Feb
29
Am 28.2.2008 wurde von Jugendbeirat (JBR), Jugendzentrum (JuZe) und der SPD zum Podiumsgespräch geladen. Um 19.15 Uhr gings in der Johannistraße 22 los. Anwesend waren ein Dutzend Jugendliche und zwei Dutzend Angehörige verschiedenster „Dunstkreise“, die eindeutig nicht mehr Erst- oder Jungwähler waren.
Ralf Kleeblatt mahnte an, dass es sich bei dieser seltenen Ansammlung von Kandidaten und Amtsträgern um eine Pflichtveranstaltung für die Jugend handeln würde und er nicht wüsste, was neben einer persönlichen Einladung noch zu tun sei. Mit dem Sammeltaxi abholen? Der Moderator Moritz Hartmann stellte Read more
Am 28.2.2008 wurde von Jugendbeirat (JBR), Jugendzentrum (JuZe) und der SPD zum Podiumsgespräch geladen. Um 19.15 Uhr gings in der Johannistraße 22 los. Anwesend waren ein Dutzend Jugendliche und zwei Dutzend Angehörige verschiedenster „Dunstkreise“, die eindeutig nicht mehr Erst- oder Jungwähler waren.
Ralf Kleeblatt mahnte an, dass es sich bei dieser seltenen Ansammlung von Kandidaten und Amtsträgern um eine Pflichtveranstaltung für die Jugend handeln würde und er nicht wüsste, was neben einer persönlichen Einladung noch zu tun sei. Mit dem Sammeltaxi abholen? Der Moderator Moritz Hartmann stellte sich kurz als Sozialpädagoge aus dem Fuchsthal vor, wo er auch ein Jugendhaus leite. Er führte die leeren Plätze in den vorderen Reihen auf die Fluten von Wahlwerbung zurück, die auf den Bänken wie Platzhalter ausgebreitet waren. Nachdem Louis Panizza sich und den JBR kurz vorgestellte hatte, fügte Bgm. Herbert Kirsch nur noch hinzu, dass er größtest Vertrauen in den JBR habe, dass dieser die richtigen Fragen schon stellen werde, aber musste sich damit auch schon verabschieden. Die Feuerwehr hatte leider zur gleichen Zeit Jahreshauptversammlung. Leider.
Vorstellungsrunde:
Die Vorstellungsrunde der Kandidaten begann Rudi Gleißl von der UBV. Er erinnerte sich, wie er damals selbst das JuZe mit angefangen und kurzzeitig auch geleitet habe. Er lasse sich aufstellen, da Diessen der zentrale Ort am Ammersee werden und bleiben soll, was nur mit einer guten Infrastruktur gelänge. Manche Dinge seinen zwar technisch nicht möglich, aber die Jugendlichen sollten jederzeit kommen und einen Antrag fundiert vorstellen können. Nicht nur einen Tag vor der Wahl!
Susanne Plesch von der CSU erklärte, sie habe in ihrer Arbeit schon immer viel mit jungen Menschen zu tun gehabt. Man sage ihr auch nach, dass sie anpacke. Acht Jahre ist sie nun schon im Elternbeirat und in der Pfarrgemeinde aktiv. Sie habe gelernt, dass man Jugendliche vor allem über Musik erreichen kann. Der CSU sei es wichtig, die Schwerpunkte der Jugendarbeit zu verschieben. Wichtig ist die Wertschätzung der Jugend, d.h. ihnen zuzuhören und sie in Prozesse einzubinden. Sie möchte keinen Sack voller Versprechungen liefern, aber sie garantiert für ein stets offenes Ohr.
Für die SPD war Conny Schneider vertreten, die als Übungsleiterin im MTV ihren Schwerpunkt in der Jugendarbeit vor allem auf das Beibringen legt. Die Jugend müsse verantwortungsbewusster werden und das geht nur mit Hilfe von Jugendsprechern. Zu einem Ziel muss man den Jugendlichen auch einen begehbaren Weg ermöglichen. Wie ihre Arbeit im Gemeinderat genau aussehen soll, konnte sie noch nicht sagen. Sie wolle sich erst auf die Gegebenheiten, denen sie dann begegnet, einstellen.
