Feb
28
Es müssen gar nicht geschmacklose Karikaturen in jütländischen Postillen sein, sich Gedanken über Pressefreiheit und -pflichten zu machen; auch Leserbriefe im Heimatblatt können das. Jüngst hatte der “Ammersee-Kurier” (AK) einen Brief veröffentlicht, in dem ein Schreiber u.a. über einen vermeintlich mangelnden IQ der politischen Entscheider herzog. – Muss, darf, soll eine Zeitung derartige Leserbriefe veröffentlichen? – Der AK entschloss sich dazu und begründete dies wenig später, man wolle sich nicht nachsagen lassen, Meinungen zu unterdrücken.
Dies wiederum nahm nun auf der letzten Gemeinderatssitzung ein Gemeinderat zum Anlass, der AK-Redakteurin einen kleinen geschnitzten Kopf hin zu stellen. – Wo also sind die Grenzen? Was muss, darf, soll ein Medium veröffentlichen? Und wie geht man miteinander um?
Es müssen gar nicht geschmacklose Karikaturen in jütländischen Postillen sein, sich Gedanken über Pressefreiheit und -pflichten zu machen; auch Leserbriefe im Heimatblatt können das. Jüngst hatte der "Ammersee-Kurier" (AK) einen Brief veröffentlicht, in dem ein Schreiber u.a. über einen vermeintlich mangelnden IQ der politischen Entscheider herzog. - Muss, darf, soll eine Zeitung derartige Leserbriefe veröffentlichen? - Der AK entschloss sich dazu und begründete dies wenig später, man wolle sich nicht nachsagen lassen, Meinungen zu unterdrücken.
Dies wiederum nahm nun auf der letzten Gemeinderatssitzung ein Gemeinderat zum Anlass, der AK-Redakteurin einen kleinen geschnitzten Kopf hin zu stellen. - Wo also sind die Grenzen? Was muss, darf, soll ein Medium veröffentlichen? Und wie geht man miteinander um?
Feb
27
Früher war dieser Tag eine Zäsur, der Beginn des Fastens, der Besinnung. Heute vielleicht der Tag, um die Geschichte eines kleinen Dorfes in Kambodscha zu erzählen. Still, tatkräftig, liebevoll und angenehm unideologisch hat sie es angepackt, die Diessenerin Monika Proksch. Sie hat ein kleines Dorf für die Schwachen, die Ausgegrenzten entstehen lassen, wo der leprakranke Junge genauso eine neue Heimat fand wie die von ihren Eltern verlassenen Geschwister oder die mittellose, alleinerziehende Mutter. Ganz in der Nähe der Tempelanlage von Angkor Wat wurden zunächst Stelzenhäuser aus Holz mit Palmblätterwänden gebaut. Inzwischen stehen dort etliche feste, solide Häuser Read more
Früher war dieser Tag eine Zäsur, der Beginn des Fastens, der Besinnung. Heute vielleicht der Tag, um die Geschichte eines kleinen Dorfes in Kambodscha zu erzählen. Still, tatkräftig, liebevoll und angenehm unideologisch hat sie es angepackt, die Diessenerin Monika Proksch. Sie hat ein kleines Dorf für die Schwachen, die Ausgegrenzten entstehen lassen, wo der leprakranke Junge genauso eine neue Heimat fand wie die von ihren Eltern verlassenen Geschwister oder die mittellose, alleinerziehende Mutter. Ganz in der Nähe der Tempelanlage von Angkor Wat wurden zunächst Stelzenhäuser aus Holz mit Palmblätterwänden gebaut. Inzwischen stehen dort etliche feste, solide Häuser und gerade hat ein amerikanischer Sponsor zwei neue Kinderdorfhäuser bauen lassen, hat den Spielplatz erweitert, einen Pick-up und ein Motorrad gestiftet und einen Schweinestall samt Ferkel gespendet. Ein Hauptgebäude ist zur Zeit im Bau und soll Ende März fertig sein. Es gibt auch schon Gemüse aus Eigenanbau und viele Obstbäume wurden gepflanzt, auch Blumen. Ab April können vermutlich Mangos und Bananen geerntet werden. Diese kleine Oase ist in Gefahr, denn für den Bau einer Straße muß Land abgetreten werden. Der Vergrößerung der Landwirtschaft, dem Bau eines Kindergartens und einer Schule ( wenn die Kinder überhaupt eine Chance haben, dann durch eine gute Bildung und Ausbildung), überhaupt der weiteren Ausdehnung des Dorfes wäre ein Riegel vorgeschoben. Doch es gibt Hoffnung. Ein großes Nachbargrundstück steht zum Verkauf. Der Verein "Zukunft für die Kinder der Welt e. V." ist aber nur mit unserer Hilfe (und womöglich auch der unserer Bekannten und