Feb
28
Das Übliche
abgelegt von Hannes Sander in Diessen | 2 Kommentare
Heute früh waren es während der paar Minuten Wartezeit auf den Schulbus 7 (in Worten: sieben) Ignoranten am ASG.
Feb
26
Frühlingserwachen in Dießen
abgelegt von Hannes Sander in Diessen | kommentieren

Kundeninformation mittels “Werbetafeln” ist in unserem Luftkurörtchen (ver)ordentlich geregelt. Dennoch gelingt es immer mal wieder Underground-Kreativen knalligbunte Farbtupfer an so manche Zaunlatte zu setzen.
Dabei ist das längst nicht alles nur pfuiteufelböser Schmuddelkram; auch gutseriöse Verbraucherwerbung wird bei uns “viral” fehlplatziert.
Feb
22
Seeungeheuer und kein Wechselgeld
abgelegt von Hannes Sander in Blick nach Windermere (UK), Diessen und die weite Welt | kommentieren
Bei einem flüchtigen Blick ins Online-Portal der Lokalzeitung unserer englischen Partnerstadt, der “Westmorland Gazette“, haben mir dieser Tage zwei Stories besonders gefallen. Da wurde einerseits im Lake Windermere das Seeungeheuer “Bownessie” wieder einmal gesichtet und zum anderen wird verraten, wie sich die kommunalen Behörden tricky etwas dazu verdient haben.

Diesmal hat ein junges Pärchen Stein und Bein geschworen, beim Kayakfahren das Seeungeheuer “Bownessie” gesichtet zu haben. Eine nette Schilderung bringt die “Westmorland Gazette” und verdirbt am Schluss den Spaß mit Statements von Seenschifffahrern. Die erklären nämlich ziemlich humorlos, dass sie das sagenumwobene Wasservieh noch nie gesehen hätten, obwohl sie tagaus tagein über den Lake Windermere schippern. Schade! Unbeeindruckt davon ist aber die Mehrheit der Leser geblieben: In einer Online-Umfrage “Do you believe there is a monster lurking - dt. herumschleichen – in the depths of Windermere?” stimmen zurzeit immerhin 53% mit JA, 47% glauben nicht an Bownessie.
Die zweite Story verrät, wie die kommunalen Behörden, genauer gesagt die Lake District National Park Authority, zu einem netten Zubrot gekommen sind. Auf allen 16 gebührenpflichtigen Parkplätzen der Behörde spucken die Parkautomaten kein Wechselgeld aus. Entweder, man hat es passend, oder man “spendet”. Auf diese listige Art sollen im vergangenen Jahr £13,232 , das sind immerhin schlappe 15,7581 EUR, “overpaid charges” zusammegekommen sein. Der interessierte Leser erfährt in der Nachricht, dass Wechselgeldautomaten dreimal teurer sind als die Nur-Schlucker. Das eingestrichene “Zubrot” wird nach den Worten eines zitierten Beamten für andere laufende Ausgaben seiner Behörde in der Region verwendet: “not just parking but other areas such as toilets and staffing.” – Na, wenn wir da nicht vielleicht auch etwas draus lernen können; z.B. unser Dauerbrennerthema “öffentliche Klos” auch finanziell zu lösen…
Feb
19
Bahnhof Dießen: Chance oder Griff ins Klo?
abgelegt von Hannes Sander in Diessen, So eine Wirtschaft in Diessen | 8 Kommentare
Der Dießener Verschiebebahnhof soll am Dienstag kommunales Eigentum werden. Laut Lokalmedien weiß man zwar noch nicht, wie man das Ding letztendlich nutzen will, aber jetzt geht erst mal ein “Betrag im niedrigen sechsstelligen Bereich” über die Theke, um ihm habhaft zu werden. Die Mittel würden im Haushalt umgeschichtet, gibt der “Starnberger Merkur” ein Statement unseres Bürgermeisters wieder. Was dafür auf der Strecke bleiben wird, wurde nicht erklärt.

