Dez
19
Im von Bürgermeister Kirsch am 17.12.2007 vorgelegten Jahresbericht 2007 ist auch die Bautätigkeit in der Marktgemeinde beschrieben. Ausgewiesen werden da u.a. die im Bau- und Umweltausschuss behandelten Bauvorhaben/beantragten Gebäude. Was fällt mir dabei auf? Es wurden im Vergleich zum Vorjahr fünf Einfamilienhäuser mehr beantragt, insgesamt 55; aber sechs Zweifamilienhäuser weniger (nur noch 6) und fünf Mehrfamilienhäuser weniger (nämlich nur noch 3). Read more
Im von Bürgermeister Kirsch am 17.12.2007 vorgelegten Jahresbericht 2007 ist auch die Bautätigkeit in der Marktgemeinde beschrieben. Ausgewiesen werden da u.a. die im Bau- und Umweltausschuss behandelten Bauvorhaben/beantragten Gebäude. Was fällt mir dabei auf? Es wurden im Vergleich zum Vorjahr fünf Einfamilienhäuser mehr beantragt, insgesamt 55; aber sechs Zweifamilienhäuser weniger (nur noch 6) und fünf Mehrfamilienhäuser weniger (nämlich nur noch 3).
In vielen Wahlveranstaltungen der Diessener Parteien und Gruppierungen spielte in den letzten Wochen das Thema Familienfreundlichkeit eine zentrale Rolle. Bezahlbarer Wohnraum ist dafür elementar, ein schnuckliges Einfamilienhaus am Ammersee können sich nur wenige Familien wirklich leisten. Bleibt die Frage, ob und wie die Politik im Ort dafür sorgen kann und will, bezahlbaren Wohnraum für diese Familien zu schaffen. - Bei der Diessener SPD finden sich im Wahlprogramm (noch nicht online) ein paar Ideen: Angesichts der "enormen Grundstückspreise(n) - interessanterweise auch bei Einheimischen-Modellen" (!!) wird neben "bisher bekannten Modellen der Einheimischenmodelle" die Bildung einer "neuen Form der Eigentumsbildung in Geschoßbauweise (Wohnungen)" angeregt, die Berücksichtigung "alternativer Finanzierungsmodelle über die Miete (Mietkauf)" vorgeschlagen. CSU-Bürgermeisterkandidat Dr. Salzmann verspricht in seinem Programm die Förderung von Einheimischenmodellen und vergünstigten Baugrund für Familien. - Wer weitere Ideen, Programmpunkte, Versprechen etc. der inzwischen acht Parteien und Gruppierungen zu diesem Thema kennt, bitte ergänzen!
Dez
19
Auf der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres 2007 hat Bürgermeister Kirsch den Jahresbericht 2007 des Marktes Dießen am Ammersee vorgelegt. Mein erster Blick galt der Sitzungsstatistik unseres Gemeinderates, und siehe da, es gab einen Wandel: Im Januar hatte auch ich im MOOSBLOGGER moniert, dass 2006 nur noch ein Drittel der Tagesordnungspunkte im öffentlichen Teil behandelt worden war und dazu den Jahresbericht 2006 zitiert: “… Der Marktgemeinderat hat im Berichtszeitraum in 13 (13) Gemeinderatssitzungen insgesamt 262 (339) Tagesordnungspunkte beraten. Dabei wurden 95 (212) Beratungspunkte in öffentlicher und 167 (127) in nicht öffentlicher Sitzung behandelt. ….”
In diesem Jahr liest sich das anders: “Der Marktgemeinderat hat im Berichtszeitraum in 13 (13) Gemeinderatssitzungen insgesamt 290 (262) Tagesordnungspunkte beraten. Dabei wurden 141 (95) Beratungspunkte in öffentlicher und 149 (167) in nichtöffentlicher Sitzung behandelt.” Das ist zwar immer noch mehr als die Hälfte im nichtöffentlichen Teil, aber doch eine Veränderung, die ich als Verbesserung betrachte.
Interessant ist übrigens ein Blick auf frühere Jahre: 2005 waren von 339 Tagesordnungspunkten 212 in öffentlicher und 127 in nichtöffentlicher Sitzung behandelt worden; 2004: 308/147/161; 2003: (20 Gemeinderatssitzungen) 553/336/217; 2002: (17 Gemeinderatssitzungen) 447/199/248…
Auf der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres 2007 hat Bürgermeister Kirsch den Jahresbericht 2007 des Marktes Dießen am Ammersee vorgelegt. Mein erster Blick galt der Sitzungsstatistik unseres Gemeinderates, und siehe da, es gab einen Wandel: Im Januar hatte auch ich im MOOSBLOGGER moniert, dass 2006 nur noch ein Drittel der Tagesordnungspunkte im öffentlichen Teil behandelt worden war und dazu den Jahresbericht 2006 zitiert: “… Der Marktgemeinderat hat im Berichtszeitraum in 13 (13) Gemeinderatssitzungen insgesamt 262 (339) Tagesordnungspunkte beraten. Dabei wurden 95 (212) Beratungspunkte in öffentlicher und 167 (127) in nicht öffentlicher Sitzung behandelt. ….”