Verwandten) in der Lage, dieses Grundstück zu erwerben. Jede Summe ( selbst die größte) ist willkommen. Darüber hinaus sucht der Verein immer Pateneltern und Projektpaten, die durch kontinuierliche kleinere Zahlungen (monatlich 20 bzw. 15 Euro) die Existenzgrundlage einzelner Kinder und ein zuverlässiges Gedeihen des Dorfes ermöglichen. Wenn wir (auch über die Fastenzeit hinaus) dieses Projekt unterstützen wollen, können wir auf das Konto 633 107 bei der Sparkasse Diessen (BLZ 70052060), "Zukunft für die Kinder der Welt e. V." etwas überweisen. Wer Näheres erfahren will, kann Monika Proksch anrufen ( 08807/ 4592) oder ins Internet gehen: www.kinder-der-welt.org
Feb
13
Die Huosigau Heimattage stehen Diessen ins Haus. Und kündigen sich auch schon in der heimischen Presse an: “Die Diessner Vereine marschieren miteinander”. Irritiert liest man es und ist sogleich erleichtert, dem einen oder anderen Verein nicht anzugehören, weil man noch nie Freude am Marschieren hatte. Und ist beruhigt, daß man in Diessen wohnt, weil Diessen ein Ort ist, der zwar viele Vereine hat wie andere Orte auch, dessen Identität aber vielschichtiger ist als durch das Vereinsleben definiert zu werden. Hier gibt es viele Leute, die mit Vereinsmeierei nichts am Hut haben und schon gleich gar nicht mit dem Marschieren. Und selbst wenn sie im einen oder anderen Verein Mitglied sind, lieber spazierend, schlendernd, flanierend Feste feiern, vielleicht gerne durch Diessen ziehen, aber nicht marschieren. 2006, wir haben das Mozartjahr. Kann man sich diesen genialen, frechen Amadeus auch nur eine Sekunde lang marschierend vorstellen? Read more
Die Huosigau Heimattage stehen Diessen ins Haus. Und kündigen sich auch schon in der heimischen Presse an: "Die Diessner Vereine marschieren miteinander". Irritiert liest man es und ist sogleich erleichtert, dem einen oder anderen Verein nicht anzugehören, weil man noch nie Freude am Marschieren hatte. Und ist beruhigt, daß man in Diessen wohnt, weil Diessen ein Ort ist, der zwar viele Vereine hat wie andere Orte auch, dessen Identität aber vielschichtiger ist als durch das Vereinsleben definiert zu werden. Hier gibt es viele Leute, die mit Vereinsmeierei nichts am Hut haben und schon gleich gar nicht mit dem Marschieren. Und selbst wenn sie im einen oder anderen Verein Mitglied sind, lieber spazierend, schlendernd, flanierend Feste feiern, vielleicht gerne durch Diessen ziehen, aber nicht marschieren. 2006, wir haben das Mozartjahr. Kann man sich diesen genialen, frechen Amadeus auch nur eine Sekunde lang marschierend vorstellen? Vielleicht muß man ja nicht ganz so weit gehen wie Albert Einstein, nach dem das Jahr 2005 benannt war. Er meinte zum Thema Marschieren: "Einen Mann, dem es Freude macht in Reih und Glied nach den Klängen der Marschmusik zu marschieren, kann ich nicht einmal mehr verachten. Er hat nur durch einen Irrtum sein Großhirn bekommen, das Rückenmark hätte ihm völlig genügt." Egal, wie man zu dieser Meinung steht, vielleicht sollte man verkrusteten Einstellungen, Strukturen, Formulierungen gegenüber öfter mal die Zunge herausstrecken, wie es Einstein tat. Und sich freuen, daß Diessen ein Ort ist, der schon immer diejenigen angezogen hat, die die Verwirklichung ihres Lebens nicht im Gleichschritt sehen, nicht marschierend. Sondern sich über die Tatsache freuen, daß wir zum Beispiel eine Gaststätte haben, die ihre Speisenkarte mit "Bäuerliche Weltküche" beschreibt, also Bodenständigkeit und Offenheit gleichermaßen Raum gibt. Oder sich über eine bayerische Zeitung freuen, deren Slogan lange Jahre lautete: "Weltblatt und Heimatzeitung in einem". Und daß Diessen außerhalb der Vereine eine Vielzahl kultureller und sozialer Initiativen hat, die zum offenen Klima des Ortes beitragen. Die ein Miteinander fördern, das über den eigenen Kirchturm hinausreicht. So gesehen die Hoffnung, daß die Diessner Vereine nicht miteinander marschieren, sondern im Juli einfach ein fröhliches Fest miteinander feiern.