Antoinette Bagusat von den Diessener Bürgern war lange Zeit im Elternbeirat, warum sie sich seit ihrer Wahl 2002 auch vor allem um schulische Belange gekümmert hat. Ihr Interesse läge in einer gebundenen Ganztagsschule, für die die Chancen wohl recht gut stünden. Diese würde verschiedene Aktivitäten an der Schule selbst fördern, wodurch sich die Zeit am Nachmittag gut verwerten ließe.
OK-Spitzenkandidat Franz Sanktjohanser blickte auf eine 40 jährige Vereins- und Jugendarbeit zurück. Die eigenen Kinder hätten ihn zur offenen Jugenarbeit angeregt. Er hoffe aber vor allem auf einen Anschub von den jungen Leuten.
Petra Sander, die die Grünen vertrat, erklärte ihre Ziele seien, vor allem das Gewerbe und die Vereine jugendfreundlicher zu organisieren, da viele Schüler nicht mehr nach Landsberg oder Weilheim in die Schule müssten, sondern sich der Lebensschwerpunkt zurück nach Diessen verlagere. Dafür müsse man auch den Jugendbeirat erweitern. Der Jugendreferent müsse näher mit dem JBR zusammen arbeiten und deren Wünsche und Forderungen zuverlässiger weiter geben. Sie möchte keine Versprechungen machen, aber wenn die passenden Anträge da seien, könne man auf ihren Einsatz zählen.
Von den Freien Wählern war Christine Ludwig anwesend. Sie sei schon immer aktiv gewesen, z.B. beim Kleidermarkt und durch ihre Kinder habe sie sich entschlossen aktiv für die Jugend zu werden. Politik sei für sie wie eine Sucht. Wobei sie die Jugendarbeit für ganz wichtig hält. Sie habe viele Ideen, z.B. bei der Problematik der Lehrstellen und sie wolle mehr Schwung in die Jugendarbeit bringen.
Thomas Schumacher von der Bayernpartei schloss sich zuerst einmal allem an, was seine Vorredner schon gesagt hatten. Zur Bayernpartei sei er an einem schönen Tag im Biergarten gekommen, als ihn einfach jemand angsprochen habe. Er sei ehrenamtlich in der Jugendarbeit im MTV aktiv, aber er wolle sich vor allem für das Gewerbe einsetzen, denn gesunde kleine Firmen bieten Arbeitsplätze. Die Jungwähler sollten sehen, dass es da jemanden gibt, der sich für Arbeitsplätze einsetze, und das sei die Bayernpartei. Die Gemeinde veralte, da die Jugend abwandere. Man müsse auf Jugendarbeit bauen, wie das Haus auf den Keller.
Jungendliche Mitarbeit:
Herr Gleißl gab zu, dass es schwer zu verstehen ist, mit was für einer Geschwindigkeit sich so eine Gemeinde bewegt, aber sie müsse nun mal gewisse Gesetze einhalten. Denis Fichtl vom JBR gab zurück, es würde aber so aussehen als würde es für andere Aspekte der Gemeindearbeit (nachträgliche Korrektur) schneller voran gehen als für die Jugend. So müsse man sich nicht wundern, dass die Jugendlichen das Interesse verlieren, meinte Louis Panizza. Man müsse sehen, dass etwas passiert.
