Dez
30
Weihnachtliche Nachbeben in der Wertstoffsammelstelle
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War manchem von uns vor wenigen Tagen noch die Gans oder Pute zu fett, zeigt nun die Weihnachtsvöllerei andere Sättigungsgrenzen. Wer heute nachmittag zur Wertstoffsammelstelle Frinz-Winter-Str. reiste, um seinen Müll wegzusortieren, musste sich mit seinem Papier und flachgelegten Kartons unverrichteter Dinge trollen. Die Container waren nicht wegen dem strömenden Regen geschlossen – sie waren schlicht überfüllt. “Versuchen Sie es am Samstag wieder”, so der Personal-Rat vor Ort. – Werd’ ich wohl machen, was bleibt mir auch übrig? Die dann hoffentlich entsorgten Sammelplätze öffnen am 2. Januar 2010 um 8 Uhr – vielleicht stelle ich mich ja ein, zwei Stündchen früher an, damit ich nicht wieder meinen Müll nach Hause karre.
Dez
27
Moosblogger-Rückblick Dießen 2009 (Teil 2)
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Der Juli bot enorm vielfältige Themen. Der Moosblogger berichtete u.a. von Reisen nach Poznan und Vilnius, widmete sich wiederholt der Mückenplage am Ammersee im feucht-heißen Frühsommer und reportete gesellschaftliche Höhepunkte des Luftkurörtchens wie Ammersee-Cup und See- bzw. Volksfest. Beim letzteren rankten sich mehrer Beiträge um die geheimnisvolle Steffi aus Dettenschwang, die bei der Miss-Dießen-Wahl 2009 schließlich den 3. Platz belegte. Erinnert wurde auch an den englischen Tourismusexperten Keith Thomas, der sich im Jahr 2006 mit mir für die Idee eines Ammersee-Aquariums in Dießen engagiert hatte: Der Moosblogger berichtete über die Eröffnung seines neuesten Projekts, der Insekten-Erlebniswelt “The Bugworld” in Liverpool. Am 20. Juli schrieb ich den letzten von mehreren Moosblogger-Berichten über “meine” G-Jugend-Fußballer, die ich ein Jahr lang beim MTV Dießen mit Philip Ropers aushilfsweise, aber sehr gerne trainiert hatte. Höhepunkt im Juli war jedoch der Beitrag “Der kapitale Blick über den Ammersee“, in dem ich mit einem Video den Lesern einen Vorgeschmack gab, welches atemberaubende Erlebnis sie erwartet, wenn die Gemeinderats-Idee verwirklicht wird, ein Seepodest für geschätzte 81.000 EUR zu erreichten, um ein Auge über den Schilfgürtel werfen zu können.
Der August begann mit einem traurigen Abgesang auf das Montessori-Kinderhaus, das am 7. August geschlossen wurde. Dann gab es im Moosblogger einen mehrteiligen Report aus dem herrlichen Ostsee-Urlaub. Alltagsthemen, wie das Pfandflaschenchaos oder auch der “Wespenhof-Tourismus” bestimmten danach die Beiträge im Sommer, bis sich der Moosblogger zu einer Reise mit einer Gruppe des Freundeskreises Ammersee-Windermere e.V. in die nordwestenglische Partnerstadt verabschiedet hatte.
Der September begann mit einem begeisterten Reisebericht zu den Grasmere Games – ein unvergessliches Erlebnis! Danach rückte im Moosblogger das Thema “bevorstehende Bundestagswahlen” in den Mittelpunkt, dem mehrere Beiträge gewidmet wurden. Als Anfang September von prominenten Internet-Pionieren das so genannte “Internet-Manifest” veröffentlicht wurde, bot auch dieses Weblog den von mir unterstützten Ideen eine Plattform. Am 16. September startete der Moosblogger eine scheinbar nicht enden wollende, leidige Geschichte. Unter der Überschrift “Hartnäckige Ignoranz” wurde erstmals seit einem Jahr wieder auf die tägliche Verletzung der Verkehrsvorschriften bei der gesperrten Zufahrt zum Ammersee-Gymnasium hingewiesen. Seither wurden fast täglich neue Verstöße hinzugefügt; mit jedem neuen Posting wuchs meine Erwartung, der Moosblogger würde doch zur “Pflichtlektüre” verantwortlicher Dießener “Bediensteter”.
