Vor einigen Tagen habe ich hier über das wahrscheinlich zumindest zeitweilige Aus des Dießener Seefestes geschrieben. Der Gemeinderat hatte, lt. Regionalblättchen, in seiner letzten nicht-öffentlichen Sitzung 2010 das Ansinnen abgelehnt, einem neuen Festwirt zumindest durch Erlass der Platzmiete in die Puschen zu helfen und dessen finanzielle Risiken zu “kommunalisieren”.

Hättet Ihr auch so entschieden? Oder ist Euch das altehrwürdige Dießener Seefest eine luftkurörtliche Subvention wert? Bitte sagt mit einem einfachen Klick in dieser neuen MOOSBLOGGER-Umfrage Eure Meinung. Ihr könnt außerdem eigene Kommentare abgeben und Freunde, Bekannte, Verwandte ebenfalls um ihre Stimmabgabe bitten. BITTE MITMACHEN!!!


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Kommentare

9 Kommentare zu “Umfrage: Soll die Gemeinde das Seefest retten?”

  1. Petra Sander on Januar 9th, 2011 14:17

    Der Erlass der Platzmiete wäre nur der kleinere Teil des “Entgegenkommens” gewesen. Im Haushaltsjahr 2009 hat die Gemeinde für den Seniorentag 5751€ an den Festwirt gezahlt. Das ist eine garantierte Einnahme, die die Platzmiete weit übersteigt.
    Entscheidend für mich ist, dass für einen Teil der Veranstaltungen die Gemeinde die Ausfallbürgschaft übernehmen soll. Und wenn das Festzelt die letzten Jahre schon nicht ausreichend besucht wurde, wer zahlt dann noch Eintritt? Da müssten schon hochkarätige Bands aufspielen und die planen ihre Auftritte nicht erst ein halbes Jahr vorher.

  2. hascherl on Januar 9th, 2011 17:31

    Dass Ende des Seefestes ist ein Glücksfall ! Keine Besoffenen mehr die nachts gröhlend vom Bierzelt heim irren und in Hauseingänge urinieren. Also das Ende jetzt ein echter Zugewinn an Lebensqualität für die Dießner ! Die Misswahlen haben in den letzten Jahren sowieso zu viel gewaltbereites Publikum von Auswärts angezogen. Es gab kaum noch eine Misswahl wo ab 23.00 nicht irgendwo ein paar Fäuste flogen bis hin zur Großschlägerei vor ein paar Jahren.

    Die Gemeinde gibt ohnehin schon zu viel Geld für äußerst fragwürdige Projekte aus oder plant es, z.Bsp. Aussichtsturm, Seepodest, leere Ortsbusse, EUR 350.000 Bootshaus. Auf der anderen Seite wird Substanz sinnlos verscherbelt, z.Bsp. kommunale Notunterkunft in St. Georgen oder das Gewerbegebiet Romenthal .

    Das Geld ist viel besser investiert wenn endlich der erbärmliche Zustand der Straßen in Dießen beseitigt wird ! Bierzelte erhalten ist keine kommunale Aufgabe !

  3. Petra Sander on Januar 9th, 2011 19:45

    Liebes Hascherl,
    diese Aussagen kommen nun schon zum zweiten Mal, deswegen müssen sie aber nicht wahr sein.
    Bei Gesprächsbedarf sind meine Kontaktdaten unter meinem vollständigen Namen in der Liste der Gemeinderäte zu finden.
    Petra Sander

  4. BeKie on Januar 21st, 2011 17:11

    Liebes Hascherl, wir hatten vor wenigen Jahren schon mal einen Zeitgenossen, der die mit viel Halbwissen und wenig Hintergrundinformationen einiges an Verwirrendem von sich gab. Du schließt Dich hier nahtlos an. Deine oberflächlichen Behauptungen stehen jetzt schon mehr als 10 Tagen unwidersprochen im Moosblogger!
    Lieber Moosblogger, vielleicht wäre es denn Dir, mit Deinem journalistischen Eifer, oder vielleicht wäre es denn dem einen oder anderen Gemeinderatsmitglied möglich, hier einiges objektiv und sachlich richtig zu stellen.

    – Bootshaus fürs ASG: Wer ist denn der Bauherr (Finanzierer), wohl nicht die Gemeinde, oder?
    – Naturbeobachtungsturm: Wer hat den diesen Turm finanziert, wohl nicht die Gemeinde, oder?
    – Seepodest: Da ist ja eh nix ausgegeben worden, oder?
    – Wo ist denn beim Gewerbegebiet Romenthal sinnlos Geld verscherbelt worden?
    – „kommunale Notunterkunft“ – a bisserl mehr Respekt wäre hier wohl angebracht. Soweit ich gehört habe, geht die Entscheidung wohl eh hin zur Renovierung, nicht zum Verkauf.

    Im Übrigen können sich die Investitionen unserer Gemeinde, z.B. als Schulaufwandsträger der Carl-Orff Grund- und Mittelschule, sehr wohl sehen lassen. Hier werden die richtigen Weichen gestellt, hier wird in unsere Zukunft sinnvoll investiert! Lesen Sie doch dazu einen Artikel im FOKUS 03/11 vom 17. Januar, Seite 5, linke Spalte von Wolfram Weimer!

