Sep
28
Keith Thomas ist Director der auf die europaweite Entwicklung von Tourismusprojekten spezialisierten The Petersham Group Ltd. Er hat in 2005 zweimal Diessen besucht und dabei – auch in Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern – die Chancen für ein neuartiges Tourismusprojekt sondiert und seine Ideen dem Gemeinderat vorgetragen. Nun hat er nach zehn Monaten Post aus dem Diessener Rathaus bekommen. Darin wurde ihm lapidar mitgeteilt, dass er Gemeinderat von einer Beauftragung für eine von der Petersham Group angebotenen Vor-Machbarkeitsstudie für ein “Haus der 5 Seen” Abstand genommen habe.
Diese Entwicklung hat der international tätige Tourismusexperte zum Anlass genommen, in einer Nachricht an mich vom 27. September, das Geschehen zu rekapitulieren und noch einmal die Hintergründe für die Idee dieser touristischen Attraktion “Haus der 5 Seen” zu erläutern. – Er skizziert dabei sein hier gewonnenes Bild von Diessen und spart dabei nicht an Kritik an den maßgeblichen Entscheidern der Marktgemeinde. Er betont: ohne enthusiastische Unterstützung der politischen Entscheider und der Lokalmedien ist ein derartiges Projekt nicht zu realisieren. – Mit Zustimmung von Keith Thomas veröffentlicht der “Moosblogger” übersetzt die wesentlichen Passagen seines Briefes:
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Keith Thomas ist Director der auf die europaweite Entwicklung von Tourismusprojekten spezialisierten The Petersham Group Ltd. Er hat in 2005 zweimal Diessen besucht und dabei - auch in Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern - die Chancen für ein neuartiges Tourismusprojekt sondiert und seine Ideen dem Gemeinderat vorgetragen. Nun hat er nach zehn Monaten Post aus dem Diessener Rathaus bekommen. Darin wurde ihm lapidar mitgeteilt, dass er Gemeinderat von einer Beauftragung für eine von der Petersham Group angebotenen Vor-Machbarkeitsstudie für ein "Haus der 5 Seen" Abstand genommen habe.
Diese Entwicklung hat der international tätige Tourismusexperte zum Anlass genommen, in einer Nachricht an mich vom 27. September, das Geschehen zu rekapitulieren und noch einmal die Hintergründe für die Idee dieser touristischen Attraktion "Haus der 5 Seen" zu erläutern. - Er skizziert dabei sein hier gewonnenes Bild von Diessen und spart dabei nicht an Kritik an den maßgeblichen Entscheidern der Marktgemeinde. Er betont: ohne enthusiastische Unterstützung der politischen Entscheider und der Lokalmedien ist ein derartiges Projekt nicht zu realisieren. - Mit Zustimmung von Keith Thomas veröffentlicht der "Moosblogger" übersetzt die wesentlichen Passagen seines Briefes:
Die ursprüngliche Idee war, einen neuen Fokus für den Tourismus, die Bildung und den Umweltschutz in Diessen zu entwickeln, der für die Marktgemeinde einen spürbaren Nutzen bringen sollte. Und das, weil Diessen zwar viele positive Attribute besitzt, aber dennoch nicht der Ort mit signifikanten Besucherzahlen ist (verglichen mit anderen, besser im Markt positionierten Orten der Region). Der Grund ist, dass hier ein Fokus fehlt und ein scharfes Profil, das Touristen wie auch Tagesgäste veranlasst in genau diesen Ort zu kommen – und zwar in einer Größenordnung, die stimulierend für die örtliche Wirtschaft sein könnte. Währenddessen strömt die übergroße Mehrzahl der erwerbstätigen Bevölkerung des Ortes jeden Tag nach München oder sonst wohin, weil es am Ort nicht die Jobs gibt, die sie halten könnten. Ganz klar ist das für die Zukunft schlecht; es birgt das Risiko, dass dieser Ort zur Schlafstadt wird und ein Ort für ältere, verrentete Leute.
Das Konzept vom “5-Seen-Zentrum” war ein von uns beiden erdachtes spezifisches Projekt zur Verbesserung dieser Situation. Detailliert haben wir darin all die Vorteile aufgelistet und mehrfach vorgetragen, die der Gemeinde aus ihrer Unterstützung erwachsen würden. Die Gemeinde schien stets zu glauben, dass irgendjemand die ganze Arbeit erledigen und alle Kosten tragen würde, während man selber sich glücklich in seinem Sessel zurücklehnt und freudig auf die Vorteile wartet. Scheinbar haben sie nie verstanden, dass bei einem derartigen Projekt SIE SELBST Initiator sein müssten und der „Eigentümer des Projektes“ von Beginn an. Im Unterschied zu vielen anderen Städten waren sie völlig unwillens, nicht einmal einen kleinen Geldbetrag zu investieren, um den Prozess überhaupt zu starten.