Der Oktober begann mit einem besonderen Ereignis: der Übergabe des restaurierten Monopteros im Schacky-Park. Der Moosblogger machte daraus, was die Papiermedien nicht können: Am selben Tag einen bebilderten Bericht “Diessen hat jetzt einen Tempel” mit Video. Zum Monatsende schließlich berichtete der Moosblogger ausführlich von einem Treffen der deutschen CoWorking-Initiativen im thüringischen Meiningen, an dem das Dießener DenkerHaus-Projekt beteiligt war – natürlich wieder mit einem Video.
Den Moosblogger-November prägten zwei wesentliche Themen: die Fortschritte beim DenkerHaus und die glorreiche Gewerbesteuer-Erhöhung durch den Gemeinderat. Am 17. November berichtete ich – aufgeschreckt von einer Mail des Grünen-Gemeinderates und Vorsitzenden des luftkurörtlichen Gewerbeverbandes, Michael Hofmann – erstmals und noch etwas ungläubig von einer möglichen geplanten Erhöhung des Gewerbesteuer-Hebesatzes. Am 23. November durfte ich dann aus der Gemeinderatssitzung “Vollzug melden“: Angekündigt als Aussprache über eine mögliche Gewerbesteuer-Erhöhung, wurde auch flugs ein entsprechender Beschluss gefasst – mit enttäuschenden drei Gegenstimmen: 1x Grüner (Gewerbeverbandschef), 2x Freie Wähler. Kein anderes luftkurörtliches Thema hat mich 2009 so entsetzt, wie dieses Hau-Ruck-Verfahren, dessen Ergebnis ein falsches Signal zur falschen Zeit war (ist mir eine Ehre, mir auch “engstirnigen Lobbyismus” in dieser Frage vorwerfen zu lassen).
Begonnen hatte der Dezember mit einem erfreulichen Ereignis; der öffentlichen Präsentation des DenkerHaus-Projektes. Diese hatte knapp 50 Interessenten, darunter zwei (Grüne) Gemeinderäte, angelockt. Eine weitere, höchst erfreuliche Neuigkeit zum Jahresabschluss präsentierte der Moosblogger am 22. Dezember unter der Überschrift “Schöne Bescherung für Dießen“: die lange angekündigte und nun vollbrachte Errichtung eines Aussichtturms am Südende des Ammersees, ganz in der Nähe des Dießener Sportplatzes.
Mit diesem Jahres-Rückblick 2009 geht der Moosblogger mit aktuell täglich 350 Besuchern ins fünfte Jahr seiner Existenz. Ich wünsche allen meinen Lesern einen guten Rutsch in ein glückliches Jahr 2010! Bleiben Sie schön neugierig, kritisch und kreativ!
Das neue Jahr wird sicher nicht langweilig. Antworten auf so wichtige Fragen müssen her, wie: Kommt das kommunale Finanzloch, wie groß wird es und wie stopft es dann der Gemeinderat? Wie geht es mit der Vermarktung des Gewerbegebietes Romenthal als “letzte verfügbare Fläche zur wirtschaftlichen Entwicklung des Luftkurörtchens” voran?….
Dez
26
Moosblogger-Rückblick Dießen 2009 (Teil 1)
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Das Jahr 2009 begann im Januar mit verheißungsvollen Ausblicken, verkündete doch die Marktgemeinde ein deutlich höheres Steuereinkommen für 2008 als geplant. Was würde mit der “überschüssigen Kohle” geschehen, fragte der Moosblogger - und mancher Punkt (Bahnüberführung, Gewerbegebiet Romenthal etc.) ist auch tatsächlich erfüllt worden. Einige eiskalte Januar-Tage verwandelten etwas später die Kirzingerstr. unmittelbar vor dem Abzweig zum neuen Eisenbahnhaltepunkt St. Alban in eine spiegelglatte Eisbahn und der Moosblogger fragte nach wiederholt ungewollten Schlitterpartien, wer denn für das Räumen und Streuen dort zuständig sei.
