So so, “Baum des Jahres 2011″ ist sie also, die Elsbeere. Ich muss zugeben, von diesem Gehölz hatte ich noch nie gehört. Als ich nun wieder einmal durch den Weg Lachen-Roßacker kam, hatte jemand an einen von mir bis dahin völlig unbeachteten Baum ein Schildchen gehängt mit der Aufschrift “Baum des Jahres 2011, Elsbeere”.

Zuhause musste ich natürlich sofort “Elsbeere” googeln, vielleicht war das Schild ja auch nur ein Hängenbleibsel vom 1. April?

Aber tatsächlich: Laut Wikipedia ist die Elsbeere (Sorbus torminalis), eine Laubbaumart aus der Gattung der Mehlbeeren (Sorbus), zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehörig, Ende Oktober zum Baum des Jahres 2011 gewählt worden. Interessant noch dieser Hinweis bei Wikipedia: Elsbeere wird auch von einigen Kirchenforschern in der Lutherstadt Wittenberg „Lutherin-Baum“ genannt. Die hatten nämlich herausgefunden, dass Frau Luther besonders gern Elsbeeren aß und Luther in einem Brief seinen Freund Johannes Agricola darum gebeten hatte, ihm für seine Frau die von ihr heißbegehrten Früchte aus Eisleben mitzubringen. – Dann werde ich mal im Herbst schauen, ob ich ein, zwei Beerchen erhaschen kann.

Danke für den Hinweis, liebe(r) Unbekannte(r)!

Letzte Woche war ich Gast und Referent auf dem 1. Internationalen Controlling-Kongress des russischen Controllervereins bei Moskau. Mein Thema “Kommunikations-Controlling” war für die Zuhörer neu und interessant.

Ich habe einen kleinen Film zum Kongress gemacht. Wenn Ihr Lust und ein paar Minuten Zeit habt, hier ist er.

Vom Ammersee ist heute früh ein bis auf den letzten Platz besetzter Reisebus zur Günzburger Anti-Atom-Demo aufgebrochen. Den ganz speziellen Oster-Ausflug hatte der GRÜNEN-Ortsverband Dießen initiiert. Zusteiger gab es in St. Alban, Utting, Schondorf und Landsberg.

10.000 Menschen dürften es in Günzburg, im Windschatten des AKW Gundremmingen, bestimmt gewesen sein. Bundesweit haben sich heute laut aktuellen Radioberichten mehr als 120.000 an den Atomstandorten und -müllplätzen beteiligt.

Am Bahnhof Günzburg sammelten sich die Protestierer und zogen dann zum Marktplatz.


Der erwies sich bald als zu klein, der Ansturm war größer als von den Organisatoren wohl erhofft. Also fand die Demo vor und hinter der Hauptbühne statt – ohne Stress, mit guter Laune trotz viel “bürgerlicher Wut”. Die Botschaft dürfte eindeutig gewesen sein: Man wird sich nicht mit einem “Ausstieg – ja, aber…” abspeisen lassen.


Die “Wutbürger” haben auch in Günzburg einen langen Atem angekündigt, der klar machen soll, dass sie keinen Ausstieg aus dem versprochenen Ausstieg vom Ausstieg dulden werden.

  • Morgen, am 26. April z.B., gibt es um 18.30 Uhr in Landsberg am Lech eine Anti-Atom-Demo.
  • In Utting startet am nächsten Montag, 2. Mai, 18.00 Uhr, am Dorfbrunnen die erste Anti-Atom-Mahnwache.
  • Und in Dießen geht es am nächsten Montag, 18.30 Uhr in den Seeanlagen, mit der bewährten Anti-Atom-Mahnwache weiter.

Der Dießener Töpfermarkt (2. – 5. Juni), den ich sehr mag, soll als internationale Großveranstaltung in den Blickpunkt gerückt werden, teilt die Marktgemeinde Diessen in einer Presseinformation mit. Dazu würde “heuer etwas früher plakatiert”.