Im Grunde glaube ich, dass Diessen zurzeit eher nicht der richtige Platz für das Projekt ist, angesichts des Verhaltens der Gemeinde und eines Teils der Lokalmedien. Ohne deren enthusiastische Unterstützung ist es unwahrscheinlich, dass dieser Vorschlag vorankommt, selbst dann nicht, wenn wir beide Zeit und Aufwand investieren um die erste Phase alleine zu entwickeln. Man sollte dabei auch nicht die bereits aufgewendete Zeit und Kosten vergessen, von uns in gutem Glauben eingebracht - angesichts der Ermutigung, die wir anfänglich von Herrn Kirsch und seinen Kollegen erhalten hatten. Wir beide haben bereits einen erheblichen Einsatz eingezahlt um der Gemeinde zu helfen, diese ist aber nicht interessiert.
Sep
26
Wie das “Landsberger Tagblatt” heute berichtet, haben bei der “Beteiligung der Bürger und Behörden” sowohl Agenda 21 als auch ein paar Diessener Bürger Einwände gegen den beschlossenen Planentwurf für ein Gewerbegebiet Romenthal erhoben. Die Agenda warne vor der “nachhaltigen Zerstörung eines einmaligen Landschaftsraumes” und werfe vor, die Planung gehe “nicht sehr zimperlich” mit dem Gelände um. – Einwände gegen den Entwurf auch von mir: Angesichts der besonders wertvollen Lage und eingedenk der Tatsache, dass es sich hier um die letzte größere Fläche handeln soll, die in Diessen für die gewerbliche Entwicklung vorgesehen ist. Zuletzt im März hatte ich Vorstellungen für ein neuartiges, angemessenes Gewerbegebiet skizziert, das dort Arbeiten und Wohnen verbinden und das durch die Ansiedlung “weißen Gewerbes” der wirtschaftlichen Entwicklung des Ortes passende Impulse verleihen soll. - Fantasie und Mut zu neuartigen Entwicklungen in der Kreativengemeinde Diessen sind gefragt. Wer ein leidiges Thema irgendwie und möglichst rasch vom Tisch kriegen will, geht nicht nur “nicht zimperlich” mit einer Riesenchance um, er zerstört sie ”nachhaltig”.
Wie das "Landsberger Tagblatt" heute berichtet, haben bei der "Beteiligung der Bürger und Behörden" sowohl Agenda 21 als auch ein paar Diessener Bürger Einwände gegen den beschlossenen Planentwurf für ein Gewerbegebiet Romenthal erhoben. Die Agenda warne vor der "nachhaltigen Zerstörung eines einmaligen Landschaftsraumes" und werfe vor, die Planung gehe "nicht sehr zimperlich" mit dem Gelände um. - Einwände gegen den Entwurf auch von mir: Angesichts der besonders wertvollen Lage und eingedenk der Tatsache, dass es sich hier um die letzte größere Fläche handeln soll, die in Diessen für die gewerbliche Entwicklung vorgesehen ist. Zuletzt im März hatte ich Vorstellungen für ein neuartiges, angemessenes Gewerbegebiet skizziert, das dort Arbeiten und Wohnen verbinden und das durch die Ansiedlung "weißen Gewerbes" der wirtschaftlichen Entwicklung des Ortes passende Impulse verleihen soll. - Fantasie und Mut zu neuartigen Entwicklungen in der Kreativengemeinde Diessen sind gefragt. Wer ein leidiges Thema irgendwie und möglichst rasch vom Tisch kriegen will, geht nicht nur "nicht zimperlich" mit einer Riesenchance um, er zerstört sie "nachhaltig".
Sep
23
Heute Abend unterwegs in Dießen: Fabelhaft…
Erst im ausverkauften Augustinum-Saal eine höchst anspruchsvolle Aufführung der Commedia (www.commedia-diessen.de): Es gab “Amadeus” von Peter Shaffer in großer Besetzung mit professioneller Verstärkung, wunderbarer Musik und einem annähernd sensationellen Felix von Bredow als Mozart. So gar nicht provinziell. Respekt Wolfgang Noack für so viel Mut und so viel power!
