Wenn ein Löwe an die Ostsee kommt, darf er nicht erwarten, dass ihm hier die Mähne gefönt wird. Im Ostsee-Stadion herrscht seit Beginn der neuen Fußball-Saison “Windstärke 11” – heute sehr zum Leidwesen der Löwenmähnen. – Was für ein Fußballspiel in der 2. Bundesliga: verbissen, dramatisch – und mit einem sehr guten Ende…! Der FC Hansa Rostock hat den Löwen aus München mit 2:1 das Fell abgezogen. So war es ja hier im MOOSBLOGGER auch versprochen worden.

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Man muss fairerweise sagen: Beide Mannschaften haben von der ersten bis zur 93. Minute gekämpft wie die Löwen. Dass am Ende die Mannschaft unterlag, die die 1. Halbzeit dominiert hatte, hat wohl an den 19.000 leidenschaftlichen Fans gelegen. Die haben mit einem Höllenlärm ihre Hansa-Kogge nach vorne gepeitscht.  102_1339

Ende Januar 2010 ist das Rückspiel in München. Bis dahin können die Löwen ihre Pfötchen lecken – und als Bayern gelegentlich über Windkraft sinnieren. Dann tost “Windstärke 11″ durch die Allianz-Arena.  

HANSA FOREVER!

Auch in MeckPomm hat der Bundestagswahlkampf 45 Tage vor dem Showdown noch Sommerferien, wie im Ostseebad Nienhagen diese Prop-1.0-Displays der örtlichen Volksparteien zeigen.

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Stralsund ist ein wunderschönes (das schönste?) Städtchen an der vorpommerschen Ostsee-Küste; mit seiner hanseatischen Altstadt, viel Wasser rings herum, der malerischen Insel Rügen in unmittelbarer Nachbarschaft. Seit 13 Monaten lockt auch das Ozeaneum Besucher an den Strelasund, im ersten Jahr waren es 950.000 (in Worten: fast eine Million).

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Gestern nun habe ich mich auch zum ersten Mal auf die “faszinierende Unterwasserreise durch die nördlichen Meere” gemacht; so wird dieses ganz besondere Erlebnis von seinen Machern beschrieben. Schon die modene Architektur, eingebettet in die Backsteinbauten des alten Stralsunder Hafens, ist atemberaubend. In der futuristischen Hülle dann die großzügigen Ausstellungen thematisch gegliedert: “Weltmeer”, “Die Ostsee”, “Ostsee-Aquarium”, “Erforschung und Nutzung der Meere” (ist noch under constrction); “Nordsee-Aquarium”, ein Kinderspielbereich (der den Junior nicht loslassen wollte) und am Schluss die von Greenpeace gesponserte Erlebniswelt über die Wale, “1:1 Riesen der Meere”.

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Natürlich haben mich besonders die Aquarien begeistert; große Becken für die heimischen Fische, ohne kitschige Show, in selten gesehenen Dimensionen.

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Fazit: Ein unbedingter Reisetipp!

Heute also geht es endlich wieder los mit dem Bezahlfußball. Die Bayern mögen ihren Meister finden, die Löwen den Abstiegssorgen fern bleiben und der FC Augsburg sein chices neues Stadion immer voll kriegen!

Meine Hanseaten haben leider Schmalkost angekündigt: der FC Hansa will tatsächlich Platz 8 bis 12 der 2. Bundesliga ansteuern. Begreife wer will, wie man von vornherein “Mittelmaß mit Ansage” spielen kann. Dabei haben die Rostocker gerade ihren neuen Trikotsponsor mit dem programmatischen Namen “Windstärke 11” vorgestellt: eine neue Marke, die eine Initiative “Erneuerbare Energien aus Mecklenburg-Vorpommern für Mecklenburg-Vorpommern” repäsentiert. (Tolle Idee und interessantes Beispiel, wie man gemeinschaftlich auch so große Brocken, wie das Trikotsponsoring einer Zweitligamannschaft, stemmen kann.)

