Die ”Auftaktveranstaltung der Bürgerbeteiligung am LEADER-Projekt” Donnerstagabend war eine konsequente Fortsetzung der bisherigen Schleichfahrt: es gab mehr Bürgerabstinenz als Bürgerbeteiligung, Bedenken statt Entschlossenheit, Engstirnigkeit statt Vernetzung. - 21 Leute aus der größten Ammersee-Gemeinde, einschließlich zweier “hauptamtlicher LEADER-Macher”, einer Redakteurin, eines Zaungastes vom Förderverein Schifffahrtsmuseum Stegen sowie zweier Gemeinderatsgattinnen, verloren sich im Saal des Gasthofes “3 Rosen”. Sieben Gemeinderäte (3 x DB, 2 x CSU, 1 x FW, 1 x Grüne) waren gekommen.

Die Redebeiträge auf die Einleitung von LEADER-Initiator Blacek wirkten fantasielos, schienen den Initiator mit “seiner Gaudi” eher vorführen zu wollen, und nützten am Ende niemandem etwas. Wie schon im Gemeinderat hechelte man wieder zeitraubende Rechenspiele durch, was LEADER wohl kosten werde. Auch das Diessener Ja-Aber zum LEADER wurde wieder in Stellung gebracht: Das regionale Entwicklungskonzept werde man miterstellen, schließlich habe man dafür ja 1.000 EUR ausgegeben, ob man dann aber bei LEADER weiter mitmacht, werde man später anhand des Konzepts beratschlagen und beschließen. – Was für eine Motivation für eine Bürgerbeteiligung! 

Als ”beteiligungswilliger Bürger” zahlte ich am Ende rasch Kaffee und (leckeren) Hollundertee und frage mich am nächsten Morgen, ob das ein wirklich gewolltes Projekt ist, für das man sich engagieren soll? Wo sollen hier kreativer, konstruktiver, offener Teamgeist und breites Bürgerengagement herkommen?

Am nächsten Mittwoch, 14. Februar, will man sich wieder treffen um Diessener LEADER-Projekte zu erdenken.

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