Dann – einem Geheimtipp folgend – nur ein paar hundert Meter weiter ins K7. Dort begannen die mir bis dato unbekannten ”Embryo” (www.embryo.de) gerade ihren zweiten Set. Auf dem Heimweg von den großen Festivals der Welt legten sie – auf eigenen Wunsch hin - einen Zwischenstopp in Dießen ein. Eine ehemalige Kommunarden-Band, gegründet 1968, ursprünglich wohl in die Can / Amon Düll -Ecke einzurodnen, heute irgendwo zwischen worldmusic und free-jazz. Lehrmeister von “Franz Ferdinand”-Frontman Nick MyCarthy. Sehr strange, aber auch sehr genial!
Publikum: Gut besucht, relaxed, sachverständig, fast selbstverständlich trotz der Qualität des Gebotenen. Das war dann schon nicht mehr “so gar nicht provinziell” sondern wirklich metropolenhaft. – Kein Witz.
Natürlich ist es die Ausnahme zur Regel, und trotzdem ist es toll, dass man in einem kleinen Ort wie Diessen derartiges erleben kann. Und umso toller, wenn es so gut wie niemand mitbekommt und man nur “zufällig reinstolpert” :-) Da wird gar kein großes Aufhebens um die hohe Qualität gemacht, sie ist einfach da: Nischen, Subkultur, Künstlerort. Respekt Kulturschaffende wie Commedia und K7 und noch einige andere. Bitte pflegen und in Ruhe weiter wachsen lassen.
Heute Abend unterwegs in Dießen: Fabelhaft...
Erst im ausverkauften Augustinum-Saal eine höchst anspruchsvolle Aufführung der Commedia (www.commedia-diessen.de): Es gab "Amadeus" von Peter Shaffer in großer Besetzung mit professioneller Verstärkung, wunderbarer Musik und einem annähernd sensationellen Felix von Bredow als Mozart. So gar nicht provinziell. Respekt Wolfgang Noack für so viel Mut und so viel power!
Dann - einem Geheimtipp folgend - nur ein paar hundert Meter weiter ins K7. Dort begannen die mir bis dato unbekannten "Embryo" (www.embryo.de) gerade ihren zweiten Set. Auf dem Heimweg von den großen Festivals der Welt legten sie - auf eigenen Wunsch hin - einen Zwischenstopp in Dießen ein. Eine ehemalige Kommunarden-Band, gegründet 1968, ursprünglich wohl in die Can / Amon Düll -Ecke einzurodnen, heute irgendwo zwischen worldmusic und free-jazz. Lehrmeister von "Franz Ferdinand"-Frontman Nick MyCarthy. Sehr strange, aber auch sehr genial!
Publikum: Gut besucht, relaxed, sachverständig, fast selbstverständlich trotz der Qualität des Gebotenen. Das war dann schon nicht mehr "so gar nicht provinziell" sondern wirklich metropolenhaft. - Kein Witz.
Natürlich ist es die Ausnahme zur Regel, und trotzdem ist es toll, dass man in einem kleinen Ort wie Diessen derartiges erleben kann. Und umso toller, wenn es so gut wie niemand mitbekommt und man nur "zufällig reinstolpert" :-) Da wird gar kein großes Aufhebens um die hohe Qualität gemacht, sie ist einfach da: Nischen, Subkultur, Künstlerort. Respekt Kulturschaffende wie Commedia und K7 und noch einige andere. Bitte pflegen und in Ruhe weiter wachsen lassen.
Sep
22
Der Herbst beginnt – und zeigt sich in Diessen von seiner besten Seite. Sonnenschein pur und ein angenehmer Nord-Ost-Wind sorgen für super Bedingungen zum Segeln.


Der Herbst beginnt - und zeigt sich in Diessen von seiner besten Seite. Sonnenschein pur und ein angenehmer Nord-Ost-Wind sorgen für super Bedingungen zum Segeln.