Im Februar konnte ich auf dieses Randthema noch eine Schippe drauf legen, denn inzwischen hatte es eine 1.0-Reaktion aus dem Rathaus gegeben. Weniger, dass die Anlieger an ihre Pflichten erinnert worden seien hob meine Stimmung. Vielmehr die Bemerkung im Amtsschreiben des Bürgermeisters, ich sollte künftig derlei Anliegen per Brief vorbringen, denn der Moosblogger gehöre nicht zur Pflichtlektüre der Bediensteten. Ob sich das inzwischen geändert hat, wo ich doch wieder monatelang auf dieses Traumziel hingearbeitet habe?? (Zum Jahresende 2009 hat der Moosblogger durchschnittlich 350 Visits pro Tag. Wäre schön, wenn darunter auch der eine oder andere Bedienstete wäre…) Einen vielleicht “historischen Beitrag” gab es am 10. Februar 2009 im Moosblogger: Ich erzählte vom Betahaus in Berlin und fragte in die Leserrunde, wie es denn wäre, auch im Luftkurörtchen ein Haus für gemeinsames Arbeiten und Austauschen kreativer Freiberufler und Selbständiger einzurichten. Dieser Beitrag hat enorm viel Interesse geweckt, hat die Idee des “DenkerHauses Ammersee” mit einem fantastischen Gründerkreis ins Leben gerufen. Am 3. Dezember wurde der in monatelanger Arbeit erreichte Stand knapp 50 (!!) Interessenten öffentlich vorgestellt, was der Moosblogger natürlich dokumentierte. 2010 soll das DenkerHaus Wirklichkeit werden. Im Moosblogger gibt es längst eine Rubrik “DenkerHaus Projekt“.
Im März wurden fleißig 19 Beiträge gemoosbloggt. Erwähnt werden soll hier mein Moosblogger-Beitrag voller Enttäuschung zur Dießener Bürgerversammlung, die nur auf geringes Interesse gestoßen war und im Vergleich zum Wahlkampfvorjahr vor Harmonie gestrotzt hatte.
Den April eröffnete auch der Moosblogger mit einem Aprilscherz: die Postboje auf dem Ammersee zur beginnenden Segelsaison kam gut an. Am 20. April berichtete ich nach einer Reise unter der Überschrift das “schwarze Loch von Geltendorf” von einem rund zweistündigen Zwangszwischenstopp auf dem heimeligen Bahnhof Geltendorf, weil dort in den Abendstunden planmäßig rund 120 Minuten lang kein Zug in Richtung Dießen verkehrte. Die gute Nachricht: Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember ist dieses Loch erfreulicherweise gestopft worden!
Der Monat Mai begann im Moosblogger mit einem Gänsehaut-Erlebnis: dem tollen 1.-Mai-Abend im Schacky-Park. Anlässlich des 1-jährigen Gemeinderats-Jubiläums lud der Moosblogger dann seine Leser ein, die Arbeit des Gremiums zu benoten. Der Durchschnitt der 46 Bewertungen zeigte deutliches Steigerungspotenzial. Bilanzziehen war auch Thema im Moosblogger am 27. Mai. Seit 10 Jahren in Dießen zu leben war Anlass für einen ganz persönlichen Bericht “Auf den ‘Huuund’ gekommen”.
Im Juni gab es die Europa-Wahlen. Sogar das BR-TV hatte sich mit seiner Sendung “Jetzt red i, Europa” in unser Luftkurörtchen verirrt, der Moosblogger reflektierte das großteils seichte Gesehene aus dem Adria-Urlaub. Kurz darauf behandelte das Weblog die Europa-Wahl-Ergebnisse und rechnete 92 Stimmen für die neue Piraten-Partei am Ammersee zusammen (zur Bundestagswahl waren es dann schon 389 Stimmen). Am 15. Juni tagte der Gemeinderat, u.a. um eine Anfrage der Grünen-Gemeinderätin Petra Sander zu behandeln, wer denn eigentlich für die zu klein geratene Turnhalle des funkelnagelneuen Ammersee-Gymnasiums verantwortlich sei. Am 17. Juni zitierte der Moosblogger einen Bericht des Landsberger Tagblatts zu jener Ratssitzung. In Erinnerung dürfte daraus vor allem das Statement des Kreisbaumeisters bleiben: Turnhallenbelegung sei zunächst eine Frage der Organisation.
(Der “Moosblogger-Rückblick Dießen 2009″ wird mit einem Teil 2 fortgesetzt.)