Auch die Zuschauer fordern, dass die Rechte des JBR verbessert werden müssen. Und die Gemeinde dürfe nicht immer abwarten. Die Spontanität muss gefördert werden, indem Stufen angeglichen werden. Rudi Gleißl gibt jedem Jugendlichen den Tipp, mit seinen Anliegen persönlich zu Gemeinderäten zu gehen. Frau Bagusat gab zu, dass es die letzten Jahre mit einem nie anwesenden Jugendreferenten unglücklich gelaufen ist. Frau Plesch fordert deshalb auch offene Jugendarbeit zu fördern. Wohingegen Herr Schumacher die Jugend auffordert selbstständiger zu werden und auf die Vereine zuzugehen. Ralf Kleeblatt erklärte, dass man früher ein großes Ziel gehabt hätte: das Jugendzentrum. Aber heute fehle den Jugendlichen das Thema. Das Problem sei, dass das Aufgabengebiet schier endlos sei. Einen Etat schleppe der JBR auch seit Jahren mit, also habe er genügend Geld zur Verfügung. Er erklärte, dass es vier Beine der Jugendarbeit gäbe: Die Vereine, den Jugendbeirat, das JuZe und den Jugendreferenten im Gemeinderat. Doch wenn eines nicht funktioniere, lähme das auch alle anderen.
Auf die herausfordernde Frage, ob der JBR in Diessen nur eine Alibifunktion erfüllt, verneint Rudi Gleißl: Nicht jeder kann zum Bürgermeister gehen, wenn er ein Anliegen hat. Die Jugend müsse sich die Spielregeln der Kommunalpolitik zu eigen machen und damit ihre Chancen nutzen. Frau Plesch gibt zu bedenken, dass der JBR gehört werden muss. Er habe zwar kein Stimm- aber ein Veto(Rede-)recht im Gemeinderat. Frau Bagusat schlägt die Teilhabe vom JBR an Klausurtagungen vor, und an Projekten wie dem Schacky-Park. Franz Sanktjohanser hält es für sinnig, dass der JBR regelmäßig in der Gemeinde vorspricht. Aber dazu muss die Initiative auch von den Jugendlichen selbst kommen. Petra Sander hält eine bindende Satzung für den JBR für sinnvoll. Wenn man den JBR an die Schülermitverantwortungsgremien an den Schulen bindet, hätte dieser eine größere Basis für seine Arbeit. Vor allem dürfe man den JBR und das JuZe nicht gleichsetzen. Frau Ludwig fordert, dass vor allem bei der Durchführung von Plänen mehr geholfen werden muss. Thomas Schumacher schließt sich auch hier wieder seinen Vorrednern an, aber er fordere vor allem mehr Engagement von den Jugendlichen selbst. Louis Panizza fand es gut, dass die Ideen von der Gemeinde gehört werden, aber mitbestimmen könne man nicht. Zuschauer mahnten: Als sich der JBR und die Skater zusammen mit der Gemeinde geeinigt hatten, hätte das für kurze Zeit etwas bewirkt, aber die Rückschläge, die darauf folgten, seien höchst unmotivierend.
