Beim Besuch auf der Website der “Westmorland Gazette”, Wochenzeitung unserer englischen Partnerregion, stößt man dieser Tage auf besonders interessante Neuigkeiten.
Peter Gott, ein Farmer aus der Region, hat sich nach London aufgemacht, um auf dem Trafalgar Square für ein regionales Heiligtum zu demonstrieren: die Cumberland Sausage, berichtet die Gazette. Vereinzelte Windermere-Kenner schnalzen bei der Kunde von dieser Ringelwurscht mit der Zunge; sie ist fett, aber würzig. Die Hauptstadt-Demo soll Druck auf Brüssel machen, das Original vor “poor imitations” zu schützen, die außerhalb Cumbria’s zusammengepfuscht würden. Parallelen zur “Münchner Weißwurst” und zur “Nürnberger Bratwurst” (oder doch eigentlich: “Nürnberger Rostbratwurst”?) tun sich bei dieser Story um den höchst EU-gerechten Schutz der Herkunftsbezeichnung auf.
Eine andere bemerkenswerte News dreht sich um das – eigentlich gar nicht so schlimme - Internet. Die regionale Polizei hat mit “Cops4Kids” eine Website für Kinder eingerichtet, auf der sie über ihr polizeiliches Tun berichtet. Und das recht informativ; und nun kenne auch ich die Karriereleiter vom “Police Constable” über “Chief Inspector”, “Assistant Chief Constable” bis hin zum “Chief Constable”. – Wer weiß, was dieses special Know-how bei unserer Reise im Mai in den Lake District nützen kann. Also: anschauen!
Finde ich witzig: heute ist sowohl Tag des Bieres, als auch Tag des Buches. Oder umgekehrt. Auf jeden Fall also “BB-Tag”. Ich mag beides sehr: ein gepflegtes Bierchen – am liebsten Pils (als bekennender Zugeroaster) – und ein schönes Buch (aktueller Lesetipp: Irina Liebmann: “Wäre es schön? Es wäre schön!”, Berlin Verlag). Passt doch auch gut zusammen, und mancher pfiffige Wirt hat das auch längst erkannt: Man bietet seinen (auch Bier trinkenden) Gästen zur kostenlosen Lektüre Bücher zum Schmökern an…
Ob ich allerdings ausgerechnet heute abend dazu komme, bei einem kühlen Bierchen ein Buch zu lesen, ist fraglich: Heute ist Champions League, Barcelona vs. ManU…
Kurz und schmerzlos ist gestern abend die diesjährige Diessener Bürgerversammlung förmlich durchgerauscht. Kurz nach dem “heftigen” Gemeinderatswahlkampf, in einer Übergangszeit durchgeführt, in der der alte gerade noch und der neue Gemeinderat gerade nocht nicht amtiert, hatten wohl viele Leute kaum etwas Erlebenswertes erwartet und waren der Veranstaltung einfach ferngeblieben. Und die doch erschienenen 60 (Stamm-)Gäste erlebten die wohl kürzeste Bürgerversammlung der Neuzeit. Read more
Die Region um unsere englische Partnerstadt Windermere zieht bekanntermaßen scharenweise Gäste an. Mitte Mai reist wieder eine große Gruppe Diessener in den Lake District. Dass der lebhafte Tourismus dort mit der Natur im Einklang stehen muss, zeigt dieser Tage die Rückkehr von besonders seltenen Gästen in die Region: ”Ospreys”, Seeadler. Naturfreunde können in der Nähe des Adlerhorstes von speziell eingerichteten Aussichtspunkten die Greifvögel beobachten, eine Webcam sorgt für stetig aktualisierte Bilder im Internet (heute war z.B. 13.30 Uhr ein Osprey zu sehen…!).
Wie man der Website des “Osprey Projects” entnehmen kann, haben Seeadler 2001 nach 150 Jahren – mit gezielten Maßnahmen des Lake District Nationalparks unterstützt - hier erstmals wieder gebrütet. – Auch das ist wieder ein interessantes Beispiel, Natur und Tourismus verträglich zu entwickeln und professionell zu ”vermarkten”.
