Große Freude herrscht im Montessori-14-Kindergarten in der Herrenstraße: Grund ist ein Schreiben von Bürgermeister Herbert Kirsch, in dem die Bedarfsfeststellung der Plätze des 14-Kindergarten e.V. im Montessori-Kinderhaus Diessen bestätigt wird. Damit ist nach langem Bangen und hartnäckigem Ringen der weitere Bestand des Kinderhauses gesichert, die Elternbeiträge können ab September familienfreundlich wieder gesenkt werden.

 Treppe Montessori-Kinderhaus Metallene Einsätze

Außerdem konnten sich die Kinder über neues Arbeitsmaterial freuen: Dank einer Spende der Sparkasse Landsberg-Dießen war es möglich neues Montessori-Material anzuschaffen: Mit so genannten “Metallenen Einsätzen”, die der Vorbereitung auf das Schreiben dienen, können die Kinder sich in selbständiger Arbeit in der richtigen Stifthaltung üben und verschiedene geometrische Formen kennenlernen.

Aktuell ist im Montessori-Kinderhaus übrigens ein Platz durch Weggang eines Kindes ab Juli frei. Interessenten sollten rasch im Kinderhaus nachfragen!

Wer durch Diessens Herrenstraße spaziert wird sehen, dass im Haus Nr. 9 ein neues Geschäft gestartet ist: Das “Erste Dießener Internet Auktionshaus“. Hier kann man Fabian Hübner alles Mögliche, “vom Auto bis zum Zippo”, für eBay-Auktionen anvertrauen; er wickelt den Verkauf gegen eine “geringe Provision” komplett ab. – Dann also, viel Erfolg, an “Dachbodenfunden” mangelt es sicher nicht in unserem Ort.

Zum Thema “ausufernde nicht-öffentliche Gemeinderatsdebatten” war am 12. Juni im “Oberbayerischen Volksblatt” unter der Überschrift “Rüffel für ‘Geheimniskrämer’” von einem ungewöhnlichen Vorgang zu lesen. In Mittenwald, Landkreis Garmisch-Partenkirchen, sei der Bürgermeister vom Landratsamt angewiesen worden, die Tagesordnungen für Gemeinderatssitzungen vorab dem Amt zur Genehmigung vorzulegen. Zu viele Dinge seien nicht-öffentlich beraten worden, hatte ein Gemeinderatsmitglied, bekannt für seine “deutlichen Worte”, die Sache mit dem Vorwurf der ”Geheimniskrämerei” angestoßen. Es wird berichtet, zumindest die nächsten Tagesordnungen würde das Landratsamt nun prüfen, und: Gemeinderäte gäben sich angesichts dieser nicht sehr schmeichelhaften Entscheidung ”zerknirscht”.

Laut Bayerischer Gemeindeordnung sind Gemeinderatssitzung prinzipiell öffentlich, ”soweit nicht Rücksichten auf das Wohl der Allgemeinheit oder auf berechtigte Ansprüche einzelner entgegenstehen”. Zum Nachlesen geht es hier zur “Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern”.

Ende Juni soll im böhmischen Lomnice die Städtepartnerschaft mit Diessen besiegelt werden. Was die hiesigen Trachtler seit über zehn Jahren entwickelt und gepflegt haben, wird dann per Partnerschaftsurkunde auf “amtliche” Füße gestellt. Sicher ist diese zweite Verbindung mit einer ausländischen Gemeinde eine wertvolle Bereicherung unseres Lebens. Ich freue mich! – Wie dem LT heute zu entnehmen ist, wird zur Vertragsunterzeichnung ein Bus von Diessen nach Lomnice fahren (29.Juni – 01. Juli). Es sollen noch einige Plätze frei sein. Wer also Interesse hat, kann sich bei Peter Kaindl, Tel. 08807-6384, melden.

Die Gewerbetreibenden in unserer englischen Partnerstadt Windermere laufen zurzeit Sturm gegen neue Steuerpläne ihrer Regionalregierung. Wie ”The Westmorland Gazette” in ihrer neuesten Ausgabe berichtet will das Cumbria County Council künftig 250 Brit. Pfund pro Jahr von Gewerbetreibenden kassieren, die Waren sowie Gastronomieplätze auf Gehsteigen anbieten. Audrian Faulkner von der Windermere and Bowness Chamber of Trade (entspricht dem Gewerbeverband) bezeichnet diese Pläne als eine “weitere exorbitante Steuer”; für Geschäftsleute in der benachbarten Stadt Kendal gehen die Pläne viel zu weit und sie bezeichnen diese als Hindernis für die Idee der “café culture”; andere meinen gar, damit würden für viele Kleinunternehmer die Totenglocken eingeläutet.

Nach dem Zeitungsbericht waren die neuesten Steuerpläne vor allem als Folge des in UK umgesetzten Rauchverbots in Restaurants ins Rollen gekommen. Gastwirte hatten daraufhin ihren Raucher-Gästen als Ersatz Plätze vor den Gastwirtschaften eingerichtet.

Protest muss korrekt sein. Ist das nicht die wesentlichste Erkenntnis von Heiligendamm? – Politisch korrekt. Demonstrationstechnisch korrekt. Medienmäßig korrekt. Genehmigungsrechtlich korrekt….

Hundescheisse

Und grammatikalisch! - Wie dieses neueste Transparent in der Birkenallee, mit dem erneut gegen die scheinbar unlösbare Hundehaufenplage protestiert wird. “Entfernen Sie Ihres Hundes-Scheiße selbst!” ruft es dem passierenden Wanderer zu. Mit und ohne Hund. Mich beeindruckte das grammatikalische Aufbäumen: “…Ihres Hundes-Scheiße” – dufte! (Perfekt wäre es allerdings ohne Bindestrich.) Der Spruch erinnert mich ein bisschen an “Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“: “Der Haufen ist dem Hund sein Schiss”… Hoffentlich sind der Hunde Halter des Lesens kundig und des Einsehens fähig. 

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