Damit dürften im Norden wieder einige Geldsorgen erledigt sein. Und wie man auf Touren kommt, um mit Windstärke 11 seine Gegner umzupusten, zeigen diese Jungs hier:

Youtube-Video

Übrigens: Am nächsten Samstag, 15. August, werde ich live dabei sein, wenn der FC Hansa im Ostsee-Stadion den Löwen das Fell abzieht… ;-) Der MOOSBLOGGER berichtet an dem Samstagabend von der Küste.

Heute mittag schließt zum letzten Mal das Montessori-Kinderhaus in der Diessener Herrenstraße. Eine Wiederöffnung des seit über 20 Jahren als 14-Kindergarten von einer Elterninitiative betriebenen Hauses ist nicht in Sicht. Kinder, Personal und selbst das Inventar zerstreuen sich in alle Himmelsrichtungen, die Immobilie könnte wahrscheinlich schon bald deutlich ältere Nutzer bekommen.

Wohin sind Kraft und Mut der Elterninitiative? Maximal 14 Kinder mit zwei Pädagogen in dem Häuschen zu betreuen, war für die Kleinen zwar ein Segen, doch mit den bestehenden Regularien “betriebswirtschaftlich” offensichtlich auf Dauer nicht mehr durchzuhalten. Im Wettbewerb zu anderen Kindergärten etwa, die mit vergleichbarem Personalaufwand mehr Kinder auf- und damit Beiträge und öffentliche Zuschüsse einnehmen, unterlag das Monte-Haus mit seinen höheren Beiträgen immer wieder. Konnten dann auch noch wegziehende Kinder nicht umgehend ersetzt werden, wurden die finanziellen Risiken deutlich. Kamen auch noch Kraftakte hinzu, wie der unrühmliche, existenzbedrohende Dauerstreit vor ein paar Jahren mit der Marktgemeinde um die zustehenden kommunalen Zuschüsse, der sich bis zur Androhung einer Klage des Vereins zuspitzen musste bis das Geld endlich floss; wer wollte da in einem privaten Verein dauerhaft seinen Kopf hinhalten?

Heute endet das Kapitel Montessori-14-Kinderhaus. Ein Farbtupfer in der Mitte unseres Luftkurörtchen verschwindet.

Als ich heute früh den Junior zum Bahnhof Diessen bringen wollte, hat uns ein fürchterliches Bild geschockt. In unserer Straße lag am Rand ein überfahrenes Kätzchen. Das Horrorbild lässt uns nicht so schnell wieder los.

Auch nicht die Frage, ob in einer Tempo-30-Straße so etwas wirklich passieren musste (und hier immer wieder passiert). Jedoch: Tempo 30 ist auch hier wohl eher Wunsch als durchgesetztes Gebot.

Reine Makulatur ist hier übrigens auch das schilderwaldangeordnete durchgängige Parkverbot in der Straße. Dieser ständige Verstoß hat aber sogar sein Gutes: Die unerlaubt abgestellten Fahrzeuge bremsen zumindest gelegentlich die übereiligen Anlieger, Badegäste, Segler und Camper aus.

Hier ein paar Vorschläge zur für Mensch und Katzen sicheren Gestaltung des Straßenverkehrs in der Lachen-Birkenallee:
1. Parkmöglichkeiten gezielt legalisieren und damit gleichzeitig zur deutlichen Verkehrsberuhing beitragen (“natürliche Schikanen” schaffen!);
2. Durchfahrtverkehr unterbinden, um das Verkehrsaufkommen in der immer stärker bewohnten (hier wurden und werden weitere Wohnhäuser gebaut) Straße zu reduzieren. Dazu endet der Verkehr durch die Lachen-Birkenallee am Parkplatz Strandbad St. Alban; der Verkehr zum Campingplatz wird allein durch den Seeweg-Süd (ergänzt am 07.08.: von Norden her) geleitet und endet dort auch.
3. Bis zur Verwirklichung dieser oder ähnlicher Maßnahmen wird die Einhaltung der Verkehrsvorschriften durchgesetzt, z.B. durch Geschwindigkeitskontrollen.

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