In diesem Jahr liest sich das anders: "Der Marktgemeinderat hat im Berichtszeitraum in 13 (13) Gemeinderatssitzungen insgesamt 290 (262) Tagesordnungspunkte beraten. Dabei wurden 141 (95) Beratungspunkte in öffentlicher und 149 (167) in nichtöffentlicher Sitzung behandelt." Das ist zwar immer noch mehr als die Hälfte im nichtöffentlichen Teil, aber doch eine Veränderung, die ich als Verbesserung betrachte.
Interessant ist übrigens ein Blick auf frühere Jahre: 2005 waren von 339 Tagesordnungspunkten 212 in öffentlicher und 127 in nichtöffentlicher Sitzung behandelt worden; 2004: 308/147/161; 2003: (20 Gemeinderatssitzungen) 553/336/217; 2002: (17 Gemeinderatssitzungen) 447/199/248...
Dez
17
Wer hätte das gedacht?: Der “Diessener KundenBeirat” ist zum Forschungsgegenstand geworden! – Dieser Tage bekam ich elektronische Post von einer Doktorandin aus Hamburg. Die Uni Hamburg, Arbeitsbereich Unternehmenskommunikation, ”arbuk“, widmet sich zurzeit in einem Forschungsprojekt dem “Kommunikationskonzept ‘Kundenbeirat’” und führt eine “Untersuchung der Aufgaben, Chancen und Risiken eines neuen Instruments der externen Unternehmenskommunikation” durch. Bei einer Internetrecherche war die nette Doktorandin auf Diessen gestoßen, als eines der seltenen Beispiele eines Kundenbeirats in der Praxis. Natürlich war ich mächtig stolz, auf jene Aktion aus dem Jahr 2005 angesprochen zu werden, die ich als damaliger Chef des Diessener Gewerbeverbandes leiten durfte. (Wer erinnert sich?: Gewerbeverband, Eltern-, Senioren-, Jugendbeirat, katholischer Frauenbund und Landfrauen kürten damals, sachkundig betreut von Herbert Krebs aus St. Alban, im dafür gebildeten Kundenbeirat das “Wirtshaus am Kirchsteig” als den 1. Diessener KundenPreis-Träger.) Das Forschungsprojekt in Hamburg bezeichnet einen Kundenbeirat als “neues Instrument” - da war Diessen wohl tatsächlich mal der Zeit ganz weit voraus….
Wer hätte das gedacht?: Der "Diessener KundenBeirat" ist zum Forschungsgegenstand geworden! - Dieser Tage bekam ich elektronische Post von einer Doktorandin aus Hamburg. Die Uni Hamburg, Arbeitsbereich Unternehmenskommunikation, "arbuk", widmet sich zurzeit in einem Forschungsprojekt dem "Kommunikationskonzept 'Kundenbeirat'" und führt eine "Untersuchung der Aufgaben, Chancen und Risiken eines neuen Instruments der externen Unternehmenskommunikation" durch. Bei einer Internetrecherche war die nette Doktorandin auf Diessen gestoßen, als eines der seltenen Beispiele eines Kundenbeirats in der Praxis. Natürlich war ich mächtig stolz, auf jene Aktion aus dem Jahr 2005 angesprochen zu werden, die ich als damaliger Chef des Diessener Gewerbeverbandes leiten durfte. (Wer erinnert sich?: Gewerbeverband, Eltern-, Senioren-, Jugendbeirat, katholischer Frauenbund und Landfrauen kürten damals, sachkundig betreut von Herbert Krebs aus St. Alban, im dafür gebildeten Kundenbeirat das "Wirtshaus am Kirchsteig" als den 1. Diessener KundenPreis-Träger.) Das Forschungsprojekt in Hamburg bezeichnet einen Kundenbeirat als "neues Instrument" - da war Diessen wohl tatsächlich mal der Zeit ganz weit voraus.... ;-)
Dez
15
heute will ich kurz über meinen Eisenbahntag schreiben. Diese ganz gewöhnlichen Erlebnisse eines Geschäftsreisenden von Diessen nach Stuttgart und zurück, sollen Ihnen einige Entwicklungspotenziale aufzeigen.