Skate- und Sportplatz:
Louis Panizza forderte eine Aufwertung des Sport- und des Skateplatzes, wenn nötig mit Geldern der Gemeinde. Man könne doch zum Skaten den Teerplatz nebenan nutzen oder den Platz auf die Kießfläche erweitern. Aus den Zuschauerrängen wurde zu bedenken gegeben, dass es eine Einigung mit dem MTV gegeben habe, aber die Gokartfahrer seien bevorzugt worden. Thomas Schumacher von der Bayernpartei mahnte an, dass der Skateplatz nicht gut behandelt würde. Überall würde Müll herumligen. Die Jugend müsse in die Vereine. Es gehört zwar ein anständiger Skateplatz her, aber dafür muss man die Jugend in die Verantwortung nehmen. Franz Sanktjohanser verwies auf den Bebauungsplan: Der Skateplatz ist so nur eine Übergangslösung. Das Verfahren ist immernoch am Laufen. Man könne zwar auch auf das MTV-Gelände aber das verlangte raus und rein Heben der Utensilien sei einfach nicht machbar. Er erinnerte auch, dass die Gemeinde hier ein Mitspracherecht habe. Aber er gab auch zu bedenken, dass man das Naturschutzgebiet nebenan berücksichtigen müsse. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachbehörden sei nicht so einfach. Man denke nur an den Kriechenden Sellerie, der jetzt die Neugestaltung der Seeanlagen mitbestimmt. Frau Ludwig von den Freien Wählern erklärte, man müsse einmal nach Schondorf schauen. Dort habe man einen eigenen Verein gegründet, auf Eigeninitiative gesetzt. Und irgendwo müsse es doch in Diessen Platz geben! Petra Sander sprach die Gründung einer Skater-Sparte im MTV an, doch einen Eintritt in einen Verein sei für viele nicht attraktiv meinte Louis Panizza. Die Schulen böten zwar auch Sportmöglichkeiten, aber das von Frau Plesch und Herrn Sankjohanser geforderte „hinradeln“ wurde von den Jugendlichen abgelehnt. Denis Fichtl, gab zu Bedenken, dass wenn man die Gegebenheiten besser ausbaut, es keinen Grund gäbe von Ortsteil zu Ortsteil zu fahren. Rudi Gleißl verwies auf die Neuorganisation der Seeanlagen, in die man das Thema aufnehmen sollte.
Ortsbus & Nachtschwärmer:
Frau Sander gab zu bedenken, dass Kinder aus St. Alban mit dem Auto zur Schule gefahren werden, da die Ortsteile nicht ausreichend angebunden sind. Der Ortsbus sei verbesserungsbedürftig. Auch der JBR stimmte zu. Volker Bippus im Publikum meinte, dass man noch ein Jahr auf den privaten Bahnbetreiber warten müsse, da dieser mit den Schulzubringern kombiniert werden muss. Ein Ziel müsse sein, auch St. Alban besser einzubinden.Überregionale Zusammenarbeit im Bezug auf Nachtschwärmerbusse sei laut Herrn Gleißl kompliziert und kostenintensiv. Für die Alternative eines Sammeltaxis habe man vor Jahren keinen Unternehmer gefunden. Wenn Veranstaltungen im Kreis seien, solle man die Gemeinde wegen eines Nachtbusses fragen. Frau Bagusat erinnerte sich auch, dass vor Jahren in Weilheim eine Nachtbus-Initiative mangels Akzeptanz gescheitert war. Eine Nachtlinie lohnt sich nicht, ergänzte Herr Sanktjohanser. Frau Ludwig stellte ein Projekt vor, bei dem sich Gastronomen und Geschäfte finanziell an Nachtbussen beteiligten, sowas könne der JBR in die Wege leiten.
Lehrstellen:
Zuschauer fragten nach konkreten Vorschlägen zur Schaffung von Lehrstellen. Wolle man mit utopischen Zielen nur Wahlwerbung betreiben? Thomas Schumacher widersprach: Die Ziele sind nicht utopisch. Man müsse kleine Betriebe fördern, außerdem sei zu berücksichtigen, dass einige nicht vermittelbar wären. Cristine Ludwig forderte mehr Aufklärung für bestehende Firmen. Solche Initiativen wie Infohefte und Lehrstellenbörsen seien zu fördern. Man müsse damit arbeiten, was da ist. Petra Sander meinte, die beste Grundlage sei eine gute Schulbildung. Wichtig sei auch das Gewerbe in Diessen zu behalten, indem man z.B. hier einkaufe. Franz Sankjohannser mahnte, dass man nicht zu viel erwarten dürfe, da Diessen nun mal kein Gewerbestandort ist. Frau Bagusat sprach den Informationstag der Carl-Orff-Schule an. Susanne Plesch wollte keine Versprechungen machen, aber wollte neue Wege fördern, z.B. das Azubi-Sharing. Außerdem müsse man in dieser Sache stärker mit Nachbargemeinden zusammenarbeiten.
