Meine Blogger-Kollegin Anne hat in ihrem schönen Blog “Annes Art” von einer ungeheurlichen Freveltat berichtet: Während ich neulich noch Kopf und Kragen bei den Dreharbeiten zu meinem Youtube-Klassiker “Der 81.000 EUR Blick von Dießen über den Ammersee” mit dem wackligen Balanceblick über das Schilf am Volksfestplatz riskierte, soll nun ein großer Unbekannter ganz anders Abhilfe geschaffen haben. Vor einer der dortigen Parkbänke hat der, laut Annes Blog, doch tatsächlich eine Schneise ins Schilf geschnitten und damit auch für Kletterunwillige eine Aussicht auf den Bauernsee geschaffen. Anne meint, das sei wohl eher ein 1-EUR-Job gewesen, als 81.000 EUR für ein Aussichtspodest auszugeben. – Na so was!

Heute ist Frauentag. Da gratuliere ich doch ganz brav!

Solche Frauentage sind auch immer Anlass, mit schwerem und leichtem Geschütz mal wieder die Geschlechterfrage(n) zu stellen. Da liegt noch vieles im Argen – gut, dass es mal wieder angesprochen wird. Ist schon zum Am-Kopf-Kratzen: Im Jahr 2010 sind gleiche Rechte und Chancen für Frauen UND Männer immer noch ein ungelöstes Thema…

Bei allem Ernst der Sache, will ich hier ein paar Fakten, Fakten, Fakten weitergeben, die eine Partnervermittlung für Kluge dieser Tage an Journalisten gesendet hat. Welcher Fakt ist denn Euer Favorit?

9% würden niemals etwas mit einem Kollegen anfangen.
15% haben schon einmal im Handy eines Partners geschnüffelt.
15% sehen die Ehe ihrer Großeltern als Vorbild für die eigene Beziehung.
31% erzählen ihrem Partner nicht, wie viele Vorgänger er hat.
38% träumen von einer Hochzeit am Strand.
38% haben bereits mehr als 20 Männer geküsst.
39% würden ihrem Partner einen Seitensprung verschweigen.
41% sind zu schüchtern, um einen Mann anzusprechen.
43% möchten unbedingt heiraten.
46% hätten gern ein Date mit Günther Jauch.
46% würden beim Date am liebsten Sushi essen.
49% könnten sich nicht in einen Raucher verlieben.
52% finden es attraktiv, wenn ein Mann klassische Romane liest.
53% finden Cowboystiefel bei Männern schrecklich.
54% finden Ärzte besonders attraktiv.
56% würden schon beim ersten Date küssen.
57% verlieben sich erst auf den zweiten Blick.
58% denken, dass Männer bei einer Frau vor allem auf die Figur achten.
59% haben schon mal einen Liebesbrief geschrieben.
61% finden den Vornamen Alexander sexy.
72% werden eifersüchtig, wenn ihr Partner mit anderen Frauen flirtet.
75% denken, dass er den Heiratsantrag machen sollte.
77% tanzen gern.
79% finden es attraktiv, wenn Männer kochen können.
80% sind genervt von der Frage Wie war ich?

magazin_froh_im_buero copy“Für alle, die in der Teeküche labern” erscheint seit 1924, und auch nach der Wende noch, in Berlin-Mitte “Das Magazin“. Die März-Ausgabe widmet sich dem Thema “Froh im Büro”. Und ich bin froh, dass ich mal wieder “Das Magazin” gekauft habe. Amüsant und unterhaltsam wird das Büro-Leben – weltweit – “untersucht”. Da wird von einem Fotografen namens Jan Banning berichtet, der rund um die Erde Amtsstuben und die darin Sitzenden abgelichtet hat. Die gesammelten Werke soll es als Bildband geben – sehr sehenswert… Messerscharf zieht “Das Magazin” ein paar Seiten später Rückschlüsse aus der Bürotopfpflanze auf den Charakter ihres Besitzers. Was z.B. sind das für Bürotypen, die einen Kaktus oder einen Ficus gießen (oder auch nicht)? – Ein interessanter Ansatz, “botanischen Statements am Arbeitsplatz” auf den Grund zu gehen.