Das ging schon 5:31 Uhr mit der RB 37734 nach Geltendorf los, die ich in Diessen Bhf. besteigen musste, weil sie bei uns in St. Alban 5:52 Uhr durchfährt. Read more
heute will ich kurz über meinen Eisenbahntag schreiben. Diese ganz gewöhnlichen Erlebnisse eines Geschäftsreisenden von Diessen nach Stuttgart und zurück, sollen Ihnen einige Entwicklungspotenziale aufzeigen.
Das ging schon 5:31 Uhr mit der RB 37734 nach Geltendorf los, die ich in Diessen Bhf. besteigen musste, weil sie bei uns in St. Alban 5:52 Uhr durchfährt. In Geltendorf fährt sie allerdings nicht durch, oder weiter, da muss man umsteigen. Der Abfahrtsbahnsteig des Anschlusszuges ist auf allen Fahrplänen im Bahnhof Geltendorf händisch "verschlimmbessert" worden, angeblich fährt der Zug ab Bahnsteig 3. Misstrauen ist hier allerdings angeraten, denn der Zug fährt von Bahnsteig 5, zu erreichen durch die malerische Unterführung. Wer also auf den dortigen Fahrplan vertraut, wird in der Kälte ziemlich blöd herumstehen.
In Augsburg sehe ich beim Warten auf meinen Anschlusszug erstmals einen TGV in diesem Bahnhof. Der "französische ICE" ist ein schönes Erlebnis; den werde ich wohl demnächst mal für einen Trip nach Paris ausprobieren...
Die anschließende Weiterreise nach Stuttgart klappt, der ICE 692 um 7:07 Uhr ist pünktlich, sauber und noch schön leer, ich kann noch ein Stündchen schlafen...
Die Rückreise mit dem IC 2267 um 18:53 Uhr beginnt mit elf Minuten Verspätung, die bis Augsburg auf 13 min anwächst. Das bedeutet: Der Anschluss 20:43 Uhr mit dem RE 37781 "kann nicht mehr erreicht werden", die nächste Regionalbahn von Augsburg Richtung Weilheim fährt dann 22:28 Uhr !! Hier beweist die Bahn aber mächtig Mut zur Lücke...
Also entschließe ich mich, bis Pasing weiterzufahren und dort 21:39 Uhr mit der RB 30637 nach Weilheim zu fahren, wo ich pünktlich ankomme und gleich Anschluss Richtung Augsburg habe ... und schließlich wieder zu Hause bin. Danke, liebe DB!
Dez
13
Seit Oktober 2006 habe ich im MOOSBLOGGER die LEADER-Initiative begleitet und unterstützt. Die gesammelten Beiträge sind eine kleine Chronik des “langen Marsches”; gekennzeichnet von großem Engagement einer Handvoll Unentwegter mit Gunnar Schweizer sen. an der Spitze, aber vor allem von sehr viel Skepsis sowie auch einzelner offener Ablehnung. (Zum Nachlesen den oberen Link klicken! – In Tagen der großen Wahlkampfworte eine gute Erinnerungsstütze!) Read more
Seit Oktober 2006 habe ich im MOOSBLOGGER die LEADER-Initiative begleitet und unterstützt. Die gesammelten Beiträge sind eine kleine Chronik des "langen Marsches"; gekennzeichnet von großem Engagement einer Handvoll Unentwegter mit Gunnar Schweizer sen. an der Spitze, aber vor allem von sehr viel Skepsis sowie auch einzelner offener Ablehnung. (Zum Nachlesen den oberen Link klicken! - In Tagen der großen Wahlkampfworte eine gute Erinnerungsstütze!)
Nun haben es die "fleißigen Tapferen" erst einmal geschafft: Die Lokale Arbeitsgruppe (LAG) "Ammersee", zu deren zehn Teilnehmergemeinden auch Diessen schließlich doch zählt, ist als eine von bayernweit 40 LAGs vom Landwirtschaftsministerium ausgewählt worden und kann nun zur Umsetzung ihres Regionalen Entwicklungskonzeptes LEADER-Fördermittel beantragen. "Insgesamt stehen in der neuen Förderperiode 2007 bis 2013 für Leader in Bayern rund 63 Millionen Euro aus EU-Mitteln zur Verfügung", heißt es in einer Pressemitteilung des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums, in unserer Region werden davon wohl geschätzte 1,3 Mio. EUR zur Verfügung stehen. Dieser überschaubare Betrag war ein Hauptkritikpunkt der Zauderer gewesen: "zu wenig Geld für zu viel Aufwand", lautete ihr Argument. - Ich sehe LEADER von Anfang an als große Chance: 10 Gemeinden aus 3 Landkreisen planen gemeinsame Projekte. Wo gab es das sonst schon einmal in einer Region, die nicht nur in drei Landkreise sondern auch in "Ammersee-West" und "Ammersee-Ost" sowie in verschiedene Tourismusverbände zersplittert ist?
