen würden ganz fix zu einer Antwort, selbst auf manche Stammtisch-Frage, führen.
Mir gefällt “Open Data”. Skeptischer bin ich gegenüber “Stammtischen”. – Open Data könnte sogar Debatten an diesen “kulturellen Erbstücken” befruchten: Man stelle sich Herrschaften in ihren angestammten Zirkeln vor, wie sie Fakten googlen … die sie in öffentlichen Verwaltungs-Dokumenten auch noch prompt finden…
Mai
16
Mühlstraße & Mühlbach rauschen am Ratstisch
abgelegt von Hannes Sander in Diessen | kommentieren
Nach einigen Wochen trifft sich unser Marktgemeinderat heute wieder einmal zu einer Sitzung. Schade, ich kann nicht dabei sein; habe auf einem großen Münchner Congress zu tun.
“Schade”, weil der öffentliche Teil schon mal zwei Tagesordnungspunkte mit einem gewissen Oha!-Faktor bietet:
27. Ausbau Mühlstraße, VOF-Verfahren
28. Antrag CSU wg. Stromversorgung aus Mühlbach/Wasserfall
Keine Ahnung, was hinter Punkt 27 genau steckt, “Ausbau Mühlstraße, VOF-Verfahren” (VOF = Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen). Das Thema “Mühlstraße” an sich finde ich aber interessant, weil es hier sehr unterschiedliche Vorstellungen im Luftkurörtchen zur künftigen Gestaltung gibt: Vom Ausbau bei einer “Straßenführung wie gehabt” über eine Einbahnstraßen-Neu-Regelung bis hin zur verkehrsberuhigten Zone. Wäre doch mal prickelnd, alle Optionen nebeneinander gestellt öffentlich zu diskutieren und so einen Konsens zu suchen.
Auch der Tagesordnungspunkt 28, CSU(!)-Antrag “Stromversorgung aus Mühlbach/Wasserfall”, klingt reizvoll. Wer wissen will, was dahintersteckt, sollte sich am Montagabend, ab 19.30 Uhr mal ins Rathaus begeben und zuhören.