Informationspolitik:
Louis Panizza hält die Arbeit des JBR für wertvoll, aber der Rest der Jugendlichen „kriegt davon nichts mit“. Zuschauer meinten vor allem das JuZe hätte die Pflicht alle Gruppen anzusprechen. Frau Plesch forderte das Internetangebot zu verbessern, während Denis Fichtl ein Event zur Animierung der Jugend vorschlug. Franz Sankjohannser gab zu bedenken, dass Events in den Seeanlagen auf Grund des Seehotels schwierig wären. Eine Idee aus dem Publikum sorgte für regen Zuspruch: Man solle doch den JBR am Marktsonntag einbinden, z.B. mit einem eigenen Stand.
Feb
29
So ein privates Weblog ist doch etwas Feines: Hier kann ich “unverblümt” eine Wahlempfehlung aussprechen, muss mich nicht ”überparteilich”, “unabhängig” verrenken. – Na, dann mache ich das doch!
Meine Empfehlung gilt der Gemeinderats-Kandidatin der Liste 3, Listenplatz 2: Petra Sander, 44, Montessori-Pädagogin, verheiratet (mit mir!), 3 Kinder (auch mit mir!), leidenschaftliche “Diessenerin in der 1. Generation”, seit 1999. Das Bild zeigt sie mit dem GRÜNEN-Spitzenkandidaten, Michael Hofmann.

Meine Güte, was haben wir in den letzten Monaten diskutiert, ja gestritten, über die besten Optionen für unser (ja, ist auch unser!) Diessen! Auch wenn wir uns dabei nicht immer einig wurden, wir können auch mit unterschiedlichen Meinungen noch mindestens weitere 25 Jahre sehr gut eheleben.
Meine Kandidatin hat sich in den Wahlkampf hineingekniet, an vielen Abenden war plötzlich ich nun der Kindeshüter zu Hause. Ich ”befürchte”, dass sie dieses Engagement als Gemeinderätin ganz bestimmt nicht zurückdrehen wird. OK, auch das werden wir sicher packen, meine Unterstützung hat sie!
Leute, da kommt weitere Frauenpower an den Ratstisch!: mutig und gerade heraus, mit dem gesunden Menschenverstand und weiten Horizont einer waschechten Zugereisten, die ihren Wahlheimatort liebt (wie mich … und ich sie
).
3 Stimmen!!!
So ein privates Weblog ist doch etwas Feines: Hier kann ich "unverblümt" eine Wahlempfehlung aussprechen, muss mich nicht "überparteilich", "unabhängig" verrenken. - Na, dann mache ich das doch!
Meine Empfehlung gilt der Gemeinderats-Kandidatin der Liste 3, Listenplatz 2: Petra Sander, 44, Montessori-Pädagogin, verheiratet (mit mir!), 3 Kinder (auch mit mir!), leidenschaftliche "Diessenerin in der 1. Generation", seit 1999. Das Bild zeigt sie mit dem GRÜNEN-Spitzenkandidaten, Michael Hofmann.
Meine Güte, was haben wir in den letzten Monaten diskutiert, ja gestritten, über die besten Optionen für unser (ja, ist auch unser!) Diessen! Auch wenn wir uns dabei nicht immer einig wurden, wir können auch mit unterschiedlichen Meinungen noch mindestens weitere 25 Jahre sehr gut eheleben.
Meine Kandidatin hat sich in den Wahlkampf hineingekniet, an vielen Abenden war plötzlich ich nun der Kindeshüter zu Hause. Ich "befürchte", dass sie dieses Engagement als Gemeinderätin ganz bestimmt nicht zurückdrehen wird. OK, auch das werden wir sicher packen, meine Unterstützung hat sie!
Leute, da kommt weitere Frauenpower an den Ratstisch!: mutig und gerade heraus, mit dem gesunden Menschenverstand und weiten Horizont einer waschechten Zugereisten, die ihren Wahlheimatort liebt (wie mich ... und ich sie ;-) ).
