Okt
28
Der Aufschrei im Luftkurort Diessen ist schön heftig. Es gehe nicht ohne Tourismus-Büro! – Seit wann denn sowas?
Steht also die Frage, wer es machen würde; für nicht einmal “einen Appel und ‘n Ei” (die Gemeinde hat ja die Mittel gestrichen, und die Einnahmequelle Kurtaxe gleich mit verschüttet).
Wie wäre es, auch diese Dienstleistung in die von den Verantwortlichen gefeierte Post-Agentur zu “kanalisieren”?:
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Der Aufschrei im Luftkurort Diessen ist schön heftig. Es gehe nicht ohne Tourismus-Büro! - Seit wann denn sowas?
Steht also die Frage, wer es machen würde; für nicht einmal "einen Appel und 'n Ei" (die Gemeinde hat ja die Mittel gestrichen, und die Einnahmequelle Kurtaxe gleich mit verschüttet).
Wie wäre es, auch diese Dienstleistung in die von den Verantwortlichen gefeierte Post-Agentur zu "kanalisieren"?:
Man schraube draußen ein "i" für "Information" an - und das war's schon. Der Rest wäre spottbilliger Self-Service: Der Hilfe suchende Gast tritt ein in die "PostTourismusAgentur", greift sich das bereit liegende Megaphon (vielleicht hat ja die Feuerwehr ein gebrauchtes auszusortieren) und schreit sein Begehr in den Raum. - In der üppigen Warteschlange findet sich garantiert jemand, der antworten kann. Strittige Fragen könnten im Warte-Team ausdiskutiert und dabei evtl. sogar Ideen geboren werden. - Der Gast bekäme seine Info, der Warteschlangenfrustrierte hätte etwas Kurzweil und Zerstreuung, und die Verantwortlichen in der Gemeinde könnten sich wieder mal auf die Schultern klopfen - und sich den wirklich wichtigen Dingen des kommunalpolitischen Geschäftes widmen.
Okt
26
Nach Kritik durch den Fremdenverkehrsverein an seiner Arbeit hat Gunnar Schweizer sen. am vergangenen Sonnabend kurzerhand das Diessener Tourismusbüro geschlossen. Sogar der Briefkasten sei bereits abmontiert, schreibt die Lokalpresse.
Eingeschnappt und zugesperrt? – das ist nur die halbe Wahrheit. Ich war – auch ohne persönliche Einladung – bei der Herbsttagung des Fremdenverkehrsvereins anwesend. In der Tat wurde das Tourismusbüro kritisiert;
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Nach Kritik durch den Fremdenverkehrsverein an seiner Arbeit hat Gunnar Schweizer sen. am vergangenen Sonnabend kurzerhand das Diessener Tourismusbüro geschlossen. Sogar der Briefkasten sei bereits abmontiert, schreibt die Lokalpresse.
Eingeschnappt und zugesperrt? - das ist nur die halbe Wahrheit. Ich war - auch ohne persönliche Einladung - bei der Herbsttagung des Fremdenverkehrsvereins anwesend. In der Tat wurde das Tourismusbüro kritisiert;
vor allem die mangelnde Verfügbarkeit einer Ansprechperson im Büro wurde bemängelt. Eine Beleidigung Gunnar Schweizers habe ich aber nicht festgestellt.
Es gab sogar laute Überlegungen des Vereinsvorsitzenden Edgar Maginot, Schweizer auch einmal zu entschädigen (allerdings war von Mini-Beträgen wie 30 EUR die Rede!) bzw. aus dem Verein Mitglieder zu aktivieren, die im Tourismusbüro in Hoch-Zeiten mitarbeiten. Und diese Eingebungen wurden von mir in der Versammlung auch gleich kritsich hinterfragt: Warum man jetzt mehr vom Tourismus-Büro verlange, wo doch ein Drittel der Vermieter in einer Befragung durch die Gemeinde für die ersatzlose Schließung waren; dass einmalige 30 EUR in keinem Verhältnis zur Leistung Gunnars Schweizers stehen; und dass die Gemeinde keinen Punkt des Gewerbeverbands-Konzeptes zur Weiterführung des Tourismus-Büros aufgegriffen, sondern leider das Gegenteil getan habe: So wurde z.B. die Kurtaxe abgeschafft, anstatt diese auf 1,50 bzw. 2,00 EUR zu erhöhen.
