Nov
25
Da bewahre uns Diessener doch sonstwer davor!! – Da bauen die im benachbarten Utting doch tatsächlich einen Klettergarten, wollen damit fremde Gruppen in ihren Ort locken, diese tourismusnärrischen Uttinger. Und das alles mit Zustimmung ihres Gemeinderates! – Naja, wenn die eben keine “eigenen Stärken” haben, brauchen sie eben solche künstlichen “Attraktionen”. Gut, dass wir uns kein “Remmidemmi” nach Diessen reinholen….
Da bewahre uns Diessener doch sonstwer davor!! - Da bauen die im benachbarten Utting doch tatsächlich einen Klettergarten, wollen damit fremde Gruppen in ihren Ort locken, diese tourismusnärrischen Uttinger. Und das alles mit Zustimmung ihres Gemeinderates! - Naja, wenn die eben keine "eigenen Stärken" haben, brauchen sie eben solche künstlichen "Attraktionen". Gut, dass wir uns kein "Remmidemmi" nach Diessen reinholen.... ;-)
Nov
22
Der LEADER-Initiator der Ammersee-Region, Markus Blacek, drückt lt. Heimatzeitung aufs Tempo. Und das ist auch nötig, wenn man den engen Zeitrahmen für die LEADER-Bewerbung sieht. Kürzestfristig seien von ihm die ersten Meetings angesetzt worden; allerdings hätten manche Einlader gar nichts von den Terminen gewusst. – Na ja, jedenfalls soll es am 27.11. sowie am 01. und 02.12. losgehen. – Interessant wird die Zusammenstellung der Runde sein, die nun bis zum Frühjahr ein von allen beteiligten Gemeinden getragenes ”Regionales Entwicklungskonzept” erarbeiten soll. – LEADER heißt aus dem Französischen übersetzt ”Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen WIRTSCHAFT”. Hoffentlich wird da die heimische Wirtschaft nicht ”vergessen” – etwa wie im März diesen Jahres zur Tagung “Umweltbildung und regionaler Tourismus”.
Der LEADER-Initiator der Ammersee-Region, Markus Blacek, drückt lt. Heimatzeitung aufs Tempo. Und das ist auch nötig, wenn man den engen Zeitrahmen für die LEADER-Bewerbung sieht. Kürzestfristig seien von ihm die ersten Meetings angesetzt worden; allerdings hätten manche Einlader gar nichts von den Terminen gewusst. - Na ja, jedenfalls soll es am 27.11. sowie am 01. und 02.12. losgehen. - Interessant wird die Zusammenstellung der Runde sein, die nun bis zum Frühjahr ein von allen beteiligten Gemeinden getragenes "Regionales Entwicklungskonzept" erarbeiten soll. - LEADER heißt aus dem Französischen übersetzt "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen WIRTSCHAFT". Hoffentlich wird da die heimische Wirtschaft nicht "vergessen" - etwa wie im März diesen Jahres zur Tagung "Umweltbildung und regionaler Tourismus".
Nov
22
Ein grauer Buß- und Bet-Tag, es regnet. Antenne-Bayern schickt seinen Moderator ins Kloster (weil er angeblich zufällig falsch behauptet hatte, dieser Tag sei ein katholischer Feiertag – toller PR-Gag, leider nicht von mir), der das Morgenprogramm zwischen Andachten und Schafsfütterungen moderiert. – Mehr Lebensnähe hätte “Leiki” heute mit einer Moderation aus einem jener zigtausend bayerischen Haushalte gezeigt, die sich mit der merkwürdigen Feiertagsregelung in diesem Freistaate befasst: die Kinder haben Schulfrei, die Eltern müssen aber ganz normal arbeiten. – Für viele Familien eine echte Herausforderung, allerdings weniger platt amüsant.
Ein grauer Buß- und Bet-Tag, es regnet. Antenne-Bayern schickt seinen Moderator ins Kloster (weil er angeblich zufällig falsch behauptet hatte, dieser Tag sei ein katholischer Feiertag - toller PR-Gag, leider nicht von mir), der das Morgenprogramm zwischen Andachten und Schafsfütterungen moderiert. - Mehr Lebensnähe hätte "Leiki" heute mit einer Moderation aus einem jener zigtausend bayerischen Haushalte gezeigt, die sich mit der merkwürdigen Feiertagsregelung in diesem Freistaate befasst: die Kinder haben Schulfrei, die Eltern müssen aber ganz normal arbeiten. - Für viele Familien eine echte Herausforderung, allerdings weniger platt amüsant.