Das Bahnhofsgebäude als Eigentum der Marktgemeinde: Chance oder ein Griff ins Klo? “Klo” ist hier keineswegs giftig gemeint: Seit 2006 kommen öffentliche Toiletten immer wieder ins Gespräch, wenn von diesem Bahnhof geredet wird…
Die jüngste Dießener Bahnhofsgeschichte ist spannend und im MOOSBLOGGER dokumentiert. Ein ausführlicher Bericht vom 18. Dezember 2006 über eine denkwürdige Gemeinderatssitzung, auf der die ideal mobil AG öffentlich ihre Absichten verkündete und dafür den Segen des damaligen Gemeinderats bekam, kann hier nachgelesen werden. Schon witzig, wie mein damaliger Beitrag endete: “Dennoch blieb nach meinem Eindruck die Euphorie der Gemeinderäte insgesamt “weihnachtlich gebremst”. Vermutlich sprach Gemeinderat Kubat seinen Ratskollegen wohl aus der Seele als er meinte; für alles, was den jetzigen Zustand des Bahnhofs verbessere, müsse man doch nur dankbar sein. – Wirklich?”
Am 23. Februar 2007 habe ich unter der Überschrift “Fährt heute der Zug ab?” über den für jene Tage angekündigten Kauf des Bahnhofs durch den Investor geschrieben: “Wie es mit dem Bahnhof dann weitergehen wird, ist noch unklar. Die Käufer binden sich immerhin sechs weitere Bahnhöfe ans Bein, die man nur nach und nach “zum Leuchten” bringen kann. So wird sich in Dießen zunächst einmal in diesem Jahr voraussichtlich nichts tun. – Vielleicht nutzt man hier die Zeit, über Alternativen zum “McBahnhof-Konzept” nachzudenken und zu diskutieren. Vielleicht lässt sich ein Konsens von Investor und kreativen Diessener Ideen herstellen, ein alternatives Konzept erarbeiten, mit dem beide Seiten gut leben können? – Obwohl es ein – in Landsberg preisgekrönt umgesetztes – Standardkonzept gibt, hatte doch die ideal mobil AG im Diessener Gemeinderat erklärt, das konkrete Nutzungskonzept in engster Zusammenarbeit mit der Gemeinde zu entwickeln.”
Ich glaube, nun sind wir wieder am selben Punkt angelangt, die “kreativen Ideen” sind bei uns nie geboren worden, auch die einst angekündigte Machbarkeitsstudie, die der Investor mit der Gemeinde erstellen wollte, ist mir nicht bekannt geworden. Bleibt also die Frage: Was tun wir mit dem Bahnhof? Wenn das Ding jetzt Gemeindeeigentum wird, ist die Gemeinde gefragt. Wird es gar eine Bürgerbeteiligung geben, mit der Ideen gesammelt werden? Oder belassen wir es bei einem öffentlichen Klo und einer Postfiliale in einem interessanten Objekt, dass nicht schnell genug geschluckt werden konnte, weil es ja wohl viel Potenzial haben muss?
Feb
17
Aus aktuellem Anlass
abgelegt von Hannes Sander in Moosblogger aus Diessen | 2 Kommentare
Feb
16
Statt “weißem Gewerbe” ein paar weiße Segel
abgelegt von Hannes Sander in So eine Wirtschaft in Diessen | 1 Kommentar
Jede neue Nachricht über eine weitere Genhmigung eines Hallen-Baus im Gewerbegebiet Romenthal reizt mich, an ein kollektives Versagen zu denken. Hier, im “Ort der Kreativen”, haben wir es nicht geschafft, eine großartige Chance zu ergreifen. Warum haben wir nicht Hirnschmalz und Engagement eingesetzt und im Romenthal ein Gewerbegebiet neuen Typs für vor allem weißes Gewerbe entwickelt, das unserer besonderen geografischen und wirtschaftlichen Lage angemessen gewesen wäre? Hat nicht das halsstarrige Anrennen gegen eine generelle gewerbliche Nutzung des Areals die Chance schon im Keim erstickt, hier etwas Besonderes, Neues, für Dießen Angemessenes zu entwickeln? Hatten wir wirklich in unserem Luftkurörtchen nicht die schöpferischen Kapazitäten, ein Gewerbegebiet Romenthal zu erdenken, in dem “weißes Gewerbe” arbeiten und leben kann?
Herausgekommen ist ein allzu gewöhnlicher Bebauungsplan, der nun peu à peu mit Hallenbauten unübersehbar umgesetzt wird. Neueste Errungenschaft ist die Genehmigung einer 440-qm-Halle für Segelboote. Der Antrag der “DSC Segelsport GmbH” wurde auf der jüngsten Bauausschusssitzung genehmigt. Wie in der Lokalpresse heute zu lesen ist, stimmte man dabei auch einer “Anhebung der Sockelhöhe” zu.