Wie nun weiter? - Das Tourismus-Büro ist geschlossen, muss im Frühjahr aber spätestens wieder geöffnet sein. Das geht nicht ohne Engagement der Gemeinde! Es reicht nicht, diese wichtige Sache allein dem Fremdenverkehrsverein zuzuschieben, in dem gerade einmal 31 Vermieter vereint sind und dessen 88 Mitglieder jeweils etwas mehr als 10 EUR Jahresbeitrag zahlen! - 1. Tourismus-Büro muss Chefsache der Gemeinde sein, der Bürgermeister muss vor allem von seinem Tourismus-Referenten konstruktiv unterstützt werden. 2. Das Büro muss finanziell unterstützt werden. Dazu gehört die unverzügliche Wiedereinführung des Kurbeitrages, der auf 1,50 bzw. 2,00 EUR erhöht werden und bei ausnahmslos (!) allen in Frage kommenden Beherbergern konsequent eingetrieben werden muss. 3. Das Thema Tourismus-Büro ist in einer Runde mit Bürgermeister, Tourismusreferent, Kämmerer, Gewerbeverband, Fremdenverkehrsverein und Tourismusverband unverzüglich und mit dem Ziel einer Weiterführung spätestens ab Frühjahr 2006 zu lösen.
Okt
24
Eher zufällig fiel mir jetzt der “Offene, persönliche Brief an alle Mitbürger und Entscheidungsträger der Politik zwischen Landsberg und München” (ging es nicht eine Nummer kleiner?), verfasst von Gunnar Schweizer sen., Gäste- und Informationsbüro Diessen, in die Hände. Vier Seiten lang schildert er die guten alten, längst vergangenen Tourismus-Zeiten in der Region, zählt Versäumnisse und Fehlentwicklungen auf, über die so mancher “Entscheidungsträger” sicher streiten würde, wenn er denn wollte. – Zwei Gedanken finde ich
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Eher zufällig fiel mir jetzt der "Offene, persönliche Brief an alle Mitbürger und Entscheidungsträger der Politik zwischen Landsberg und München" (ging es nicht eine Nummer kleiner?), verfasst von Gunnar Schweizer sen., Gäste- und Informationsbüro Diessen, in die Hände. Vier Seiten lang schildert er die guten alten, längst vergangenen Tourismus-Zeiten in der Region, zählt Versäumnisse und Fehlentwicklungen auf, über die so mancher "Entscheidungsträger" sicher streiten würde, wenn er denn wollte. - Zwei Gedanken finde ich
besonders bedenkenswert: "Ein sanfter Tourismus ist der einzige, zur Zeit realisierbare Entwicklungsschlüssel zu einem gewerblichen und verträglichen Wachstum in unserer Region, der wieder Arbeits-/Ausbildungsplätze und somit auch Zukunft, Umsatz und Wohlstand in unsere Region bringen kann." Und: "Man muss sich trauen, Projekte anzufassen, die vielleicht aus heutiger Sicht etwas gewagt sind, aber für die Zukunft prägend werden. Auch die Reaktionszeit auf neue Strukturen und Ideen und deren Umsetzung muss drastisch verkürzt werden."
Und welche Vorschläge macht der Brief? - Die Tourismusverbände Starnberg, Pfaffenwinkel, Landsberg sollen zusammengeschlossen, die Schifffahrt auf Starnberger- und Ammersee unter die Verbandsverwaltung gestellt, das Prädikat "Luftkurort" durch Verlegung der Verkehrsströme und Verringerung der Emissionen wieder erreicht werden. Und dann sind da noch eine Idee von vierteljährlichen Konferenzen der Seenanliegergemeinden auf einem der Schiffe und eine Forderung, die Gastronomie müsse wieder dem Gast dienen und nicht umgekehrt...
Was wird nun mit diesem "Offenen, persönlichen Brief" geschehen? - Man mag von der Art der Analyse und den Vorschlägen halten was man will. Dass etwas geschehen, die Stagnation beendet werden muss - und kann, ist offensichtlich. Bleibt die Frage, wie es den "Ungeduldigen", "Motivierten" gelingt, auch tatsächlich mutige "Projekte anzufassen".
Okt
21
Heute war meine Premiere im neuen THE CELLAR INN am Marktplatz. Wo man sich zuvor die Zunge mit scharfem Mexikaner Zeugs verbrannte munden nun Guinnes, Newcastle Brown Ale und Kilkenny. – Ein handfester Beitrag zur Ammersee-Windermere-Partnerschaft also. Cheers!
Heute war meine Premiere im neuen THE CELLAR INN am Marktplatz. Wo man sich zuvor die Zunge mit scharfem Mexikaner Zeugs verbrannte munden nun Guinnes, Newcastle Brown Ale und Kilkenny. - Ein handfester Beitrag zur Ammersee-Windermere-Partnerschaft also. Cheers!
Okt
20
Der Mammon ruft. Um 20 Uhr geht es im Gasthaus “Am Kirchsteig” um “Regio-Geld”. Hat ein “AmmerLech-Taler” in Diessen eine Chance? Am Chiemsee rollt bereits der Chiemgau-Taler. – Ich bin gespannt, wie viele Leute das Thema hinter dem Ofen und von der Glotze zerrt.
Der Mammon ruft. Um 20 Uhr geht es im Gasthaus "Am Kirchsteig" um "Regio-Geld". Hat ein "AmmerLech-Taler" in Diessen eine Chance? Am Chiemsee rollt bereits der Chiemgau-Taler. - Ich bin gespannt, wie viele Leute das Thema hinter dem Ofen und von der Glotze zerrt.