3 Stimmen!!!
Feb
29
Der Wahlkampf neigt sich seinem Ende zu. (Schade! und Zum Glück!) Aber zum Schluss wird es hier und da noch mal etwas rührig; in Gasthäusern, vor Sparkassen, im MOOSBLOGGER (!!) und sogar in sonst drögeren Bauausschusssitzungen.
Normalerweise spielt das dramatische Geschehen im Bauausschuss im heimatlichen Blätterwald nicht die übergroße Geige. Anders dieser Tage. Am letzten Montag präsentierte, wie hernach Riesenlettern der Lokalpresse zu entnehmen war, der Bürgermeister dem Bauausschuss einen von ihm frisch ersteigerten Keramik-Krug als 300 Jahre alten Glücksfall für die keramikwissenschaftliche Forschung. Der Fayence-Krug soll 1684 vielleicht auf dem Hafner-Grundstück am Kirchsteig entstanden sein, wo heute die “Lösche-Dynastie” (LT) ansässig ist. Die Lösches haben lt. Zeitungsberichten den Krug auch im Auftrag des Münchner Auktionshauses Vogt vor etwa zwei Wochen begutachtet und als “original Diessener Stück” ausgemacht.
Nachdem das LT auch über 18.000 EUR als Kaufpreis geschrieben hatte, der sich im “bewilligten Rahmen” bewegt haben soll, habe ich daraufhin beim Bürgermeister nachgefragt. Zwar nicht per Mail (
) aber doch per Rückruf gab er umgehend Auskunft: Demnach hatte Bgmstr. Kirsch den Gemeinderat in der letzten Sitzung, im nicht-öffentlichen Teil, von der bevorstehenden Auktion informiert und dort den finanziellen Rahmen genehmigt bekommen, zumal er dort schon auf zugesagte fünfstellige Sponsorengelder habe verweisen können. In unserem Telefonat am Mittwoch erklärte er sogar, nach weiteren Zusagen von Sponsorengeldern bleibe nun nur noch ein ”sehr geringer Betrag” für die Gemeindekasse zu zahlen. - Den genauen Betrag wird es ja mal im öffentlichen Teil geben müssen, zumal 18.000 EUR für manche Einrichtung im Ort KEIN Peanuts sind.
Bleibt schließlich die Frage, wohin mit derlei “Schätzen”? – Eine Rathausvitrine, dort soll der Krug der Öffentlichkeit präsentiert werden, über eine Präsentation an anderer Stelle zum Töpfermarkt wird nachgedacht, ist sicher nicht die schlechteste Zwischenlösung. Bis sich Diessen irgendwann einmal zu einer attraktiven Lösung für derlei zeigenswerte Dinge durchgerungen hat. Ein “Haus der 5 Seen” z.B. war ja mal im Gespräch; dem neuen Gemeinderat erkläre ich die Idee gerne noch einmal!
Der Wahlkampf neigt sich seinem Ende zu. (Schade! und Zum Glück!) Aber zum Schluss wird es hier und da noch mal etwas rührig; in Gasthäusern, vor Sparkassen, im MOOSBLOGGER (!!) und sogar in sonst drögeren Bauausschusssitzungen.
Normalerweise spielt das dramatische Geschehen im Bauausschuss im heimatlichen Blätterwald nicht die übergroße Geige. Anders dieser Tage. Am letzten Montag präsentierte, wie hernach Riesenlettern der Lokalpresse zu entnehmen war, der Bürgermeister dem Bauausschuss einen von ihm frisch ersteigerten Keramik-Krug als 300 Jahre alten Glücksfall für die keramikwissenschaftliche Forschung. Der Fayence-Krug soll 1684 vielleicht auf dem Hafner-Grundstück am Kirchsteig entstanden sein, wo heute die "Lösche-Dynastie" (LT) ansässig ist. Die Lösches haben lt. Zeitungsberichten den Krug auch im Auftrag des Münchner Auktionshauses Vogt vor etwa zwei Wochen begutachtet und als "original Diessener Stück" ausgemacht.