Dez
25
“Hinreichend fettige Speisen schleimiger Konsistenz”
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In Russland wird kaum Weihnachten, aber ganz heftig Neujahr oder auch das Jolkafest gefeiert. Alkoholtrinken zu Neujahr gehört dort einfach dazu; wie oft auch hierzulande über die Weihnachtstage gerne ein, zwei, drei, viele Gläschen geleert werden. Man kann sich bei den gestählten Russen für hiesige Weihnachtsanlässe durchaus einige nützliche Tipps abschauen. Wie das Online-Portal “Russland-Aktuell” berichtet, habe der oberste Sucht-Experte des russichen Gesundheitsministeriums, Jewgeni Brjun, Ratschläge gegeben, wie das alljährliche Gelage wenigstens besser zu vertragen ist.
1. Umsteigen von den beliebten süßen oder halbsüßen Schaumweinen auf trockenen Sekt.
2. Nicht auf nüchternen Magen trinken.
3. Während des Essens öfters aufstehen: Bewegung und frische Luft dämpfen die Auswirkungen auf den Körper.
4. Als ideale „Sakuska“ – das obligatorische Essen zum Trinken – werden dringend „hinreichend fettige Speisen schleimiger Konsistenz“ empfohlen. Diese schützen die Magenschleimhäute am besten vor dem aggressiven Alkohol.
5. Nicht hungrig mit dem Gelage beginnen: Wer zwei Stunden vorher etwas gegessen habe, vertrage die Getränke deutlich besser.
6. Wenn es dennoch zu einem heftigen Kater gekommen ist: Tabu ist neuer Alkohol zur Schmerzdämpfung am Morgen. Auch kräftiger Kaffee oder schwarzer Tee ist das falsche Rezept: Dies belastet das Herz über Gebühr. Am besten gegen den Kater seien allerlei Milchgetränke oder saure Getränke wie Gurkenwasser oder das russische Beerengetränk Mors. Und dazu ein heißes Süppchen.
ALLEN MOOSBLOGGER-LESERN NOCH SCHÖNE WEIHNACHTSTAGE & immer schön gesund leben!!
Dez
22
Schöne Bescherung für Diessen
abgelegt von Hannes Sander in Diessen, Diessen und die weite Welt | 6 Kommentare



Was ist das Schönste an Weihnachten? – Überraschungsgeschenke, über die man sich so richtig freut.
Diessen kann sich freuen. Der lange angekündigte Aussichtsturm am Südende des Ammersees, unweit des Sportplatzes, ist nun tatsächlich errichtet worden. Über eine Holzbrücke und einen Holzsteg führt ein 200 m langer Weg zum Aussichtsturm. Von dort bietet sich ein herrlicher Rundblick über diesen wunderschönen Flecken Erde.
Das ist sehr sehenswert! Diessen hat eine Attraktion bekommen, um die uns sicher das eine oder andere Dorf um den Bauernsee beneiden dürfte. – Wenn jetzt die anliegende Gastronomie im “Strandhotel” und im “Gasthaus am Sportplatz” pfiffig ist, dürfte sie davon besonders profitieren.
Für alle Diessener, ihre Nachbarn und Gäste ist dieser Turm ein echter Gewinn. Hier stimmt der Spruch: Was lange währt, wird auch mal so richtig gut!!
Dez
18
Digitaler Wettbewerb für Papiertiger
abgelegt von Hannes Sander in Moosblogger aus Diessen, Übrigens.... | kommentieren
Ich muss gestehen, Neues fasziniert mich immer wieder. Wenn das Neue dann noch zu meinem Metier – Medienarbeit – gehört, kann ich schon mal euphorisch werden. Jüngstes Beispiel ist die Idee von einem digitalen Magazin, einem neuartigen Mix aus Print und Online, die in diesem Filmchen (das bei mir via upload-magazin hereingeschneit ist) eindrucksvoll vorgestellt wird:
Man stelle sich vor: Ein schön gestaltetes Ammersee-Journal nicht mehr als ergrauter, lahmer Papiertiger, sondern als multimediales Genussstück für die neuen elektronischen Lesegeräte, “eReader” wie etwa “Kindle” von Amazon! Was diese neuen digitalen Journale den überlebten Holzfressern voraus haben könnten, zeigt dieser, auch wunderschön gestaltete, Film.








