Mai
30
Schon ziemlich routiniert geben sich hier “meine” Jungs von der G-Jugend im Raum der Pressekonferenzen in der Allianz-Arena. Heute haben wir eine Kids-Tour ins große Stadion gemacht. Dabei ging es fast auf den Rasen, wir waren schon ganz dicht am Spielfeldrand… Durch die Umkleidekabine der Bayern ging es und bis hinauf in den 3. Rang. Spaß gemacht hat der Rundgang uns allen und vielleicht sind die Burschen jetzt so hoch motiviert, dass sie zum Ammersee-Cup am 11./12. Juli hier in Diessen ein paar Tore schießen. Die G-Jugend spielt am 12. Juli.
Schon ziemlich routiniert geben sich hier "meine" Jungs von der G-Jugend im Raum der Pressekonferenzen in der Allianz-Arena. Heute haben wir eine Kids-Tour ins große Stadion gemacht. Dabei ging es fast auf den Rasen, wir waren schon ganz dicht am Spielfeldrand... Durch die Umkleidekabine der Bayern ging es und bis hinauf in den 3. Rang. Spaß gemacht hat der Rundgang uns allen und vielleicht sind die Burschen jetzt so hoch motiviert, dass sie zum Ammersee-Cup am 11./12. Juli hier in Diessen ein paar Tore schießen. Die G-Jugend spielt am 12. Juli.
Mai
27
Nun sind es schon zehn Jahre, dass unsere Familie in Diessen wohnt. “Zugereist” sind wir Pfingsten 1999, als weite Teile der Fischerei vom denkwürdigen Hochwasser überflutet waren. Wie sieht die Bilanz der letzten zehn Jahre aus? Wie hat sich das Luftkurörtchen in dieser Zeit entwickelt? Ist Diessen jetzt “Heimat”?
Unser Einstieg war holperig, zumal wir als zugereiste Bauwerber im Sanierungsgebiet Fischerei keine Lobby hatten. Unsere Umbaupläne für das alte Fischerhaus mussten wir komplett umwerfen, nachdem uns der damalige Bauausschuss Dachflächenfenster untersagt hatte (die so manches Nachbarhaus aber zierten). Wir haben also ziemlich teuer umgeplant, die Kinderzimmer nicht ins Dachgeschoss gelegt, und unsere ersten Lehren gezogen.
Schöner sind diese Erinnerungen an den Anfang: Read more
Nun sind es schon zehn Jahre, dass unsere Familie in Diessen wohnt. "Zugereist" sind wir Pfingsten 1999, als weite Teile der Fischerei vom denkwürdigen Hochwasser überflutet waren. Wie sieht die Bilanz der letzten zehn Jahre aus? Wie hat sich das Luftkurörtchen in dieser Zeit entwickelt? Ist Diessen jetzt "Heimat"?
Unser Einstieg war holperig, zumal wir als zugereiste Bauwerber im Sanierungsgebiet Fischerei keine Lobby hatten. Unsere Umbaupläne für das alte Fischerhaus mussten wir komplett umwerfen, nachdem uns der damalige Bauausschuss Dachflächenfenster untersagt hatte (die so manches Nachbarhaus aber zierten). Wir haben also ziemlich teuer umgeplant, die Kinderzimmer nicht ins Dachgeschoss gelegt, und unsere ersten Lehren gezogen.
Schöner sind diese Erinnerungen an den Anfang: Gleich zwei Vereine hatten unsere Landung am Ammersee sehr erleichtert, denen wir bis heute treu geblieben sind. Im Herbst 1999 gründete sich der örtliche Gewerbeverband neu, der sogleich mich, einen Zugezogenen, im Vorstand "duldete". Und außerdem machten wir als England-Fans unverzüglich bei dem damals noch jungen Freundeskreis Ammersee-Windermere (FAW) mit. Noch im Sommer reisten wir (ich glaube mit dem Alpenverein) erstmals in die englische Partnerstadt; wo ich übrigens den Diessener Bürgermeister Herbert Kirsch persönlich kennenlernte. Im September 2000 gab es die erste Englische Woche in Diessen, die der damalige Augustinum-Chef mit dem Gewerbeverband und dem FAW aus der Taufe hob. Das war ein toller, interessanter Aufbruch.
Anderthalb Jahre nach unserer Ankunft in Diessen wurde unser Sohn geboren. Unvergesslich, wie unsere Fischerei-Nachbarn kamen, gratulierten und kleine Geschenke brachten, z.B. ein extra angefertigtes Keramikservice für den Junior.
