Da ist sie wieder einmal: die Diskussion, wer denn vom Tourismus in der Region profitiert. Interessanterweise wird sie immer dann geführt, wenn kleine Unternehmer wie Gastwirte und Einzelhändler zur Kasse gebeten werden. Diesmal sind 20 EUR Mitgliedsbeitrag für den Tourismusverband Ammersee-Lech der Auslöser, für die sich Herr Landrat in einem offenen Brief stark gemacht hat.

Ich will heute nicht die Mitgliedschaft Diessens in diesem Verband diskutieren (das Luftkurörtchen zahlt dort und im Starnberger Tourismusverband 5-Seen-Land Beiträge).

Mir geht es um die heute im “Landsberger Tagblatt” aufgeworfene Frage, wer vom Tourismus in der Region profitiert. Ich behaupte: das “Landsberger Tagblatt”! ;-) Ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie – wir alle profitieren vom Tourismus in der Region. Das ist der Wirtschaftsfaktor bei uns. Das ist die Existenz-Grundlage für Gastwirte, Einzelhändler, Hoteliers genauso wie für Dienstleister vom Handwerker über Webdesigner bis hin zu Papier-Verlagen. Das ist die Grundlage für Beschäftigung, Ausbildung und Steueraufkommen. Wenn die vielen, vielen Kleinen gut existieren können, “profitieren” selbstverständlich wir Einwohner ganz kräftig davon: z.B. dass wir in Diessen zwischen 40 verschiedenen Lokalen und diversen kleinen Läden wählen können, ein Kino und viel Kleinkunst haben. Das gäbe es in dieser Vielfalt und damit Qualität nicht. Gemeinden und Landkreis verdienen zudem an den Steuern direkt und indirekt aus dem Tourismus und können so ihre Aufgaben vor Ort erfüllen.

Vom Tourismus profitieren also alle. Diesen Wirtschaftszweig intelligent und fantasievoll, behutsam und zielstrebig zu entwickeln ist die Aufgabe.

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Kommentare

1 Kommentar zu “Wer profitiert vom Tourismus?”

  1. kilian on Februar 7th, 2010 13:41

    Stimmt schon, dass alle vom Tourismus profitieren. Nur: Seit dem Erlass der Richtlinien KorruR vom 13.April 2004 durch die Staatsregierung, ist ein riesiger Schwund in der Zustimmung bei der sich so sicher fühlenden, allmächtigen (Staat) Partei zu verzeichnen. Und es zwängt sich der Verdacht auf, dass die Aktivitäten des Herrn Landrat ganz andere Gründe haben