Sep
18
Wie viele Besucher mögen es gewesen sein, bei dem diesjährigen Marktsonntag gestern: 4.000, 5.000? – Es war der größte Marktsonntag, den Diessen bislang erlebt hat; vom Maibaum durch die Mühlstraße, vorbei am Bahnhof bis zur Markthalle reihte sich Attraktion neben Attraktion. Hervorzuheben ist die nie dagewesene Zusammenarbeit dreier Vereine; Gewerbeverband, Freiwillige Feuerwehr und Marktverein. Was noch? – Eine großartige Oldtimer Schau, eine “Robin-Hood-Trainingspfad” überschriebene Familien-Rallye mit ihren engagierten Akteuren, die eindrucksvollen Vorführungen am “Tag der Feuerwehr”, die schöne Musik gespielt von der Big Band des Weilheimer Gymnasiums und von “Rowan Tree Hill“, der Irish Folk Gruppe des Schongauer Welfengymnasiums, …. ”Meine” Robin-Hood-Rallye fand viel Lob; für ihre Geschichte, die abwechslungsreichen Aktionen. Dieses Lob muss ich weiter reichen vor allem an das Montessori-Kinderhaus, an dessen Marktstand wohl 200 Robin-Hood-Mützen gebastelt worden sind – so bot sich in Diessen oft ein tolles farbenprächtiges Bild, mit hunderten kleinen Robin Hoods – und an die Animatuere von der Agentur ”Kukubilli” aus Bad Rodach, denen der Spaß an ihrer Arbeit mit den Kindern anzusehen war.





Wie viele Besucher mögen es gewesen sein, bei dem diesjährigen Marktsonntag gestern: 4.000, 5.000? - Es war der größte Marktsonntag, den Diessen bislang erlebt hat; vom Maibaum durch die Mühlstraße, vorbei am Bahnhof bis zur Markthalle reihte sich Attraktion neben Attraktion. Hervorzuheben ist die nie dagewesene Zusammenarbeit dreier Vereine; Gewerbeverband, Freiwillige Feuerwehr und Marktverein. Was noch? - Eine großartige Oldtimer Schau, eine "Robin-Hood-Trainingspfad" überschriebene Familien-Rallye mit ihren engagierten Akteuren, die eindrucksvollen Vorführungen am "Tag der Feuerwehr", die schöne Musik gespielt von der Big Band des Weilheimer Gymnasiums und von "Rowan Tree Hill", der Irish Folk Gruppe des Schongauer Welfengymnasiums, .... "Meine" Robin-Hood-Rallye fand viel Lob; für ihre Geschichte, die abwechslungsreichen Aktionen. Dieses Lob muss ich weiter reichen vor allem an das Montessori-Kinderhaus, an dessen Marktstand wohl 200 Robin-Hood-Mützen gebastelt worden sind - so bot sich in Diessen oft ein tolles farbenprächtiges Bild, mit hunderten kleinen Robin Hoods - und an die Animatuere von der Agentur "Kukubilli" aus Bad Rodach, denen der Spaß an ihrer Arbeit mit den Kindern anzusehen war.
Sep
12
5:4 hat Diessen heute Abend das Freundschaftsspiel der Alte Herren Mannschaften der deutsch-englischen Partnerstädte gewonnen. Nach einem Blitzstart waren die englischen Gäste 2:0 in Führung gegangen, bis den Diessenern per Kopfball (2. Bild von links) der Anschlusstreffer glückte. Noch vor dem Halbzeitpfiff lag die Vorentscheidung in der Luft: Diessens Torhüter hatte einen durchgebrochenen Gegner im Strafraum gestreckt, der fällige Strafstoß kratzte aber den weiß-blauen Himmel. – In der 2. Halbzeit kamen die Diessener nach einer “lauten Pausen-Ansprache” (3. Foto v.l.) besser ins Spiel, es entwickelte sich ein torreiches, abwechslungsreiches Spiel. Diessen glich dabei per Strafstoß aus (3. Bild) und hatte schließlich das bessere Ende für sich: ein verdienter Sieg nach mehreren Lattentreffern und einem Endspurt mit hoher Moral.







5:4 hat Diessen heute Abend das Freundschaftsspiel der Alte Herren Mannschaften der deutsch-englischen Partnerstädte gewonnen. Nach einem Blitzstart waren die englischen Gäste 2:0 in Führung gegangen, bis den Diessenern per Kopfball (2. Bild von links) der Anschlusstreffer glückte. Noch vor dem Halbzeitpfiff lag die Vorentscheidung in der Luft: Diessens Torhüter hatte einen durchgebrochenen Gegner im Strafraum gestreckt, der fällige Strafstoß kratzte aber den weiß-blauen Himmel. - In der 2. Halbzeit kamen die Diessener nach einer "lauten Pausen-Ansprache" (3. Foto v.l.) besser ins Spiel, es entwickelte sich ein torreiches, abwechslungsreiches Spiel. Diessen glich dabei per Strafstoß aus (3. Bild) und hatte schließlich das bessere Ende für sich: ein verdienter Sieg nach mehreren Lattentreffern und einem Endspurt mit hoher Moral.