Weiter heißt es: “Die Marktgemeinde Diessen bittet alle Geschäftsinhaber, ihre Auslagen, Aufsteller oder Türen sowie andere Werbeflächen im Sinne eines starken gemeinsamen öffentlichen Auftritts mit Töpfermarkt-Plakaten zu bestücken. Außerdem mögen die Kunden mit Töpfermarkt-Karten und Prospekten ausgestattet werden. Die Werbemittel können ab sofort zu den Öffnungszeiten des Rathauses abgeholt werden. Ansprechpartnerin ist Angelika Maxerath im Hauptamt / erster Stock.” Die Info “Töpfermarkt wirbt in zartem Grün” ist auf der luftkurörtlichen Website online, wenn auch nicht verlinkt zur informativen Töpfermarkt-Website

Ich drücke natürlich die Daumen, dass viele Geschäftsleute der amtlichen Bitte nachkommen und zartgrün werben. Dennoch schmeckt mir das alles noch ziemlich eins-Punkt-nullig. Wer plakatiert denn das internationale Internetz? Und: wie? Auch am Südzipfel des Ammersees betreiben Geschäftsleute diverse Websites, Online-Shops, schreiben e-Newsletter, mischen bei Facebook, XING etc. mit, schmieren in Blogs herum und twittern sogar. Ich behaupte: Das sind enorm wichtige Plakatwände der Gegenwart und Zukunft.

Im Hauptamt gibt es dieses Jahr noch keine Banner für die Online-Werbung, die man auch außerhalb der behördlichen Öffnungszeiten downloaden und die man mit den verschiedensten Online-Medien in die Weit-Weite-Welt pushen könnte. Auf Nachfrage wurde mir hilfsbereit eine Bilddatei des zartgrünen Plakats gemailt. Die habe ich fix im MOOSBLOGGER gepostet. – Das wird schon…!

 

Das kann ja heiter werden…

Was erzählt man hier, im oberbayerischen Luftkurörtchen, dem geneigten Publikum von der re:publica 2011, dem großen, internationalen Bloggertreffen in der preußischen Metropole?? 3.000 Männlein und Weiblein vom Schlage des MOOSBLOGGERS, aber eigentlich noch viel Schlimmere (!), hatten sich am vergangenen Mittwoch in Berlin für 3 Tage zu ihrer alljährlichen “Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft” zusammengerottet. Ich war das erste Mal live dabei – und es war richtig richtig gut!

Was für ein bunter Haufen Leute! Junge, mittelalterliche und ältere; In- und Ausländer; Frauen wie Männer; “Teckies” (Programmierer), “Schreiberlinge”, “Werbeleute”, Blogger, Youtube-Filmer… Fragt jemand, worüber dieser Haufen drei Tage lang zu reden hatte, fällt die Antwort nicht leicht. Denn niemand konnte auch nur einen Teil der Angebote wahrnehmen. Ich selber habe 12 Vorträge – oder auch neudeutsch: Workshops – mitgemacht, von mir ausgewählt aus einem Programm, das im Stundentakt nicht selten 7 parallele Veranstaltungen anbot.

Ein von mir mitverfolgtes Thema war “OpenData”: Hier geht es um die offene Bereitstellung staatlicher/behördlicher Daten für jeden Interessenten, und das in einem Datenformat, mit dem man auch etwas anfangen kann, d.h. dass diese Informationen von jedermann auch verarbeitet werden können. – Ein ganz spannendes Thema: für Verwaltungen, für Bürger, Journalisten und natürlich auch Blogger…!

Ein zweiter, mich besonders interessierender Themenkomplex, war die Rolle von Blogs im Kontext von Lokaljournalismus. Einige interessante Workshops haben mich in meinem Tun kräftig bestätigt: “MOOSBLOGGER” gibt es viele, überall… ;-)

Mit besonderem Interesse habe ich zudem Vorträge zum Thema “Bloggen und Recht” angehört. Hier gab es eine Menge nützlicher Informationen für den Bloggeralltag – und auch immer wieder Wut, wenn man erfuhr, wie auch hierzulande mancher Blogger von “Mächtigen” drangsaliert wird.

Neben dem handfest Handwerklichen gab es auch interessante Angebote zu grundsätzlichen, “philosophischen” Themen. Spannend fand ich z.B. Vorträge zu Themen wie “Kontroll-Verlust”, “Internet als gesellschaftliches Betriebssystem” oder auch zu philosophischen Gedanken zum Thema “Freundschaft” bzw. “befreundet sein”, das uns etwa bei Facebook täglich über den Weg läuft.

Die re:publica XI war also eine hoch interessante, anregende, motivierende und bildende Tagung, die noch lange nachklingen wird. Die Werbetrommel für die re:publica 2012 werde ich hier allerdings nicht rühren: Schon in diesem Jahr waren die Vortragssäle oft überfüllt, in die eine oder andere angepeilte Veranstaltung kam man auch schlicht wegen Überfüllung nicht mehr hinein.

ältere →