Brunnenfest 2008 Gestern abend sind wir schon einmal “Probe gelaufen” für das Brunnenfest in der Fischerei. Die Nachricht, dass die Gaudi vom Freitag- auf den Samstagabend verschoben worden war, hatte uns noch nicht erreicht. Das “Landsberger Tagblatt” hatte gestern noch den Freitag-Termin gemeldet und das top-aktuelle Schaufenster-Blogging in der Metzgerei Rieß erreichte auch nicht die ganz große interessierte Masse. – Den Moosdappern wird’s egal sein; sie dürfen heute abend dennoch mit vielen Gästen zum immer schönen Brunnenfest rechnen.

Es gab Zeiten, da sorgten die GRÜNEN mit Spritpreis-Visionen (waren es 5 DM oder EUR ???) für einen Aufschrei vom Kap Arkona bis zur Zugspitze. Einzig unsere Treibstoffprovider scheinen das damals ernst genommen zu haben und nähern sich so langsam diesen Traumpreisen an; natürlich unabgesprochen und nur gezwungenermaßen, weil ausgerechnet zur Ferienreisezeit zufällig die Weltmarktpreise wieder einmal in die Höhe geschossen sind.
Damit der nächste Preisschub, spätestens zum Beginn der Sommerferien zu erwarten, die MOOSBLOGGER-Leser nicht völlig unvorbereitet treffen wird, hier schon einmal Spritpreisanzeigen zum Abhärten (zum Betrachten aufs Bild klicken):

Spritpreise KaliningradKaliningrad Spritpreise

Na, da sind doch 1,40 EUR für den Liter Diesel Peanuts, oder…?!

(Für Neugierige: Die Bilder habe ich letztes Wochenende in der russischen Ostsee-Enklave Kaliningrad – die Stadt hieß früher Königsberg – aufgenommen. Die angezeigten Spritpreise sind in Rubeln ausgewiesen und sind aktuell mit 36 zu dividieren. Auch wenn uns dann die Preise im Reiche von Gazprom und Lukoil spottbillig erscheinen mögen, sind sie auch dort in den letzten Monaten dramatisch gestiegen und für den russischen Otto-Normal-Verbraucher schon jetzt schmerzhaft teuer und eigentlich kaum noch zu bezahlen.)

Wer erinnert sich? Vor drei Monaten “tobte” in Diessen der Wahlkampf. Und das nicht nur in den Gasthäusern wie immer schon, sondern auch im Internet. So mancher Wahlkämpfer nutzte forsch das Netz der Netze zur Stimmenjagd, noch mehr Akteure aber wurden gezwungenermaßen zu Surfern und verfolgten irritiert das ganz ungewohnte Online-Geschehen, Einzelne ließen sogar den Fluch “Scheiß Internet!” vernehmen. Es war die Zeit (neben dem “alteingesessenen” MOOSBLOGGER) zart sprießender Weblogs und der tatsächlich etwas zu vermitteln scheinenden Partei-Websites unserer luftkurörtlichen Politstrategen.
Luftholpäuschen oder Aus-und-Ende? – Diese Hoch-Zeit scheint verflogen. Gerade habe ich mal wieder die Websites unserer Parteien und Gruppierungen besucht – es sind nach wie vor sieben Sites… Allerorts ist offensichtlich Anfang März mit Bekanntgabe der gewählten Mandatsträger der Hammer gefallen. – Mit ganz wenigen schüchternen Ausnahmen: Terminankündigung bei der SPD; Protokoll der Jahreshauptversammlung der Diessener Bürger; habe ich etwas vergessen? – Still ruht der See. Keine News, nichts Kurioses und schon gar keine Zukunfts-Visionen mehr.
Einzig Mit-Blogger Zappi ist noch da, er widmet aber sein reloaded Weblog “obacht!” vor allem dem Fußball, und das noch zumeist beim FC Bayern, so dass zumindest ich sprachlos werde… ;-)
Nun gibt es aber einen Hoffnungsschimmer: Die neu gewählte Bürgermeisterin von Kendal (das ist die nächste größere Nachbarstadt unserer englischen Partnerstadt Windermere), Clare Feeney-Johnson von den Liberal-Demokraten, hat jetzt ihr Bürgermeisterin-Weblog begonnen. Hier will sie in den kommenden zwölf Monaten ihrer Amtszeit über ihr Tun berichten und Dinge erklären. Eingebettet ist das Blog übrigens in die Web-Präsenz der dortigen Lokalzeitung “The Westmorland Gazette”. – Madame Mayor Clare Feeney-Johnson ist viel Stehvermögen zu wünschen, damit ihr Projekt nicht entschlummert – und unseren Web-Poltikern vielleicht ein Beispiel zur Nachahmung bietet.