Nov
18
In dieser Woche war von Pressekonferenzen zur Zwischenbilanz der bayerischen Tourismuswirtschaft zu hören und zu lesen: Trotz WM seien die Übernachtungszahlen bis Ende September rückläufig gewesen, auch der Papst-Hype konnte da nichts retten. – Es werden “finanzielle Anstrengungen zur Qualitätssicherung” für Bayerns Tourismus sogar ministeriell als notwendig erkannt. Read more
In dieser Woche war von Pressekonferenzen zur Zwischenbilanz der bayerischen Tourismuswirtschaft zu hören und zu lesen: Trotz WM seien die Übernachtungszahlen bis Ende September rückläufig gewesen, auch der Papst-Hype konnte da nichts retten. - Es werden "finanzielle Anstrengungen zur Qualitätssicherung" für Bayerns Tourismus sogar ministeriell als notwendig erkannt.
Interessant wären in diesem Kontext harte Zahlen aus Diessen. Aber woher nehmen, wenn nicht... "schätzen"? - Im Luftkurort erfreut man sich an der Zahl der über das mit Volunteers betriebenen Fremdenverkehrsbüro angebotenen (!) Übernachtungsmöglichkeiten und an deren Auslastung, die im Mai bei 35% und im August bei 85% gelegen habe.
Wie hoch liegt bei uns eigentlich die Quote jener Gäste, die nach ihrem ersten Besuch noch einmal wiederkehren?
Ansonsten kaut man die üblich "korrekten" Absagen an "Tourismusrummel", an "Biergarten und touristische Attraktionen in den Seeanlagen" wider, und beschwört die Pflege "vorhandener Stärken". Schwindelerregend mutet da die Forderung an, Angebote für Kinder vielleicht doch über Töpferkurse und Ponyreiten hinausgehend auszubauen. - Na, wenn das mal nicht zu viel "Remmidemmi" gibt...
Nov
13
Jeder Mensch in diesem reichen Land möge ein monatliches Grundeinkommen bekommen, ohne jede Bedingung! – Diese Idee vertritt Götz Werner, einer der erfolgreichsten Unternehmer Deutschlands, Gründer und Chef der dm-Gruppe. Read more
Jeder Mensch in diesem reichen Land möge ein monatliches Grundeinkommen bekommen, ohne jede Bedingung! - Diese Idee vertritt Götz Werner, einer der erfolgreichsten Unternehmer Deutschlands, Gründer und Chef der dm-Gruppe. - Die Idee findet immer stärkere Beachtung - und immer mehr Verfechter. Werner wünscht sich, dass die Idee überhaupt erst einmal von möglichst vielen Menschen "gedacht" wird. - Auf seiner Website erläutert er die Idee - und wirbt in Foren und Interviews dafür.
Ein aktuelles Beispiel findet sich in der Wochenzeitung "freitag". Das "Grundeinkommen" skizziert er als ein "Kulturminimum" (das würde deutlich mehr als das mickrige Hartz-IV-Geld bedeuten), was heißt, davon leben zu können UND sich weiter zu entwickeln. Die Idee brächte eine fundamentale wirtschaftliche Klimaveränderung: Die Menschen würden nämlich dann arbeiten, wenn SIE wollen, und nicht, wenn sie sollen oder müssen. Dabei folgt Werner der Überzeugung, dass sich die Menschen nicht mit einem Minimum zufrieden geben, sondern vielmehr nach Entfaltung streben: Arbeitsplätze statt Einkommensplätze, frei gewählt! Freie Wahl könnte dann bedeuten, so Werner, dass die Unternehmen mit attraktiven Konditionen um Arbeitskräfte werben müssten. Als eine Folge daraus sagt er vor allem Gehaltssteigerungen bei heute niedrig entlohnten Tätigkeiten etwa von Krankenschwestern und Kindergärtnerinnen voraus.
Die Idee hat eine ganze Reihe faszinierender Facetten: Werner verweist z.B. auf das heute weit verbreitete "manische Sparverhalten" der Menschen, aus Unsicherheit über die Zukunft. Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen - "gesichert von der Wiege bis zur Bahre" - würde diese Unsicherheit beseitigt, die immensen Spareinlagen, die er salopp als "Heuschreckennahrung" bezeichnet, wären nicht mehr nötig. Diesen Pfad zu Ende gesponnen bedeutet: Kapitalmärkte würden beschränkt auf die Finanzierung der Produktionsmittel.