Nachdem das LT auch über 18.000 EUR als Kaufpreis geschrieben hatte, der sich im "bewilligten Rahmen" bewegt haben soll, habe ich daraufhin beim Bürgermeister nachgefragt. Zwar nicht per Mail ( ;-) ) aber doch per Rückruf gab er umgehend Auskunft: Demnach hatte Bgmstr. Kirsch den Gemeinderat in der letzten Sitzung, im nicht-öffentlichen Teil, von der bevorstehenden Auktion informiert und dort den finanziellen Rahmen genehmigt bekommen, zumal er dort schon auf zugesagte fünfstellige Sponsorengelder habe verweisen können. In unserem Telefonat am Mittwoch erklärte er sogar, nach weiteren Zusagen von Sponsorengeldern bleibe nun nur noch ein "sehr geringer Betrag" für die Gemeindekasse zu zahlen. - Den genauen Betrag wird es ja mal im öffentlichen Teil geben müssen, zumal 18.000 EUR für manche Einrichtung im Ort KEIN Peanuts sind.
Bleibt schließlich die Frage, wohin mit derlei "Schätzen"? - Eine Rathausvitrine, dort soll der Krug der Öffentlichkeit präsentiert werden, über eine Präsentation an anderer Stelle zum Töpfermarkt wird nachgedacht, ist sicher nicht die schlechteste Zwischenlösung. Bis sich Diessen irgendwann einmal zu einer attraktiven Lösung für derlei zeigenswerte Dinge durchgerungen hat. Ein "Haus der 5 Seen" z.B. war ja mal im Gespräch; dem neuen Gemeinderat erkläre ich die Idee gerne noch einmal!
Feb
28
Über die lebendige Diskussion dieser Tage im MOOSBLOGGER kann ich mich wirklich nur freuen. Es trudeln nicht nur Tipps für das Gewinnspiel ein, da tobt auch noch einmal eine Art Last-Minute-Wahlkampf. Und das schlägt wohl jede holzverbrauchende Leserbriefspalte um Längen….!!
Besonders gefreut habe ich mich über Post aus Japan. “shutokku” hat seinen Gewinnspiel-Tipp abgegeben und schreibt im MOOSBLOGGER: “Hallo Herr Sander, nach 6 Jahren Gastspiel in Riederau bin ich jetzt zwar beruflich in Japan unterwegs, aber mit Hilfe Ihres Blogs informiere ich mich immer gern über die aktuellen Dinge des Lebens in Dießen. Besonders in den letzten Wochen war ich fast täglich mal drauf, um den Walhkampf zu verfolgen. …” Herzlichen Dank für die netten Zeilen & alles Gute in der Ferne!
Mein Mitspieler “shutokku” betreibt übrigens in Japan ebenfalls ein Weblog. Dort beschreibt er den Lebensalltag einer deutschen Familie in der Stadt Kobe; vom Einkaufen, über Schulbesuch, Wochenendaktivitäten etc. bis hin zum “Affenalarm”. Sehr lesenswert!!! Das Blog findet sich nun in meiner Blogroll.
Über die lebendige Diskussion dieser Tage im MOOSBLOGGER kann ich mich wirklich nur freuen. Es trudeln nicht nur Tipps für das Gewinnspiel ein, da tobt auch noch einmal eine Art Last-Minute-Wahlkampf. Und das schlägt wohl jede holzverbrauchende Leserbriefspalte um Längen....!! ;-)
Besonders gefreut habe ich mich über Post aus Japan. "shutokku" hat seinen Gewinnspiel-Tipp abgegeben und schreibt im MOOSBLOGGER: "Hallo Herr Sander, nach 6 Jahren Gastspiel in Riederau bin ich jetzt zwar beruflich in Japan unterwegs, aber mit Hilfe Ihres Blogs informiere ich mich immer gern über die aktuellen Dinge des Lebens in Dießen. Besonders in den letzten Wochen war ich fast täglich mal drauf, um den Walhkampf zu verfolgen. ..." Herzlichen Dank für die netten Zeilen & alles Gute in der Ferne!