Was hat sich alles getan in unseren 10 Jahren hier in Diessen?! Wir haben noch den "alten" Töpfermarkt erlebt, der dann in die See-Anlagen umzog und darunter sicher nicht gelitten hat. Wir haben noch Geschäfte und deren liebenswerte Betreiber wie die "Drogerie Siebold" und die "Bauerntruhe" erlebt. Wir waren auch noch Kunden im Postamt, das ohne große Aufregung im Dorf einfach dicht gemacht wurde. Wir waren zum Milleniumswechsel beim Feuerwerk in den See-Anlagen dabei, verfolgten jedes Jahr den Neujahrsempfang mit einem immer routinierteren Bürgermeister. Wir haben die Diskussionen um den Bau eines neuen Gymnasiums miterlebt und uns mit dafür eingesetzt; inzwischen ist es längst eröffnet und seine Turnhalle erweist sich bereits als zu klein. Selbst das lange ungeliebte Gewerbegebiet Romenthal nimmt nun normale Konturen an, das ich gerne als "schönstes Gewerbegebiet Bayerns" entwickelt gesehen hätte.
Eingesetzt habe ich mich auch für andere Themen; wie die Auftragsvergabe an heimische Gewerbetreibende beim Bau des Gymnasiums oder für die Entwicklung eines touristischen Projektes namens "Haus der 5 Seen". Dabei habe ich mir wiederholt das Maul verbrannt, aber auch - wie mich Unterstützer aufmunterten - den Ruf bekommen, ein "Huuund" zu sein, was hier positiv gemeint sein soll. In den Fußstapfen ihres Vaters machte Tochter Anni als Vorsitzende des Jugendbeirates übrigens ähnliche Erfahrungen. Seit Oktober 2005 ist der MOOSBLOGGER online. Von mir gestartet, weil ich selber - ohne die "Interpretationen" der situierten, meinungsmachenden Papierpresse - artikulieren wollte, worum es mir wirklich geht. Dann kam mein Ausstieg als Vorsitzender des Gewerbeverbandes, der Umzug von der Fischerei nach St. Alban (in angenehme Strandbadnähe). Letztes Jahr schließlich wurde meine Frau Gemeinderätin, mit unserer "Granny Eve" aus Windermere haben wir in anderthalb jährigem Ringen zur inzwischen 5. Britischen Woche vier Dampfbötchen auf den Ammersee geholt, danach begann ich mit Spaß die G-Jugend-Fußballer zu trainieren...
So und noch viel mehr anders sind 10 Jahre Diessen wie im Fluge vergangen. Vereine, Freunde (und Nicht-Freunde), Bekannte, Moosblogger-Community, "Babygruppe" und Skatrunde - ich lebe turbulent aber gut hier im Luftkurörtchen. "Mittendrin, statt nur dabei". - 10 Jahre Diessen am Südzipfel des Bauernsees sind eine gute Gelegenheit nachzudenken, ab wann man eigentlich "Heimat" zu seinem Wohnort sagt.
Mai
25
Na klar, auch in der russischen Ostsee-Enklave, dem Kaliningrader Gebiet, grasiert die Wirtschaftskrise. Read more
Na klar, auch in der russischen Ostsee-Enklave, dem Kaliningrader Gebiet, grasiert die Wirtschaftskrise. Der Bauboom der letzten Jahre hat eine sichtbare Pause eingelegt, die vielen neuen, feinen Shopping-Tempel in Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg, haben zurzeit nur wenige Kunden. Neu gebaute Wohnhäuser finden keine Käufer und noch mehr Gewerbeimmobilien stehen zum Verkauf bzw. suchen Mieter.
Dennoch hat sich diese Stadt seit meinem letzten Besuch vor einem Jahr weiter gemausert, wie ich letzte Woche gesehen habe. Einige, weitere Straßen sind nun geglättet, die berühmten städtischen "Teiche" werden saniert, die ersten Kilometer der 170 geplanten Ring-Autobahn-Kilometer sind fertig, sogar mit Beleuchtung.
Schon bei der Ankunft lässt die Baustelle Flughafen Ambitionen erahnen, in der City bieten neue Hotels gute Qualität, an verschiedenen Stellen der Stadt sind moderne Wohnhäuser entstanden.
Wenn auch die noblen Shops unter der Flaute leiden, der berühmte Markt im Herzen der Stadt auf dem Gelände der einstmals weltberühmten Königsberger Messe pulsiert, sogar sonntags früh um 9.00 Uhr.