Dieser Tage hört man aus den Parteien und Gruppierungen Programmatisches; das Stichwort "regionale Kooperation" ist oft dabei. Wer Worten Taten lassen folgen will kann das künftig auch bei LEADER tun, der Förderzeitraum läuft zunächst bis 2013... ;-)
Dez
13
Die SPD Diessen hat am Mittwochabend ihre Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl 2008 beschlossen; angeführt von einer prominenten Frau, gelistet im Reißverschlussverfahren Frau-Mann, ”fast durchgehalten bis ans Listenende”: 1. Hannelore Baur (Bild Mitte); Read more
Die SPD Diessen hat am Mittwochabend ihre Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl 2008 beschlossen; angeführt von einer prominenten Frau, gelistet im Reißverschlussverfahren Frau-Mann, "fast durchgehalten bis ans Listenende": 1. Hannelore Baur (Bild Mitte); 2. Erich Schöpflin (4.v.r.); 3. Conny Schneider (unten, rechts); 4. Dr. Andreas Schumann (Bild rechts); 5. Edeltraud Beer (oben, rechts); 6. Ralf Kleeblatt (unten, links); 7. Angelika Rauch; 8. Horst Pahl (3.v.l.); 9. Monika Noack; 10. Richard Baur (oben links); 11. Eleonore Blersch; 12. Sebastian Reschke; 13. Christa Schöpflin; 14. Jan Lenz; 15. Susanne Kretschmann; 16. Alfred Tlaskal; 17. Gisela Gsell; 18. Alexej von Aigner; 19. Wilfriede Wandt; 20. Wolfgang Noack; 21. Enrico Apadula; 22. Hans Wallner; 23. Alfons Müller; 24. Rudolf Egger; Ersatzkandidaten: Annemarie Apadulla; Heinrich Tlaskal.
Zum Auftakt des Nominierungstreffens hatte die Spitzenkandidatin das SPD-Programm skizziert. Erklärtes Ziel ihrer Partei bei der Gemeinderatswahl seien mehr Mandate. Hanni Baur meinte, sie sei stolz auf ihre Arbeit im Gemeinderat. Die bisher zwei SPD-Gemeinderatsmitglieder hätten mit gesundem Menschenverstand gehandelt und dabei einiges bewegt. Als Beispiel führte sie die Markthalle an, die schon 2002 im SPD-Wahlprogramm gefordert worden sei: "Mit Hilfe der SPD ist dies mittlerweile auch realisiert worden."
Das Wahlprogramm soll in kürze auf der Website des SPD-Ortsverbandes online gehen. Folgende Punkte halte ich persönlich für bemerkenswert: a) "Wir sind für das Gewerbegebiet Romenthal", zu dem auch ein Wohngebiet und öffentliche Einrichtungen gehören sollen, heißt es im SPD-Wahlprogramm. Bei der Grundstücksvergabe sollten Firmen bevorzugt werden, die neue Arbeitsplätze und v.a. qualifizierte Ausbildungsplätze bieten. Hanni Baur hatte zum Gewerbegebiet Romenthal erklärt: "Wir müssen jetzt auch schauen, wie es zu vermarkten ist", die Grundstücke seien "relativ teuer". b) Zur Finanzpolitik meinte Hanni Baur, ihre Partei wolle "Dießen aus den roten Zahlen holen". c) Angesicht einer "wahnsinnig schlechten Verkehrsanbindung" Diessens an die Kreisstadt, die Amtstermine zum Tagesausflug werden lasse, werde die SPD das Landratsamt auffordern regelmäßige Sprechstunden im Diessener Rathaus einzurichten, ein- bis zweimal wöchentlich. d) Die Müllentsorgung, bei der 2009 die Verträge auslaufen, will die SPD vom Bring- auf ein Holsystem umstellen. e) Bei der Bildung steht das Thema Ganztagsschule vorne. Hier betonte Baur, dass diese auch auf die Grundschule ausgedehnt werden und dass sich auch die Gemeinde klar sein müsse, dass sie zur Förderung dieses Modells "Geld in die Hand" nimmt. f) Hanni Baur wiederholte eine "frühere" SPD-Forderung; "Diessen nicht nur für Reiche". Die SPD wolle Einheimischenmodelle auch für Mehrfamilienbauten, "bezahlbarer Wohnraum für Familien" sei in Diessen zu schaffen. Ihre Partei wolle sich auch für den freien Eintritt von Kindern in Diessener Freibäder einsetzen.
Nach Verabschiedung der Kandidatenliste stimmte die Versammlung schließlich einer Listenverbindung, "Auszählgemeinschaft", mit den GRÜNEN zu.