(Beitrag ergänzt: 15.04.2008, 22.15 Uhr: Ich habe in der unten stehenden Abstimmung einen Fehler gemacht, Danke Thomas Höring für den Hinweis! Der FW-Kandidat für das Amt des 2. Bürgermeisters kann natürlich nur Peter heißen, der ursprünglich aufgeführte Frank Fastl war zwar auch FW-Kandidat bei der Gemeinderatswahl, hatte es aber nicht ganz geschafft… Da die Abstimmung seit ein paar Stunden gut angelaufen ist, habe ich den Vornamen also korrigiert. Ich hoffe, die MOOSBLOGGER-Leser sind damit einverstanden. Falls nicht, bitte kommentieren!)
Sie/Er soll 2. BürgermeisterIn werden, im neuen Gemeinderat mehrheitsfähig sein, Erfahrungen in der Gemeindepolitik besitzen, genügend Zeit verfügbar haben… In drei Wochen kommt es raus: Wer wird neuer 2. Bürgermeister??? - Noch werden hinter den Kulissen die Strippen gezogen, Politik “gemacht”. Was dringt an die Öffentlichkeit? Mehr als nix? Wer weiß etwas? Wer weiß mehr?? Gibt es irgend welche Absprachen? Oder werden wir in drei Wochen etwa Zeugen einer ”Minutenentscheidung” mit völlig offenem Ausgang, einem Überraschungssieger??
Stochern wir also ein bisschen im Ammerseenebel und mixen unseren Cocktail aus Un- und Erkenntnissen, Erlesenem, Aufgeschnapptem … und Gerüchten: Wenn es dabei bleibt, wie kürzlich zu lesen war, werden zwei von mir hoch gehandelte Kandidaten, Franz Sanktjohanser (OK Diessen) und Hannelore Baur (SPD), nicht gegeneinander antreten. Die wollten sich einigen und nicht gegeneinander antreten, was unter dem Strich bedeutet, nur einer von beiden kommt in die Wahl. Und was “weiß” man noch?: Der eine soll es überhaupt gar nicht werden. Und die werden es schwer haben, wenn sie sich nicht “entschuldigen”. Und dann gibt es ja auch noch jene welche, von denen bisher vor vorgehaltener Hand noch niemand überhaupt eine laute Andeutung gemacht hat: Was ist etwa mit dem aus der Zugewinner-Partei und kommt jener andere überhaupt in Frage, wo doch dessen Liste “verloren” hat…?
Da kann also selbst die MOOSBLOGGER-Umfrage, gestartet am 8. März, die quälende Entscheidungsfindung nicht unterstützen: In der hatte ich fünf mögliche Stellvertreterkandidaten vor allem angesichts ihrer Wählerstimmenzahlen genannt und die kamen dabei auf dieses Ergebnis: Antoinette Bagusat 3%; Hannelore Baur 12%; Franz Sanktjohanser 13%; Peter Fast 32%; Dr. Wolfgang Salzmann 36%.
Und: Wie nun weiter? Wegen der oben skizzierten Turbulenzen habe ich mein Kandidatenportfolio upgedatet und stelle es zur erneuten virtuellen Stellvertreterwahl. Ich bin mal so frech und behaupte: einer von den Genannten wird es. Wetten?! – Bitte wieder fleißig mitstimmen, mir scheint, guter Rat ist teuer…
“Robert Basic”, einer der bekanntesten deutschen Blogger, hat in seinem Weblog “Basic Thinking Blog” eine mordsmäßige Lawine losgetreten: Er lässt in den verschiedensten Dialekten das Verb “bloggen” konjugieren: “ich blogge”, “du bloggst”, “er/sie/es ….”, …. – Aus diversen, auch den hintersten Ecken der Nation sind Posts eingegangen, schwäbische, niederrheinische, berlinerische, sächsische, kurpfälzische, ruhrpottslangische, plattdeutsche… Variationen sind dort zu bestaunen. Nur noch kein Beitrag auf “lechschwäbisch”. Wer kann das neudeutsche Tätigkeitswort “bloggen” in der hiesigen Mundart durchregeln?? Bitte dringend um ein paar Vorschläge!