Falschparker

Von wegen, leeres Stadtsäckel…! In Dießen liegt das Geld auf der Straße. Und diese güldene Magistrale führt fast durch die Amtsstuben von Bürgermeister und Amtsleiter. Ein Blick aus deren Rathausfenstern verheißt täglich reiche Beute. Denn auf dem gegenüberliegenden Gehsteig lümmeln, nicht selten im Minutentakt, mit zuverlässiger Ignoranz im Halteverbot die Automobile heimischer wie auswärtiger Ordnungswiderlinge. Ihre Blechkarossen auf den Bürgersteig zu karren, hat sich dort für jedermann sichtbar eingebürgert. Jeder sieht es, mancher tut es selbst, niemand nimmt Anstoß, keiner greift ein – oder zu…

Dabei könnte das ein Pfuhl zum Gelddrucken sein: Ein Parkraumkontrolleur hätte hier sein sicheres Einkommen, würde sich aber auf die Dauer langweilen. So schraube man einfach einen “Starkasten” an die Kreuzung, der nicht nur Rot-Fahrer blitzt, sondern auch die Gehsteig- und Halteverbotsparker ablichtet. (Was für Speichermedien stecken eigentlich in Blitzerkästen? – Der an der Rathaus-Kreuzung mit Blickrichtung Norden in die Prinz-Ludwig-Straße bräuchte sicher etwas mehr; ich schätze 50 bis 100 Sünderlein, montags bis samstags). Jeden Tag hätten wir eine Knipskiste voller Sünderbildchen (ich armes kleines Bloggerlein musste meine heutige Kostprobe leider pixeln). Die Special Forces von der Verkehrsraumüberwachung bräuchten dann nur noch die Halter ermitteln, Bußgeld-Rechnungen verschicken, Kohle kassieren…

Also, wer macht’s? Her mit der Kohle!!

Die 6. Britische Woche (19.-25. September 2010) wirft ihre Schatten im Luftkurörtchen voraus. Ein tolles Warm-up lieferte dieser Tage “Quarterdeck” aus unserer nordwestenglischen Partnerstadt Windermere. Das mit dem einheimischen Baritonsaxophonisten Michael Lutzeier verstärkte Saxophon-Quartett spielte am 27. August im Wirtshaus am Kirchsteig, am 28. im Theatersaal des Augustinums und am heutigen Sonntagmittag im Schacky-Park.
Dieses neueste Filmchen von MOOSBLOGGER.TV gibt die entspannte Atmosphäre des kleinen Konzerts wieder, zu dem Freundeskreis Ammersee-Windermere e.V. (FAW) und Förderkreis Schacky-Park Dießen am Ammersee e.V. gemeinsam eingeladen hatten. Der rosarote Panther war mein Favorit in dem coolen Programm.

Im Luftkurörtchen geht es im Sommerloch mal wieder um die stillen Örtchen. Am gestrigen Donnerstag erzählte das “Landsberger Tagblatt” die never ending story gar auf einer Viertel Seite. Eine Art Verstopfung scheint bei der Ende 2006 verhießenen umbaulichen Reaktivierung der Bahnhofsklos zu herrschen. Die drückende Geschichte ist/war ganz einfach: Ein Investor erhielt den Segen der Gemeinde mit der Auflage, im Bahnhofsgebäude öffentliche Toiletten vorzuhalten; dafür verpflichtete sich die Marktgemeinde, künftig 75% des Klosettunterhalts zu zahlen und zu 100% den Kohlebunker auf der gegenüberliegenden Gleisseite abzureißen, in dem jetzt noch die öffentlichen, aber nichtwinterfesten Bedürfnis…schüsseln locken. Weil der Abriss aber erst erfolgen soll, wenn die Bahnhofshäusl reaktiviert sind, beißt sich hier gerade irgendwas in den Schwanz. Laut LT-Beitrag soll diese komplexe Aufgabe nun aber wirklich im November angepackt werden und im März gelöst sein. Da drücke ich ganz fest – die Daumen.

Auch anderswo scheint die Sache mit den Örtchen von gewisser Brisanz, wie ein Blick in unsere englische Partnerstadt Windermere verrät. Read more

ABC_logo_schriftAm 16. Oktober will ich mit dem 1. AmmerseeBarCamp das 5-jährige Bestehen des MOOSBLOGGERS feiern. Es soll eine Zusammenkunft von 30 Internet-Freaks aus unserer Region werden, die sich anstatt virtuell nun ganz real treffen, um sich persönlich kennenzulernen, Erfahrungen und Wissen auszutauschen, vielleicht auch ein paar Ideen für gemeinsame Vorhaben auszuspinnen.

Ich habe für die Organisation des 1. AmmerseeBarCamps eine kleine Online-Plattform gestartet, auf der sich Interessenten informieren und anmelden können. Schaut Euch die mal an!