Wer bis hierher gelesen hat, wird fragen: Und wie soll das alles bezahlt werden? - Werner schlägt eine (noch einmal erhöhte) Konsumsteuer (MwSt.) als einzige Quelle vor. Allein den Konsum zu besteuern und alle sonstigen Steuern und Abgaben zu streichen, würde die heutige, einseitige Belastung menschlicher Arbeit verändern, und künftig Menschen- und Maschinenarbeit gleich besteuern. (Was für ein extrem einfaches und effizientes Steuersystem!)
In Gesprächen zur Idee des "bedingungslosen Grundeinkommens" wird oft rasch verbissen um eingewandte Einzelheiten gestritten. Götz Werner meint: "Bevor detailversessen über konkrete Modelle gesprochen wird, sollte das Grundeinkommen zunächst auf der Ideenebene gehalten werden, damit es nicht unreflektiert von Leuten aufgegriffen wird, die sich nur profilieren wollen." - Selten finden sich in unserem Land der Denker und Dichter adäquate Gesellschaftsentwürfe auf die immensen Herausforderungen. Hier liegt nun einer vor. Ob sich viele Leute finden werden, diesen Gedanken weiter zu entwickeln?
Nov
10
Der bayerische Landesverband im Bund der Selbständigen/Deutscher Gewerbeverband hat heute Umfrageergebnisse zur Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten veröffentlicht. – Demnach lehnen fast drei Viertel der Einzelhändler, Handwerker und Freiberufler eine generelle Freigabe an Wochentagen ab und empfinden diese eher als Bedrohung denn als Chance. Während nur etwa ein Zehntel mit steigenden Gewinnen und Umsätzen bei einer weiteren Liberalisierung rechnen, befürchten 70% höhere Kosten und gar 84% mehr eigene Belastungen.
Dieses Stimmungsbild deckt sich mit meinen Erfahrungen aus Gesprächen mit Diessener Geschäftsleuten. Read more
Der bayerische Landesverband im Bund der Selbständigen/Deutscher Gewerbeverband hat heute Umfrageergebnisse zur Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten veröffentlicht. - Demnach lehnen fast drei Viertel der Einzelhändler, Handwerker und Freiberufler eine generelle Freigabe an Wochentagen ab und empfinden diese eher als Bedrohung denn als Chance. Während nur etwa ein Zehntel mit steigenden Gewinnen und Umsätzen bei einer weiteren Liberalisierung rechnen, befürchten 70% höhere Kosten und gar 84% mehr eigene Belastungen.
Dieses Stimmungsbild deckt sich mit meinen Erfahrungen aus Gesprächen mit Diessener Geschäftsleuten. Ihre Bedenken sind sicher auch berechtigt: der berühmte Euro ist eben tatsächlich nur einmal vorhanden und kann also auch nur einmal ausgegeben werden. Allerdings stellt sich dann immer die Frage, wo es der Kunde am liebsten tut.
Die Ladenöffnungszeiten sind ein Thema - auch für Diessen: der trostlose Mittwochnachmittag, an dem viele Geschäfte geschlossen sind, und das pünktliche Schließen an jedem Sonnabend spätestens um 13 Uhr halte ich in einem Fremdenverkehrsort für überholt. - Auch die "vornehme Zurückhaltung" so manchen Unternehmers im Ort, die drei Gelegenheiten pro Jahr zu nutzen und an den verkaufsoffenen Sonn- und Feiertagen auch wirklich zu öffnen, gehört zu dieser Thematik.
Noch ein weiteres Diessener Phänomen bestätigt die heute vorgestellte Umfrage: 67% der Unternehmen stimmen ihre Öffnungszeiten nicht mit den Übrigen ab, von den restlichen 33% schränkten noch weitere 13 ein, dass sie dies nur selten tun. - Auch das deckt sich mit meinen Beobachtungen in Diessen. Bleibt die Frage, warum das so ist? - Ich glaube, besonders der kleine Einzelhandel muss sich zusammenschließen, muss gemeinsame Aktionen fahren - dazu gehört die Abstimmung der Öffnungszeiten - um im Wettbewerb mit den Handelsketten eine Chance zu haben. - Es wird Zeit.
Zur Information: 061108Ladenschluss.pdf