Feb
11
In Diessens englischer Partnerregion führt Colin Shelbourn, Cartoonist der dortigen Lokalzeitung “The Westmorland Gazette”, einen Blog. – Dieser Tage hat er in einem neuen Beitrag “Publish and be Danish…a cartoonist’s perspective” sehr persönlich beschrieben, wie er die aktuelle Debatte um die Mohammed-Karrikaturen sieht – und wie sich seine Position zu diesem schwierigen Thema in den letzten Tagen gewandelt hat.
In Diessens englischer Partnerregion führt Colin Shelbourn, Cartoonist der dortigen Lokalzeitung "The Westmorland Gazette", einen Blog. - Dieser Tage hat er in einem neuen Beitrag "Publish and be Danish...a cartoonist's perspective" sehr persönlich beschrieben, wie er die aktuelle Debatte um die Mohammed-Karrikaturen sieht - und wie sich seine Position zu diesem schwierigen Thema in den letzten Tagen gewandelt hat.
Feb
4
Sieben Gemeinderäte waren Gast der diesjährigen Jahreshauptversammung des Gewerbeverbandes am gestrigen Freitagabend! – Ein Hauptthema waren Lehrstellen. Dazu hatte Niklas Weyer aus Utting einen Vortrag zu seinem Modell des “Azubi-Sharing” gehalten. Eine Initiative, die hoffentlich breite Nachahmung finden wird! – Die Brisanz des Lehrstellen-Themas ist für den Gewerbeverband keine Frage; er wird im Rahmen seiner Möglichkeiten für Lehrstellen werben. – In diesem Zusammenhang schlägt der Gewerbeverband einen “Ausbildungspakt” für Diessen vor: Die heimischen Betriebe bilden aus – und die heimische Bevölkerung trägt ihr Geld nicht nach “außerhalb”, sondern kauft bei den ausbildenden Unternehmen ein. – Was spricht eigentlich dagegen?
Sieben Gemeinderäte waren Gast der diesjährigen Jahreshauptversammung des Gewerbeverbandes am gestrigen Freitagabend! - Ein Hauptthema waren Lehrstellen. Dazu hatte Niklas Weyer aus Utting einen Vortrag zu seinem Modell des "Azubi-Sharing" gehalten. Eine Initiative, die hoffentlich breite Nachahmung finden wird! - Die Brisanz des Lehrstellen-Themas ist für den Gewerbeverband keine Frage; er wird im Rahmen seiner Möglichkeiten für Lehrstellen werben. - In diesem Zusammenhang schlägt der Gewerbeverband einen "Ausbildungspakt" für Diessen vor: Die heimischen Betriebe bilden aus - und die heimische Bevölkerung trägt ihr Geld nicht nach "außerhalb", sondern kauft bei den ausbildenden Unternehmen ein. - Was spricht eigentlich dagegen?
Feb
2
Wenn sich am morgigen Freitag, 3. Februar, um 19.30 Uhr im “Gasthaus am Sportplatz” der Ortsverband Diessen im Bund der Selbständigen/Dt. Gewerbeverband trifft, sollen die Weichen für die nächsten drei Jahre gestellt werden. Vor allem soll der Verband einen Schritt vom althergebrachten “Gewerbeverband” zu einer modernen Plattform aller wirtschaftlich Tätigen in Diessen machen. Als äußeres Zeichen wird auch ein Namenszusatz vorgeschlagen: “WirtschaftsForum Diessen” soll künftig signalisieren, dass neben den Gewerbetreibenden auch andere, z.B. die zahlreichen Freiberufler hier Ihre Interessenvertreteung gestalten können.
Wenn sich am morgigen Freitag, 3. Februar, um 19.30 Uhr im "Gasthaus am Sportplatz" der Ortsverband Diessen im Bund der Selbständigen/Dt. Gewerbeverband trifft, sollen die Weichen für die nächsten drei Jahre gestellt werden. Vor allem soll der Verband einen Schritt vom althergebrachten "Gewerbeverband" zu einer modernen Plattform aller wirtschaftlich Tätigen in Diessen machen. Als äußeres Zeichen wird auch ein Namenszusatz vorgeschlagen: "WirtschaftsForum Diessen" soll künftig signalisieren, dass neben den Gewerbetreibenden auch andere, z.B. die zahlreichen Freiberufler hier Ihre Interessenvertreteung gestalten können.