Von Windermere via Diessen nach Kaliningrad, ehemals Königsberg, genauer gesagt nach Swetlogorsk, in das ehemalige ostpreußische Ostseebad Rauschen – das war mein Programm der letzten Tage. Am Freitag fand dort eine Internationale Controlling-Konferenz statt, die der Internationale Controller Verein (Sitz in Gauting) maßgeblich mitgestaltet hatte. Interessenten können einen ersten Tagungsbericht hier lesen und eine kleine Blog-Notiz gab es dazu auch.
Die russischen Gastgeber hatten für ihre deutschen Gäste ein interessantes touristisches Programm organisiert, und so kam ich in den Genuss, die Kurische Nehrung zu besuchen. Weil ich kein so begnadeter Reisejournalist wie mein Moosblogger-Kollege Sugar Ray bin, verzichte ich (auch aus Zeitgründen) auf einen ausführlichen Report und stelle hier zwei Filmchen online. Aber so viel sei gesagt: ein Besuch des Kaliningrader Gebietes, vor allem der Kurischen Nehrung, ist sehr zu empfehlen. (Sugar Ray: Schreib doch mal darüber einen Reisebericht…!)

Dieser von der Aussichtplattform aufgenommene Schwenk führt von der Ostsee über die Große Düne zum Haff, dann über den Dünenwald zurück zur Ostsee.

Dieser von der zweiten Aussichtsplattform aufgenommene Schwenk führt in entgegengesetzter Richtung vom Kurischen Haff zur Ostsee.

Übrigens: Die Kurische Nehrung steht unter strengstem Landschafts- und Naturschutz, hier leben zahlreiche geschützte Pflanzen und Tiere. Dennoch ist es Besuchern ermöglicht worden, z.B. auf mit Holzbohlen belegten Wegen zu Aussichtsplattformen, die Natur zu erleben…

Übermorgen Heute, Sontag den 18.5.08, findet ab 15 Uhr die feierliche Eröffnung des Diessener Strandbads in St. Alban statt. Zwar konnte man sich schon bei den sommerlichen Temperaturen der letzten Wochen auf dem gepflegten Grün tummeln, doch wird morgen offiziell die Saison bei Tom und Margot eröffnet. Dabei ist auch die Diessener Blaskappelle, die für die richtige musikalische Unterhaltung sorgen wird.

Dieser Pfingstmontag 2008 in Windermere ist eigentlich nicht mehr zu toppen. Ein strahlend heisser Sommertag am und auf dem malerischen See geht zu Ende, der ein Glanzpunkt in unserer Staedtepartnerschaft war. (Zum Betrachten der Bilder bitte darauf doppelklicken!)

Fototermin mit der “Westmorland Gazette”Teatime mit Steamboaten 

Nach dem Mittag haben wir, einige Vorstaende des Partnerschaftsvereins Freundeskreis Ammersee-Windermere e.V. und Buergermeister Kirsch, jene englischen Steamboat-Owner getroffen, die Diessen im September besuchen werden. Sie haben uns heute zu einer “Probefahrt” mit ihren unglaublichen Dampfboetchen eingeladen – und es war ein gediegener Mordsspass mit diesen eleganten, dampfenden Nussschalen herumzuschippern. Lang und breit hat Roger versucht mir die Technik dieser Gefaehrte zu erlaeutern. Nun weiss ich zwar, dass die Boiler betriebenen Boote Injection-Technologie nutzen, mehr war bei mir als ingenieurtechnischem Laien aber nicht drin.

Wen es genauer interessiert: Drei Steamboate werden zur Britischen Woche in Diessen sein, dann kann diese erstaunliche Technik hautnah studiert werden. Diessen bekommt eine echte Attraktion zur 5. Britischen Woche!

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Die bayerische Flagge weht am Heck des Ausflugsdampfers waehrend der abendlichen Charter-Rundfahrt auf dem Lake Windermere. Unter den ueber 150 Gaesten des Abends anlaessliche des 10-jaehrigen Bestehens der Staedtepartnerschaft Diessen-Windermere waren 50 aus Bayern. 

Zur 5. Britischen Woche in Diessen wird es im September auch ein Wiedersehen mit der Alte-Herren-Fussballmannschaft von Windermere geben. Einen Grossteil des Teams habe ich gerade bei der abendlichen Dampferfahrt auf dem Lake Windermere mit Buergermeistern und Diesssener Blaskapelle wiedergesehen. Die Kicker freuen sich diebisch auf die Revanche in Diessen und auf den Besuch des Oktoberfestes, wenn sie uns besuchen werden! Neben den Fussballern waren bei der abendlichen Dampferfahrt unter den gut einhundert Englaendern zahlreiche, mir bekannte Gesichter. Sheila und Shirley von der Twinning Association zum Beispiel, Barry und Clive von der Chamber of Trade, und so viele Leute, die ich bei unseren Partnerschaftstreffen der letzten zehn (!) Jahre in Diessen und in Windermere gesehen, kennen- und sehr schaetzen gelernt habe. – Ein tolles Familientreffen war das heute abend, umrahmt von der Diessener Blaesergruppe, deren Alphornblasen auf dem Lake Windermere wohl nicht nur mir Gaensehaut bereitet hat. 

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