Am Freitag habe ich die 2. Internationale Controlling Tagung in Kaliningrad besucht. Dort steht das Thema "Controlling", wie die russischen Gastgeber meinen, zwar noch am Anfang, aber sie betrachten es zurzeit als "wichtiger denn je". Auf der Tagung kamen Experten aus Russland, Estland, Litauen, Polen und Deutschland zu Wort - auch das ist ein Ausdruck für den Wunsch vieler Kaliningrader, ihre Stadt möge im Ostsee-Raum wieder eine zentrale Rolle für Handel und Wirtschaft spielen.
Touristisch ist diese Region ohnehin ein echter Tipp; nur rund 35 km von der großen Stadt entfernt etwa beginnt die Kurische Nehrung, ein Naturparadies mit den weltberühmten Sanddünen, unberührten Wäldern und zumeist menschenleeren breiten Sandstränden.
Mai
20
… will mal so richtig seine Meinung sagen, diesem Europa. Live und in Farbe soll das am 3. Juni ab 20.15 Uhr mit der Sendung “Jetzt red i, Europa” im Bayerischen Fernsehen passieren.
Heute (inzwischen schon gestern) abend war im “Unterbräu” die erste Vorbesprechung der Sendungsmacherinnen mit den “lieben Bürgern” Dießens, wie es Bürgermeister Herbert Kirsch in seiner Begrüßung formulierte. Read more
... will mal so richtig seine Meinung sagen, diesem Europa. Live und in Farbe soll das am 3. Juni ab 20.15 Uhr mit der Sendung "Jetzt red i, Europa" im Bayerischen Fernsehen passieren.
Heute (inzwischen schon gestern) abend war im "Unterbräu" die erste Vorbesprechung der Sendungsmacherinnen mit den "lieben Bürgern" Dießens, wie es Bürgermeister Herbert Kirsch in seiner Begrüßung formulierte. "Lieb", weil man mit denen reden könne...
Worüber werden die Dießener am 3. Juni 75 min. lang mit den Vertretern aller im Europäischen Parlament vertretenen deutschen Parteien über Europa reden? Heute (gestern) wurden erste Themen eingesammelt. Zu diesem Wirtshausbrainstorming waren Parteien- und Vereinsvertreter eingeladen; wohl drei Dutzend Interessenten waren gekommen.
Was mich erstaunte: So mancher Beitrag barg den Wunsch in sich, die Europa-Parlamentarier mögen diese oder jene Regelung in Brüssel durchsetzen oder wenigstens anstoßen. Stoßen wir uns nicht auf der anderen Seite immer wieder an der "Regulierungswut der EU"?
Bei der Themenernte beim Götzfried gaben zunächst die Bäuerinnen und Landwirte den Ton an. Die wollen unter anderem über Gülle-Verordnung, Milchersatz und Analogkäse reden. Verbraucherfragen sprachen weitere Diskutanten an; etwa zu den Verpackungsgrößen, zum Nichtraucherschutz und zur Lebensmittelmarkierung. Imker artikulierten ihre Forderungen an die EU ebenso wie die Betriebsrentner und die Trachtler, die sich auch um ihre Hutfedern sorgen.
"Große" Themen wurden natürlich ebenfalls in den Ring geworfen: Wie es um die Machtverteilung zwischen Europaparlament und EU-Kommission stehe, ob es künftig wirklich in Brüssel keine EU-Gesetze mehr in deutscher Sprache geben wird und ob sich die Europa-Parlamentarier denn künftig für die "kommunale Daseins-Fürsorge", sprich gegen die Privatisierung der Trinkwasserversorgung, stark machen werden. Natürlich kam auch die Never-Ending-Story mit dem Radweg an der Birkenallee nach Fischen auf den Tisch.
Mit dem Input schienen die beiden BR-Redakteurinnen, Judith Gridl und Helga van Ooijen, schon recht zufrieden. Weitere Ideen sind willkommen und können in der Redaktion "Innenpolitik und Zeitgeschehen" telefonisch vorgeschlagen werden: 089-3806-5111
Mai
18

Wenn ich ein extravagantes Geschenk suche, werde ich meistens in einem Diessener Lädchen fündig. Der Grappashop in der Mühlstraße bietet so allerlei Verschenkbares – darunter viele edle Brände. Einer davon heißt “Slyrs” und ist ein Whisky aus Bayern. Read more
Wenn ich ein extravagantes Geschenk suche, werde ich meistens in einem Diessener Lädchen fündig. Der Grappashop in der Mühlstraße bietet so allerlei Verschenkbares - darunter viele edle Brände. Einer davon heißt "Slyrs" und ist ein Whisky aus Bayern. Mit solch einem Geschenk habe ich nun schon mehrfach den Ausruf geerntet: "Das gibt es doch gar nicht!" Aber den gibt es tatsächlich, und der Slyrs ist ein guter Whisky.