Mein Mitspieler "shutokku" betreibt übrigens in Japan ebenfalls ein Weblog. Dort beschreibt er den Lebensalltag einer deutschen Familie in der Stadt Kobe; vom Einkaufen, über Schulbesuch, Wochenendaktivitäten etc. bis hin zum "Affenalarm". Sehr lesenswert!!! Das Blog findet sich nun in meiner Blogroll.
Feb
27
Heute nacht, kurz vor 02.00 Uhr MEZ hat in weiten Teilen Englands die Erde mit einer Stärke von 5,3 gebebt. Das Bebenzentrum soll 200 km nördlich von London an der Nordseeküste gelegen haben. Offensichtlich ist unsere Partnerstadt Windermere nicht stark betroffen; die Lokalzeitung “The Westmorland Gazette” meldet bisher keine Schäden. Sie hat ihre Leser aufgerufen, ihre nächtlichen Earthquake-Erlebnisse der Redaktion mitzuteilen.
Heute nacht, kurz vor 02.00 Uhr MEZ hat in weiten Teilen Englands die Erde mit einer Stärke von 5,3 gebebt. Das Bebenzentrum soll 200 km nördlich von London an der Nordseeküste gelegen haben. Offensichtlich ist unsere Partnerstadt Windermere nicht stark betroffen; die Lokalzeitung "The Westmorland Gazette" meldet bisher keine Schäden. Sie hat ihre Leser aufgerufen, ihre nächtlichen Earthquake-Erlebnisse der Redaktion mitzuteilen.
Feb
26
Seit dem Wochenende läuft das Moosblogger-Tipp-Spiel zur voraussichtlichen Sitzverteilung im neuen Gemeinderat und findet erfreulichen Anklang. Hier geht es zum Mitspielen (und evtl. Gewinnen): klicken
Es gab natürlich auch wieder ein paar Einwände, die Tipps verrieten, wer sich denn so in diesem Medium “tummelt”. Hm…! Bei diesem Tipp-Spiel geht es ja nicht um “Wünsch’ Dir was!”, sondern gewinnen wird hier nur, wer richtig getippt hat…
Also sollten die Wünsche besser gegen nüchterne Tipps aufgewogen werden.
Interessant sind die bislang eingelaufenen Tipp aber dennoch: Sie zeigen die größten Schwankungen bei den CSU-Tipps, auch bei Grünen, Diessener Bürgern und OKD gehen sie immer wieder auseinander. ”Fest” sind die starken Werte bei den FW. – Man kann weiter gespannt sein.
Seit dem Wochenende läuft das Moosblogger-Tipp-Spiel zur voraussichtlichen Sitzverteilung im neuen Gemeinderat und findet erfreulichen Anklang. Hier geht es zum Mitspielen (und evtl. Gewinnen): klicken
Es gab natürlich auch wieder ein paar Einwände, die Tipps verrieten, wer sich denn so in diesem Medium "tummelt". Hm...! Bei diesem Tipp-Spiel geht es ja nicht um "Wünsch' Dir was!", sondern gewinnen wird hier nur, wer richtig getippt hat... ;-) Also sollten die Wünsche besser gegen nüchterne Tipps aufgewogen werden.
Interessant sind die bislang eingelaufenen Tipp aber dennoch: Sie zeigen die größten Schwankungen bei den CSU-Tipps, auch bei Grünen, Diessener Bürgern und OKD gehen sie immer wieder auseinander. "Fest" sind die starken Werte bei den FW. - Man kann weiter gespannt sein.