Ein weiterer “Magazin”-Beitrag ist schließlich mit “Wir sind Büro” überschrieben. Ein Drittel seiner Analyse der modernen Arbeitswelt widmet der Autor dem Thema CoWorking, jener Idee, die auch hinter unserem DenkerHaus-Ammersee-Projekt steckt. Schön gesagt: “Aber auch digitale Nomaden brauchen eine Wärmestube. Etwa das so genannte ‘co-working’, bei dem Großraumarbeitsplätze vermietet werden und man mit seinem Notebook tage- oder wochenweise andocken kann. … Da sitzt dann der Softwareentwickler zwischen dem Ingenieur, einer Arbeitsgruppe von Studierenden und dem freien Journalisten, und alle basteln an ihren Projekten – Synergieeffekte zumindets nicht ausgeschlossen.” – Gerade mit der letzten Bemerkung trifft der Autor die Absicht der DenkerHaus-Initiatoren.

Muss mal Dampf ablassen. Also: Da habe ich den Provider gewechselt und mir vor drei Wochen ein funkelnagelneues Mobiltelefon, die Dinger heißen ja jetzt Smartphone, zugelegt. Das “Milestone” ist so ein supermodernes Teil, das auch alles und mehr können soll, als etwa so ein iPhone – also auch telefonieren. Nun hat sich auf Geschäftsreisen gezeigt, dass dieses Wunderwerk der Technik ein Problem hat: Nach kaum einem halben Tag hat das Teil keine Puste mehr, nicht “Flasche”, sondern “Akku leer”.

Schade, denkt der naive Kunde, dann reklamiere ich das mal, und wendet sich vertrauensvoll an die “Kunden”-Hotline. Vorgestern habe ich den ersten Anlauf unternommen. Die Dame wollte mir binnen zwei Werktagen ein Austauschgerät zukommen lassen, allerdings ohne Akku. Mein Einwand, was denn geschehe, wenn der Fehler nicht im Gerät, sondern im Akku liegt, erntete den Hinweis, dann müsse noch einmal der Akku ausgetauscht werden. – Ich wollte sicher gehen und Zeit sparen. Deshalb lautete mein Vorschlag, doch gleich beides auszutauschen. Da führte aber kein Weg hin; Akkus sind “Zubehör” lernte ich, die würden nicht mit dem Gerät gemeinsam ausgetauscht.

Um mich darüber nicht weiter aufzuregen, beendete ich diesen Anlauf – zugegeben schon etwas barsch.

Heute ein anfangs entspannter, zweiter Anlauf: Sachverhalt geschildert, Wunsch geäußert, kurzfristig eine einfache Lösung des Problems zu bekommen, die auch den Akku als mögliche Fehlerquelle gleich mit einschließt. Die heutige Telefon-Dame zog sich also in interne Beratungen zurück und ließ mich in der Warteschleife ausharrend von einem Handy träumen, mit dem ich telefonieren könnte, wann immer ich wollte… Dann das “Angebot des Tages”: Ich bekomme eine Gutschrift im Wert eine neues Akkus. Diesen muss ich mir nun beschaffen und soll ausprobieren, ob sich das Problem damit vielleicht gelöst hat. Wenn nicht, dann könnte mein Provider sicher sein, dass der Fehler im Gerät liegt, und würde dieses austauschen…

Ich bin sauer, stinksauer. Versteht Ihr das? Die Hotline-Dame war völlig enttäuscht von meiner artikulierten Undankbarkeit. Ich will “nur” ein zuverlässiges, mobiles Telefon; hier und jetzt, ohne Wege, ohne Testläufe zu meinen Lasten. Ich habe es gekauft und bezahlt. Und verlasse mich auf den “Provider”.

Nun schaue ich also mal, ob ich trotz Querulanz meine Gutschrift kriege. Dann besorge ich mir den Zweitakku, mit dem es sich dann zeigen wird…

Fortsetzung folgt also. “Oh Du – ei kenn tu!”