    Da leben wir ja im Paradies, herzlichst, Ihr BeKie

  5. Hannes Sander on Januar 23rd, 2011 21:03

    Hallo BeKie! Schön, wieder auch von Dir zu hören! Ich finde es gut, wenn die MOOSBLOGGER-Gemeinde diese Plattform zum Meinungsaustausch nutzt. Wenn wir uns dabei mit sachlichen Argumenten der “reinen Wahrheit” nähern, um so besser…!
    Zum Seepodest kann ich mir einen Kommentar nicht verkeifen: Ich hoffe sehr, dass es auch so bleibt und für diese S…idee auch wirklich keine zigtausend EUR augegeben werden.

  6. Anni Sander on Januar 24th, 2011 01:11

    Diessen 21?

  7. hascherl on Januar 24th, 2011 12:26

    Liebes BeKie,
    du meinst mit Gemeinde als Finanzierer sicherlich die Gemeinde-Verwaltung. Klar die hat´s nicht finanziert / bezahlt ! Vielmehr die Gemeinde der steuerzahlenden Dießener war es , so ist es vielleicht treffender gesagt. Im Übrigen zur Erweiterung deines Fachwissens “Kommunale Notunterkunft” ist der Fachbegriff für diese Einrichtung. Muss immer diejenige Gemeinde stellen wo der Betroffene zuletzt seinen Wohnsitz hatte. Den Bau von Klassenzimmern kritisiert niemand, sie gehört ja zu den kommunalen Pflichtaufgaben. Von der Umsetzung schwachsinniger Projekte wie Naturbeobachtungsturm / Seepodest usw. sollte eine Gemeinde jedoch absehen. Es ist dass Geld der (Steuerzahler-) Gemeinde Dießen dass vom Finanzamt zuerst eingesammelt wird um mit Schlüsseln dann wieder verteilt zu werden. Im übrigen schwimmen alle Wasservögel am Einlauf des Mühlbaches – wenn sie satt und müde sind gehen sie wieder hinter ins “Grüberl” und wollen ihre Ruhe. Wenn sie sich fortpflanzen bauen sie in den Schilfgürtel (z.Bsp. am geplanten Seepodest Standort) ihr Nest. Was würdest denn du oder ein Gemeinderat dazu sagen wenn man dir plötzlich vor´s Schlafzimmer ein Podest baut und dir bei der Zeugung deines Nachwuchses zusehen will ?

    Wenn Dießen finanziell wie eine reiche kleine Vorortgemeinde von Zürich, z.Bsp. Meilen am Zürichsee, Heerliberg usw., dastehen würde gäbe es ja nichts zu kritisieren. Aber wenn ich hier die Zeitung aufschlage lese ich “Rotstift angesetzt” oder Armut verdreifacht wenn die Dießner Tafel ihren Tätigkeitsbericht vorlegt. In diesem Kontext schmerzen einen Steuerzahler solche Ideen/Fakten wie Seepodest, Unterhalt Naturbeobachtungsturm, Schul-Bootshaus für EUR 350.000 . Bedenke bitte dass wir für unsere Schulkinder die am Bahnhof warten müssen nicht einmal mehr eine trockene und warme Wartemöglichkeit haben. Das gabs zu meiner Zeit, heute gibts nur noch eine Bude , genannt Markthalle, wo Samstag u.a. Cappucino geschlürft wird und Zeug gekauft werden kann dass es überall anders auch gibt, und dass die ganze Woche.

    Mittlerweile erkennt selbst meine Friseurin dass hier Straßen in erbärmlichen Zustand sind und drohen hinunterzubrechen. Ich selbst komm vor lauter Dreck in den Wasserleitungen mit dem Wechseln sogenannter Perlatoren nicht mehr nach. Teilweise sind sie ausverkauft. Warum wohl ?

    Für dieses Jahrzehnt wäre es doch ein toller Vorsatz einen großen Papierkorb aufzustellen in den dumme und schwachsinnige Ideen wandern. Alle besinnen sich auf die kommunalen Kernaufgaben, z.Bsp. Straßen und Trinkwasserleitungsnetz nachhaltig sanieren. Wenn wir damit fertig sind modernisieren wir dass Elektrizitätsnetz, z.Bsp. Smart Meter, Smart Grid. Versorgung der Einwohner mit Elektrizität ist wie Klassenzimmer bauen eine kommunale Pflichtaufgabe.

    In diesem Sinne und für eine gute Zukunft unserer Kinder. Hascherl

  8. fiegecrew on Januar 24th, 2011 12:37

    Liebes Hascherl,

    ich habe Deinen Beitrag sehr interessiert gelesen. Man könnte meinen, daß Du die Auffasung vertrittst, Dießen den (alteingessenen) Dießenern…ja keine Touristen nach Dießen, denn die bringen nur unnötige Ausgaben mit sich…Töpfermarkt ja, Rest nein!
    Wer kommt denn noch nach Dießen?? Wenn es keine “Attraktionen” kann man auch niemanden für einen Ort begeistern…..
    Aus meiner Sicht verhält sich die Gemeinde zum Thema Seefest völlig falsch! Ich fand das Seefest bisher immer als eine Bereicherung für das “triste Künstlerleben” in Dießen.

  9. hascherl on Januar 24th, 2011 12:59

    Liebes fiegecrew,
    ich bin absolut für Tourismus in Dießen. Es ist ja dadurch auch sehr viel neue Straßengastronomie entstanden die südliches Flair verbreitet.

    Im Moment halte ich es allerdings für besser zuerst die verfaulten Stege in den Seeanlagen entweder abzureißen oder zu sanieren. Wir wollen ja nicht dass ein Nicht-Ortskundiger zu Schaden kommt.
    Es reichen schon die winterlichen Eisplatten in unseren kaputten Straßen.