Rechtzeitig zum erhofften Shopping-Boom im Luftkurörtchen zum Diessener Töpfermarkt ab kommenden Donnerstag hat sich der Grappashop - wie zu hören war - mit der diesjährigen Ration des leckeren Bayernwhiskys eingedeckt. Meine Empfehlung: Probiert diesen ungewöhnlichen Tropfen, und kauft am besten gleich zwei Flaschen; denn als Geschenk kommt der Whisky aus Bayern immer gut an.
Wer selbst sehen will, wo dieser Tropfen eigentlich herkommt, kann sich am 18. Juni einem Ausflug des Diessener Gewerbeverbandes in die SLYRS Bavarian Single Malt Whisky Destillerie in Schliersee am Schliersee anschließen. Start mit dem Bus ist um 13 Uhr am Untermüllerplatz, in Schliersee soll es eine Führung geben, natürlich mit anschließender Verkostung. Auf der Rückreise wird eingekehrt zur Brotzeit in einem schönen Lokal, gegen 20:30 Uhr will man wieder - dann sicher bestens gelaunt - in Diessen zurück sein. Die Fahrtkosten mit Führung und Verkostung in der Destillerie sind mit € 25,00 veranschlagt (Brotzeit, weitere Getränke und Einkäufe zahlt jeder Teilnehmer selbst), können aber wohl noch günstiger werden, wenn entsprechend mehr Personen mitfahren. Also: Einen schönen 18. Juni planen & mitfahren!! (Interessenten melden sich bitte beim Vorsitzenden des Diessener Gewerbeverbandes, Michael Hofmann, oder unter www.grappashop.de an.)
Mai
15
Heute gab es Post von der Anwältin. Sie hatte eine gute und eine schlechte Nachricht. In der Sache mit meinen offenen Forderungen habe eine Nachfrage beim Insolvenzverwalter ergeben, dass der Verfahrensabschluss derzeit nun vorbereitet wird. Gut. – Voraussichtlich werde auf die Forderungen der Gläubiger keine (nennenswerte) Quote entfallen. Schlecht.
Der Witz an dieser Sache: Sie hatte ihren Ursprung in der letzten Krise. Anno 2000, als die Dotcom-Blase geplatzt ist. Acht Jahre lang wird nun also nach Recht und Gesetz eine pleite gegangene Firma insolvenzverwalterisch abgewickelt, ohne Aussicht für mich, doch noch einen müden Cent von den unbezahlten Honorarrechnungen zu bekommen.
Das Gute: Pleiten können wenigstens ein paar Leutchen ernähren; man muss nur Insolvenzverwalter sein. Das Schlechte: Während ich also mit der alten “Krise 1.0″ wohl leer ausgehen werde; ist zu befürchten, dass es in der gegenwärtig grasierenden Wirtschaftskrise noch ein paar mehr Leute erwischen wird.
Heute gab es Post von der Anwältin. Sie hatte eine gute und eine schlechte Nachricht. In der Sache mit meinen offenen Forderungen habe eine Nachfrage beim Insolvenzverwalter ergeben, dass der Verfahrensabschluss derzeit nun vorbereitet wird. Gut. - Voraussichtlich werde auf die Forderungen der Gläubiger keine (nennenswerte) Quote entfallen. Schlecht.
Der Witz an dieser Sache: Sie hatte ihren Ursprung in der letzten Krise. Anno 2000, als die Dotcom-Blase geplatzt ist. Acht Jahre lang wird nun also nach Recht und Gesetz eine pleite gegangene Firma insolvenzverwalterisch abgewickelt, ohne Aussicht für mich, doch noch einen müden Cent von den unbezahlten Honorarrechnungen zu bekommen.
Das Gute: Pleiten können wenigstens ein paar Leutchen ernähren; man muss nur Insolvenzverwalter sein. Das Schlechte: Während ich also mit der alten "Krise 1.0" wohl leer ausgehen werde; ist zu befürchten, dass es in der gegenwärtig grasierenden Wirtschaftskrise noch ein paar mehr Leute erwischen wird.