Heute beginnen sie also wieder; die alljährlichen Bürgerversammlungen. Der oberste Dienstleister der Gemeinde tourt mit Verwaltungsleuten und Gemeinderäten durch alle Teilchen unseres Luftkurörtchens. Premiere ist 20.00 Uhr im “Kramerhof” in Riederau; offiziell “bekanntgemacht” wurde die “Ortsversammlung für den Gemeindeteil Rieden a. Ammersee”.

Dann zieht die Karawane so weiter:
Mittwoch, 03. März 2010, 20.00 Uhr im “Schützenheim” Dettenhofen, Ortsversammlung für den Gemeindeteil Dettenhofen;
Donnerstag, 04. März 2010, 20.00 Uhr im Gasthof „Wegele“ Obermühlhausen, Ortsversammlung für den Gemeindeteil Obermühlhausen;
Dienstag, 09. März 2010, 20.00 Uhr im Gasthof “Stangl” Dettenschwang, Ortsversammlung für den Gemeindeteil Dettenschwang;
Donnerstag, 11. März 2010, 20.00 Uhr im Gasthof „Mirabell“ Schützenstraße 22 in Dießen, Bürgerversammlung für den gesamten Gemeindebereich.

Eine Mammutsafari für Referenten und Begleiter! Hoffentlich kriegt niemand “Stimme”…

Die Tagesordnung liest sich … “entspannt”:
1) Bericht des Bürgermeisters
- Haushalt
- Protokoll der letzten Versammlung
2) Anträge
3) Bekanntgaben und Anfragen

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen war zu erfahren, Herr Bürgermeister Kirsch würde “im Rahmen der Bürger- und Ortsversammlungen auch den Vorentwurf des Fächennutzungsplanes (in Auszügen) vorstellen”. Das verspricht doch schon mal etwas mehr Spannung, als etwa eine Stunde der Lesung jener Zahlenkolonnen zu lauschen, die ohnehin ausgedruckt vorliegen. Letztes Jahr waren Gästezahl und Diskussionsfreude – zumindest im haupstädtischen Diessener Bereich – ziemlich mickrig. Dabei sind diese Versammlungen doch zumindest einmal im Jahr die zentrale und gute Chance, Ortspolitik zu erklären und auch zu hinterfragen.

Wer übrigens jetzt noch einen Antrag zu Bürger- bzw. Ortsversammlungen stellen wollte, den könnte bereits das Leben bestraft haben. Denn derartige Ansinnen sind laut Bekanntmachung “schriftlich, spätestens eine Woche vor der jeweiligen Versammlung, beim Markt Dießen einzureichen” gewesen. Aber völlig zu spät wird es natürlich für niemanden sein, denn die Tagesordnung sieht immerhin auch noch “Anfragen” vor.

Na dann: Hingehen, Vortrag anhören (und duchhalten), dann Anfragen stellen! Alle Beteiligten mögen mit viel Spaß und vor allem Durchhaltevermögen diese Dialog-Chancen nutzen; damit es eine “Tour de Chance” und keine “Tour de Trance” wird.

Eine kleine feine Ausstellung ist derzeit in der Gemäldegalerie Dachau zu bestaunen. Keine Dreiviertelstunde Autofahrt habe ich heute vom Luftkurörtchen gebraucht, um mir in der schönen Dachauer Altstadt die Werke der Künstlerkolonie Nidden anzuschauen. Dort, auf der Kurischen Nehrung, einst Ostpreußen, heute ist die Kurische Nehrung zwischen Litauen und der russischen Enklave Kaliningrad aufgeteilt, sind Ende des 19. Jahrhunderts bis Ende der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts wunderbare Kunstwerke entstanden. Die Ausstellung zeigt etwa 60 Werke unter anderem von Ernst Mollenhauer, Max Pechstein und Werner Riemann.

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Für mich Fischkopp, und nach mehreren Reisen auf die Kurische Nehrung leidenschaftlichen Liebhaber dieses wunderbaren Fleckchens Erde, war der sonntägliche Abstecher nach Dachau ein großartiges Erlebnis. Da weht eine Brise frischer Ostsee-Luft! Stimmungsvolle Bilder dieser einmalig schönen Landschaft sind dort zusammengetragen worden. Schaut es Euch an! Bis zum 14. März ist die Ausstellung noch geöffnet.

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