Was ist eigentlich ein BarCamp? Man nennt diese Veranstaltungsform auch gerne “Unkonferenz”. Das Einzigartige und Neue an BarCamps ist für mich, dass jeder Teilnehmer willens ist, etwas für die anderen beizutragen, sein Wissen zu teilen, und dass die Teilnehmer selbst bestimmen, welche Inhalte besprochen werden. Dass das super funktioniert und eine Riesensache sein kann, habe ich unlängst beim BarCamp Bodensee an der HTWG Konstanz (University of Applied Sciences) selbst erlebt. (Dort waren wir zwar rund 200 Teilnehmer, aber fangen wir doch erst mal am Ammersee bescheiden an…)

Wenn Ihr beim 1. AmmerseeBarCamp mitmachen wollt, seid Ihr herzlich willkommen. Einzige Voraussetzungen für Eure Teilnahmebestätigung sind a) Euer rascher Entschluss Euch anzumelden (wer zu spät kommt, …) und b) Eure Bereitschaft, vor den BarCamp-Teilnehmern auch einen 15-minütigen Vortrag zu halten sowie anschließend Fragen zu Eurem Thema zu beantworten. Ob Ihr Euren Vortrag auch wirklich halten “müsst”, werden die BarCamp-Teilnehmer zum Beginn unseres Treffens abstimmen.

Übrigens sollen die Teilnahme, die Nutzung des Internets während des Treffens, Imbiss und Getränke kostenlos sein. Das machen uns Sponsoren möglich; zurzeit sind das das Autohaus Schürer, CMC Puzzles und meine PR-Agentur EastWestCom. Mit weiteren Unterstützern bin ich in guten Gesprächen, so dass wir sicher den erfolgreichen Abschluss unseres 1. AmmerseeBarCamps auch noch mit einem guten Gläschen Wein begießen werden können.

Ich halte Euch hier im MOOSBLOGGER über die weiteren Vorbereitungen auf dem Laufenden.

logo_netzneutralitaetZurück aus dem Urlaub in Ost-Nord-Ost werde ich nun auch den MOOSBLOGGER wieder fürsorglicher behandeln. Versprochen!

Als erste Amsthandlung nach dem Rumhängen an Stränden, auf Burg- und Kirchtürmen sowie Landstraßen habe ich rechts neben diesem Posting das Logo der Initiative “Pro-Netzneutralität” gepflanzt. Ich bitte Euch, den hinterlegten Link anzuklicken und Euch dort einzutragen.

Worum geht es bei “Pro-Netzneutralität”? Es geht um ein “freies Internet ohne staatliche oder wirtschaftliche Eingriffe”. Der freie Meinungs- und Informationsaustausch im Web weltweit, an den wir uns so langsam gewöhnen, soll erhalten bleiben. “Haben wir doch, wozu diese Schwarzmalerei?”, werdet Ihr fragen.  Man könnte auch sagen: Wir haben es noch. Was passiert, wenn etwa die mächtigen Telekommunikationsfirmen beginnen, ihre Netzangebote – sagen wir mal in Sachen Geschwindigkeit – je nach entrichtetem Obulus abzustufen? Was hätte es für Folgen, wenn die Mächtigen im zunehmend verstopfenden Web mautpflichtige Schnellstraßen einrichten? Welche Konsequenzen hätte es, wenn diese Bezahl-Rennpisten “plötzlich” unumgänglich werden, um Informationen unverzüglich senden, empfangen, Daten up- oder downzuloaden oder einfach nur um Youtube-Videos ruckelfrei abspielen zu können? – Wenn sich das eines bösen Tages nur noch zahlungskräftige Nutzer leisten können und die mächtigen Medienkonzerne die Datenautobahnen unter ihre Nägel reißen, wo bleibt dann am Ende die Meinungsfreiheit? Wo bleiben dann die Websites der kleinen Leute, die Weblogs oder die Communities, die von schnellem Informationsaustausch, Bildern, Filmen leben?

Damit das Web allen und gleichberechtigt zur Verfügung stehen möge und nicht zur “Arena” finanzstarker Akteure mutiere, dafür sollten sich viele, viele Leute jetzt stark machen. Bevor es zu spät ist. – Unterschreibt bitte!

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Dass ich hier mal fix einen Urlaubsgruß aus den Westmasuren Nordostpolens posten kann, hat einen guten Grund. Unsere Pension – ein altes Gutshaus irgendwo auf dem Lande – bietet seinen Gästen via WLAN Zugang ins Web – und das auch noch kostenlos. Freien Internet-Zugang haben wir auch im Urlauberstädtchen Malbork, wo die weltberühmte Marienburg thront – vorgefunden. Tja, liebe Tourismus-Macher am Ammersee: So etwas lässt sich also machen, sorgt sicher für noch zufriedenere Besucher, die urlauben und arbeiten wollen, oder einfach nur gute Nachrichten in die unendliche Web-Welt posaunen.

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